In der vergangenen Woche haben wir uns hier in unserer Rubrik „Zeitgeschichte“ einmal angeschaut, wie die Zeit der ersten Autos im Emsland aussah. Heute wollen wir dieses Thema noch einmal aufgreifen. Die Autos haben das Leben in der Region in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Allerdings gab es mit den neuen Fahrzeugen auch vermehrt Unfälle. Wie die Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts damit umgegangen sind, darüber hat Deborah Krockhaus mit dem Leiter des Emslandmuseums Lingen, Dr. Christoph Spannhof, gesprochen:
In Deutschland gab hat das Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr fast 50 Millionen registrierte Autos verzeichnet. Eine Zeit ohne Autos ist kaum noch vorstellbar. Vor hundert Jahren sah das noch anders aus – zu dieser Zeit haben die Autos hier in der Region gerade erst begonnen, sich zu etablieren. Deborah Krockhaus hat in einem neuen Zeitgeschichte-Beitrag einmal auf die Zeit der ersten Autos im Emsland geworfen:
Soziale Medien, Online-Banking, Sprachassistenten – mindestens für die Jüngeren unter uns ist eine Welt ohne solche digitalen Formen kaum noch vorstellbar. Und das sind nur ein paar Beispiele, die zeigen, wie die Digitalisierung unseren Alltag verändert hat und immer noch verändert. Wir schauen in unserer Rubrik Zeitgeschichte heute einmal exemplarisch an der Stadt Lingen, wo hier die Anfänge der Digitalisierung liegen. Deborah Krockhaus hat dafür mit dem Stadtarchivar Mirko Crabus gesprochen:
In der Grafschaft Bentheim ist die Einführung der Reformation relativ geräuschlos verlaufen. Der Graf von Bentheim war zum reformierten Glauben übergegangen und die Grafschaft ist ihm weitgehend gefolgt. In der benachbarten Grafschaft Lingen war das ganz anders. Dort gab es insgesamt fünf Versuche, um die Grafschaft Lingen vom katholischen zum reformierten Glauben zu bringen. Die ersten Versuche gab’s im 16. Jahrhundert unter dem Grafen Conrad von Tecklenburg. Ohne Reibereien lief das aber nicht ab, sagt der Kreisarchivar des Landkreises Grafschaft Bentheim, Christian Lonnemann:
Wer in Münster an der Lambertikirche vorbeikommt, sollte seinen Blick unbedingt einmal nach oben richten. An der Südseite des Turms gibt es eine touristische Attraktion: Dort hängen drei eiserne Körbe, die im Volksmund als „Wiedertäufer-Käfige“ bezeichnet werden. Eiserne und hölzerne Körbe haben in der mittelalterlichen Strafjustiz dazu gedient, lebende Delinquenten oder ihre Leichname nach der Hinrichtung zur Schau zu stellen. Welche Rolle die Grafschaft Bentheim dabei gespielt hat, weiß Heiko Alfers:
Wusstest ihr, dass Lingen schon lange vor seinem heutigen Campus eine Art Hochschule hatte? Auch wenn das schon einige Jahre zurückliegt, gibt es noch immer viel Spannendes über diese Hochschule zu erzählen. Über die Anfänge der sogenannten „Hohen Schule“, warum sie keine Universität war und wie wild das Studentenleben damals war, hat Julius Goldbeck mit Dr. Christof Spannhoff, dem Leiter des Emslandmuseums in Lingen, gesprochen:
Alle zwei Jahre wandert das sogenannte Welt-Kinder-Theaterfest an einen neuen Ort auf der Weltkarte. Dabei gibt es eine Konstante: Alle vier Jahre kehrt das internationale Theaterfest dorthin zurück, wo alles begonnen hat. Wer jetzt an Metropolen wie Tokio, New York oder London denkt, liegt falsch. Den das Welt-Kinder-Theaterfest, kurz WKT, hat seinen Ursprung in Lingen. Warum die größte Bühne für die kleinsten Darsteller ausgerechnet im Emsland zu Hause ist und wie 1990 der Grundstein für diese Erfolgsgeschichte gelegt wurde, erklärt Sophia Wagner:
Wenn heute vom „Weißen Haus“ die Rede ist, dann wissen alle: Gemeint ist der Sitz des US-Präsidenten in Washington D.C.. Wenn in Nordhorn in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Rede vom “Weißen Haus“ war, dann ging es um die Fabrikantenvilla der Textilfamilie Niehues an der Bentheimer Straße. Besser bekannt war das Gebäude als die „weiße Villa“. Der Historiker Dr. Werner Rohr teilt die Meinung vieler Nordhornerinnen und Nordhorner, dass die weiße Villa das schönste Gebäude Nordhorns war:
Das 19. Jahrhundert gilt als Jahrhundert der Vereinsgründungen. Auch in Lingen wurden in dieser Zeit Vereine gegründet. Einen davon gibt es mittlerweile in seiner Ursprungsform nicht mehr: den Lingener Gartenbauverein. Deborah Krockhaus hat sich beim Lingener Stadtarchivar Mirko Crabus auf Spurensuche begeben und mehr zu den Hintergründen des Vereins erfahren:
Wer in Nordhorn durch die Innenstadt bummelt und im Bereich der Augustinuskirche Richtung Stadtpark geht, passiert die Burgstraße. Von einer Burg ist aber weit und breit nichts zu sehen. Gab es in Nordhorn einmal eine Burg? Die Antwort lautet: Ja. Überreste der Burg gibt es nicht mehr, aber einige Informationen wurden überliefert. Heiko Alfers hat beim Kreisarchivar der Grafschaft Bentheim nachgefragt:
Download Podcast Foto aus: Specht, Heinrich: Stadt- und Wirtschaftsgeschichte von Nordhorn. Forschungen zur Landes- und Volkskunde, Reihe A: Natur und Wirtschaft, Bd. 7. Oldenburg 1941.
Lingen hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Doch es gibt eine Konstante: das Centralkino Lingen. Die beschauliche Spielstätte wirkt von außen vielleicht etwas unscheinbar, hat allerdings schon zwei Weltkriege, die Finanzkrise, die Coronapandemie und vieles Weitere überlebt. Grund genug also, einmal auf die bewegte Geschichte des Centralkinos Lingen zurückzublicken. Dafür hat Julius Goldbeck mit dem aktuellen Geschäftsführer Tobias Mielke gesprochen.
Der Emslandplan gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands. Er hat das Emsland und die Grafschaft Bentheim seit den 1950er Jahren nachhaltig geprägt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte sich die Politik gezwungen gesehen, die Rückständigkeit der Region, die als „Armenhaus der Republik“ galt, zu beseitigen. Eine entscheidende Person hinter dem Emslandplan war Dr. Ben Povel. Heiko Alfers hat mit dem Kreisarchivar der Grafschaft Bentheim, Christian Lonnemann, über den Mann hinter dem Emslandplan gesprochen:
Wenn wir heute Abiturfotos anschauen, ist es selbstverständlich, dass wir dort sowohl Absolventen als auch Absolventinnen sehen – also Frauen und Männer. Lange Zeit war dieser Abschluss allerdings nur Männern vorbehalten. Die erste Abiturientin in Deutschland erhielt 1895 ihren Abschluss. In Lingen hat es bis ins 20. Jahrhundert gedauert, bis die erste Frau ihr Abitur machte. Deborah Krockhaus hat mit dem Lingener Stadtarchivar Mirko Crabus über Lingens erste Abiturientin gesprochen:
Der Landkreis Emsland feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Am 1. August 1977 wurde der Landkreis gegründet. Die Grafschaft Bentheim kann auf eine längere Geschichte zurückblicken. Aus den früheren Ämtern Bentheim und Neuenhaus wurde 1885 der Landkreis Grafschaft Bentheim gegründet. Heiko Alfers hat sich mit dem Kreisarchivar der Grafschaft, Christian Lonnemann, getroffen, um mehr über die Gründung des Landkreises zu erfahren:
Für uns ist es selbstverständlich: Wir drücken auf den Lichtschalter und das Licht geht an. Strom brauchen wir für unseren Haushalt, in der Industrie, in der Wirtschaft. Ein flächendeckendes Stromnetz gibt es in Deutschland aber noch gar nicht so lange. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Aufbau einer Elektrizitätsversorgung begonnen. Wie sich die Stromversorgung im Emsland entwickelt hat, hat Deborah Krockhaus einmal bei einem Besuch im Emsland Museum in Lingen in Erfahrung gebracht:
Dass Menschen zu Kundgebungen, Demonstrationen oder Protesten auf die Straßen gehen, um ihre Meinungen zum Ausdruck zu bringen, ist gar nicht so selten. Im Laufe der Zeit hat es dabei auch immer wieder Aufstände durch Bauern gegeben – zuletzt ja erst im vergangenen Jahr, als unter anderem Landwirte in Deutschland gegen die Streichungen von Steuersubventionen durch die damalige Regierung protestiert haben. In unserem heutigen Zeitgeschichte-Beitrag geht es um eine Protestbewegung von Landwirten Ende der 1920er Jahre: die Landvolk-in-Not-Bewegung im Emsland. Deborah Krockhaus berichtet:
Obwohl sie erst 40 Jahre alt ist, ist sie ein Stück norddeutscher Seefahrtgeschichte: Die Schmack „Gesine von Papenburg“. 1985 wurde sie von Lehrlingen der Papenburger Meyer Werft gebaut. Heute segeln die Mitglieder des Fördervereins „Freundeskreis Gesine von Papenburg“ mit dem Schiff zu vielen nationalen und internationalen Hafenfesten und Treffen traditioneller Segelschiffe, um für Papenburg zu werben. Heiko Alfers hat sich mit dem Bau und der Pflege des Schiffes näher beschäftigt:
Am 1. April 1885 ist die Kreisordnung für die Provinz Hannover in Kraft getreten. Dieses Datum markiert die Geburtsstunde des Landkreises Grafschaft Bentheim. Er bestand aus den sogenannten „Ämtern“ Neuenhaus und Bentheim. Der erste Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim war Dr. Hermann Kriege. Während seiner Amtszeit sind in der Grafschaft Schienenverbindungen entstanden, ohne die eine Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs heute kaum denkbar gewesen wären. Kriege hat sich damals gegen viele Widerstände durchgesetzt – am Ende überwog die Anerkennung. Und dafür hat der damalige Landrat ein besonderes Geschenk von der Bevölkerung erhalten, das heute im Grafschafter Kreisarchiv steht. Heiko Alfers berichtet:
Lieder können Geschichten erzählen. In unserer Rubrik Zeitgeschichte gehen wir heute der Geschichte eines Liedes auf den Grund, das bereits vor über 90 Jahren geschrieben, aber bis heute immer wieder neu aufgelegt wurde. Die Rede ist vom Lied der Moorsoldaten. Vor welchem Hintergrund das Lied entstanden ist, hat Deborah Krockhaus in Erfahrung gebracht:
Für die meisten Leute stellt sich die Frage, was sich eigentlich unter unseren Füßen verbirgt, selten. Manchmal steckt da unter der Erde aber doch mehr als gedacht. Interessante Funde aus über 1000 Jahren belegen dies – und das vor unserer eigenen Haustür. Meine Kollegin Merle Lübbers war in Lingen unterwegs und wollte wissen, was sich eigentlich im Untergrund der Stadt verbirgt. Dazu hatte sie professionelle Hilfe vom Stadtarchäologen Dieter Lammers.
Vor dreieinhalb Wochen jährte sich das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 zum achtzigsten Mal. Der deutsche Wehrmachtsoffizier Klaus Schenk Graf von Stauffenberg versuchte an jenem Tag nicht nur, den Diktator zu töten, er war es auch, der eine führende Rolle bei der Koordination der Zeit nach Hitler übernehmen sollte. Die Geschichte Stauffenbergs ist durch etliche Dokumentationen und Spielfilme bekannt. Weniger bekannt ist, wie weit der Widerstand in der deutschen Wehrmacht verzweigt, vernetzt und auch in der Grafschaft Bentheim aktiv war. Eine kleine Rolle in diesem Netzwerk übernahm der Neuenhauser Oberst Wilhelm Staehle. Achim Haming stellt ihn uns vor:
Schüttorf ist die älteste Stadt der Grafschaft Bentheim. Bereits 1295 hat die Stadt vom Grafen Egbert von Bentheim ihre Stadtrechte verliehen bekommen. Damit ist die Geschichte der Stadt Schüttorf aber noch längst nicht erzählt, denn ihr wurden die Stadtrechte wieder aberkannt und schließlich doch wieder verliehen – und das insgesamt drei Mal. Heutzutage hat Schüttorf bekanntlich Stadtrechte und wir werfen heute in unser Rubrik „Zeitgeschichte“ einmal auf die Verleihung der Stadtrechte 1924 – denn das waren ganz besondere Stadtrechte. Deborah Krockhaus hat darüber mit dem Soziologen und Politikwissenschaftler Dr. Jürgen Schraten gesprochen:
Alle drei Jahre wird in Lingen das Kivelingsfest gefeiert. Die Stadt Lingen und die Kivelinge verbinden eine Tradition, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Die Kivelinge waren im Mittelalter zur Verteidigung ihrer Stadt eingesetzt. Aber wer waren die ursprünglichen Kivelinge eigentlich wirklich? Die Geschichte der Kivelinge stellt euch ems-vechte-welle-Volontär Justin Ullrich vor:
Die Trinitatiskapelle Rütenbrock ist die Ursprungskirche des Protestantismus in Haren. Sie steht schon seit rund 120 Jahren unmittelbar an der niederländischen Grenze. Lange Zeit war die Kapelle für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Vor Kurzem wurde in einem Gutachten festgestellt, dass die Kapelle einsturzgefährdet ist. Sie musste daher geschlossen werden. Da lohnt es sich doch, in unserer Rubrik „Zeitgeschichte“ einmal einen Blick auf die Anfänge der Kapelle und ihre Geschichte zurückzublicken. Deborah Krockhaus hat darüber mit Pastor Frank Weyen von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis in Haren gesprochen:
Der im Jahr 1897 in Lohne geborene August Perk war ein vielschichtiger Mann. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg, Schüler des weltweit bekannt gewordenen Schriftstellers Erich Maria Remarque, Schlosser und Schmied. Bekannt wurde er aber eher für seine kritischen Worte zum NS-Regime zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. Infolgedessen wurde er im Jahr in das Straflager Wolfenbüttel gebracht und verstarb im Jahr 1945 an den Folgen der Haft. Evw-Volontär Justin Ullrich hat sich über die Geschichte des Widerstandskämpfers bei dem Kreisarchivar des Landkreises Grafschaft Bentheim, Christian Lonnemann, informiert:
Am 10. Juli 1942 wurde der polnische Zwangsarbeiter Boleslaw Wernicki im emsländischen Andervenne hingerichtet. Er war zuvor wegen einer mutmasslichen Beziehung zu einer deutschen Frau denunziert worden. Sein tragisches Schicksal hat Anton Wiechmann, ein pensionierter Lehrer aus Thuine, recherchiert und darüber im vergangenen Jahr das Buch „Auf Befehl des Reichsführers-SS erhängt: Boleslaw Wernicki. Geschichte – verdrängt, aber unvergessen“ veröffentlicht. Anselm Henkel hat mit Anton Wiechmann gesprochen:
Wer in Schüttorf Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Seminare oder Workshops besuchen möchte, geht ins KunstWerk. Das KunstWerk ist ein Kunst-, Seminar- und Veranstaltungshaus für alle Generationen. Ursprünglich war es aber einmal ein Lager- und Kontorhaus. Heiko Alfers hat sich bei einem Mann über die Geschichte des Hauses informiert, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass dieses historische Gebäude wieder genutzt wird:
Beim Reisen innerhalb Europas müssen wir heutzutage in den meisten Fällen unser Geld nicht mehr wechseln. Wir können einfach in unsere Geldbörse greifen und wie gewohnt mit dem Euro bezahlen. Das war aber nicht immer so. Doch nicht nur beim Überqueren einer Landesgrenze mussten wir uns einst auf eine andere Währung einstellen. Im historischen Lingen waren einst verschiedenste Münzen und Währungen im Gebrauch. Wie das ausgesehen hat, verrät unsere Praktikantin Kim-Sarah Schütte in einem besonderen Zeitgeschichte-Beitrag – mit Hörspielcharakter und einem Zeitreisenden:
Längen werden in Deutschland in Metern angegeben und Gewichte in Kilogramm. Das war aber nicht immer so. Bis in die 1870er Jahre gab es in der Region kein einheitliches System zur Messung von Längen und Gewichten. Stattdessen waren ganz unterschiedliche Maße gebräuchlich, die auch noch regional unterschiedlich definiert wurden. So hatte zum Beispiel Lingen seine ganz eigene Definition von Längen- und Gewichtseinheiten. Welche Einheiten es hier gab und warum das Probleme mit sich brachte, weiß Deborah Krockhaus:
In den überregionalen Nachrichten kommt der Städtename Lingen vor allem in einem Zusammenhang häufiger vor: Dann, wenn es um das Kernkraftwerk Emsland geht. Wer sich ein klein wenig mit den Atomkraftwerken im Emsland auskennt, der weiß, dass es hier in Lingen auch ein zweites älteres und mittlerweile stillgelegtes Atomkraftwerk gibt. Der Bau des Atomkraftwerks Lingen wurde bereits 1964 begonnen. Seit der Anti-Atomkraftinitiative in den 70er-Jahren hat es einiges an Protesten gegeben. Da kommt doch die Frage auf, ob es auch schon vor Beginn des Atomkraftwerks Konflikte im Emsland gab. Diese Frage wird von evw-Reporter Justin Ullrich in unserem Zeitgeschichte-Beitrag beantwortet:
Der Meppener Manfred Mogge hat in seinem Berufsleben bei der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen gearbeitet. Bekannt wurde er als Fußballspieler des SV Meppen, für den er 412 Spiele absolviert hat. 1970 stieg er mit dem SVM in die damals zweithöchste Spielklasse in Deutschland, in die Regionalliga Nord, auf. Nicht nur als Fußballer, sondern auch als internationaler Kampfrichter bei Leichtathletik-Events, hat Manfred Mogge viele Persönlichkeiten kennengelernt. In einer neuen Folge zur Zeitgeschichte geht es heute um mehrere Begegnungen Manfred Mogge’s mit dem vor kurzem verstorbenen Fußballidol Uwe Seeler. Heiko Alfers berichtet:
Es gibt Instrumente, da erklärt sich die Spielweise von selbst. Und es gibt Instrumente, die viel Übung voraussetzen, wenn man sie beherrschen will. Eine Orgel gehört definitiv dazu. Beherrscht werden muss dabei der sogenannte Spieltisch. Darauf befinden sich unzählige Tasten, Schalter und Knöpfe. Wer den Spieltisch einer Orgel in einer Kirche erklärt bekommt, wird unweigerlich mit Fachbegriffen wie Registerzügen oder auch Pfeifenreihen konfrontiert. Kurzum – das Instrument ist nicht nur nicht leicht zu spielen, sondern auch nicht leicht zu begreifen. Es ist schon eine große Kunst, das Instrument zu beherrschen, geschweige denn, es zu bauen. Zu einem der größten und international erfolgreichsten Orgelbauunternehmen gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts das Unternehmen Walcker & Co. Eine ihrer Orgeln steht seit Mitte 2020 in der St. Antonius Kirche in Papenburg und die hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. Welche, verrät Carina Hohnholt in einer neuen Folge zur Zeitgeschichte:
Das Eisenbahnausbesserungswerk in Lingen hat eine Geschichte voller Machtwechsel erlebt. In unserer Rubrik “Zeitgeschichte” blicken wir noch einmal auf das Eisenbahnausbesserungswerk während der NS-Zeit zurück. Im ersten Beitrag zu diesem Thema ging es darum, wie die freien Gewerkschaften von der nationalsozialistischen Gewerkschaft, der NSBO, übernommen wurden. Mit dem Kriegsbeginn 1939 erfolgten dann weitere entscheidende Veränderungen innerhalb des Werkes. Im zweiten Teil unserer “Zeitgeschichte” über das Eisenbahnausbesserungswerk zur Zeit des Nationalsozialismus blicken wir konkret auf die Geschichte der ukrainischen Zwangsarbeiter, die im Eisenbahnausbesserungswerk arbeiten mussten. Carina Hohnholt berichtet:
Seit 1997 sendet die ems-vechte-welle in Lingen aus der Halle IV im ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk an der Kaiserstraße. Das älteste Gebäude des Werks besteht seit 1856 und ist damals mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Rheine nach Emden entstanden. Das ist jetzt schon über 165 Jahre her und damals gehörte die Stadt Lingen noch zum Königreich Hannover. Im Laufe der Zeit erlebte das Eisenbahnausbesserungswerk mehrere politische Machtwechsel. In unserem Zeitgeschichte-Beitrag werfen wir auf das Eisenbahnausbesserungswerk einen genaueren Blick zur Zeit des Nationalsozialismus. Dabei skizzieren wir im ersten Teil den Weg vom Verbot der freien Gewerkschaften hin zu dem Einsatz von ukrainischen Zwangsarbeitern. Im zweiten Teil in der kommenden Woche berichten wir dann ausführlich über die Kriegsgefangenen, die zur Zeit des Nationalsozialismus im Eisenbahnausbesserungswerk gearbeitet haben. An dieser Stelle der erste Teil. ems-vechte-welle – Reporterin Carina Hohnholt berichtet:
Die Gelegenheit, mit Menschen über das Erlebte im Zweiten Weltkrieg zu sprechen, ergibt sich immer seltener. Wer vor dem Krieg geboren wurde, ist heute mindestens 83 Jahre alt. Und wer im Krieg im Grundschulalter war, hat die Ereignisse anders wahrgenommen, als Jugendliche oder Erwachsene. Darum können wir uns irgendwann nur noch auf Zeitzeugenberichte stützen, wenn es darum geht, die Erinnerungen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Heiko Alfers hat in Uelsen einen Mann getroffen, der sich an den Absturz eines alliierten Bombers in Uelsen erinnert:
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Im Oktober dieses Jahres feiert das Amtsgericht Lingen sein 170-jähriges Bestehen. Das Gebäude des Amtsgerichtes gibt es aber schon viel länger. Als „Haus Danckelmann“ wurde es im 17. Jahrhundert von dem Richter Sylvester Danckelmann erbaut. Der eigenwillige Bau des Gebäudes hat damals aber nicht nur positive Reaktionen ausgelöst. Warum, das hören wir von Jenny Reisloh in einer neuen Zeitgeschichte-Folge:
Der Tod gehört zum Leben dazu – in jeder Kultur und über die Jahrtausende haben die Menschen sich verschiedenste Rituale ausgedacht, um von ihren Verstorbenen Abschied zu nehmen. Auch schon vor 6.000 Jahren hat man den Toten ein letztes Geleit gewidmet. Spuren davon gibt es auch bei uns in der Region. Wobei „Spuren“ nicht das richtige Wort ist – dafür sind sie zu groß und zu deutlich sichtbar: sogenannte Großsteingräber. Der steinerne Schlüssel bei Apeldorn ist eines davon. Ems-Vechte-Welle-Reporter Daniel Stuckenberg weiß mehr darüber:
Im Dezember 1941 hat die Deportation von Jüdinnen und Juden aus dem Emsland begonnen. Erst wurden die jüdischen Menschen aus dem Emsland nach Osnabrück, dann in das “Reichsjudenghetto” nach Riga deportiert. Dort wurden die meisten von ihnen getötet. Die Deportation von Jüdinnen und Juden aus dem Emsland ist nun genau 80 Jahre her. Damit das, was damals geschehen ist, nicht in Vergessenheit gerät, hat das Forum Juden-Christen Altkreis Lingen am vergangenen Sonntag eine Gedenkstunde abgehalten. ems-vechte-welle – Reporterin Jenny Reisloh berichtet:
Im gesamten Deutschen Reich haben in der Nacht zum 10. November 1938 die Synagogen gebrannt. Mehrere hundert Juden wurden in dieser sogenannten Pogromnacht von SA- und SS-Leuten umgebracht. Tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe sind zerstört worden. Auch in Lingen brannte in dieser Nacht die Synagoge und viele Juden sind verhaftet worden. Jenny Reisloh berichtet über die Ereignisse in dieser Nacht.
1945 endet der Zweite Weltkrieg. Auf Geheiß der britischen Kriegsregierung wird ein Jahr später das Land Niedersachsen gegründet. Nur drei Jahre später entsteht die Bundesrepublik Deutschland. Die ersten Jahre nach dem Krieg sind für die Menschen im ganzen Land geprägt von der Neuorganisation des politischen und gesellschaftlichen Lebens – und vom Wiederaufbau. So auch im Emsland. Wie vielerorts im ganzen Land wandelt sich die Lebensrealtität der Bevölkerung innerhalb von zehn Jahren drastisch. Wiebke Pollmann berichtet von einer ganz besonderen Dekade in der deutschen Geschichte.
75 Jahre Niedersachsen – vor diesem Hintergrund blickt das Emslandmuseum in Lingen in seinem Blog jeden Monat auf ein Thema zurück, das vor genau 75 Jahren die Stadt Lingen und das Emsland bewegte. Die ems-vechte-welle schließt sich dem Rückblick anhand ausgewählter Themen an. Reporterin Carina Hohnholt hat sich für unseren aktuellen Zeitgeschichte-Beitrag mit dem Torfstich im Emsland 1946 beschäftigt. Eine Zeit des Brennstoffmangels, in dem der Torfstich wieder an Bedeutung gewann:
In schweren Zeiten gibt vielen Menschen ihr Glaube Halt. Vor 100 Jahren galt das wohl noch mehr als heute. Im Jahr 1921 litten die Menschen in Deutschland unter den Auswirkungen des gerade verlorenen Weltkrieges. Auch die Spanische Grippe hatte viele Menschenleben gefordert. Es waren politisch unsichere Zeiten, in denen große Sorgen zum Alltag gehörten. Doch das gemeinsame Eintreten für ihre christlichen Überzeugungen sollte den Katholiken im Land Halt geben. Auch in Meppen gab es damals eine Kundgebung des Glaubens. Der 1. Emsländische Katholikentag im Juni 1921 zog über 20.000 Menschen an. Wiebke Pollmann berichtet:
Mehr über den 1. Emsländischen Katholikentag erfahrt ihr im Stadtmuseum Meppen. Dort kann noch bis zum 1. August die Sonderausstellung „Wie ein Fels im Meer. Der „1. Emsländische Katholikentag“ in Meppen“ besucht werden. Einen Film zu dem historischen Großereignis findet ihr hier. Am Freitag, den 16. Juli, findet auf dem Meppener Marktplatz ab 18 Uhr ein Live-Talk zum 1. Emsländischen Katholikentag statt. Dabei soll auch der Film vorgeführt werden.
In Artikel 4 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland heißt es: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden“. Heutzutage besteht ohnehin keine Wehrpflicht mehr und auch in den Jahren vor der Abschaffung bekam man in der Regel keine Probleme damit, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Das war aber nicht immer so. Früher hatten es junge Männer deutlich schwerer ihre Kriegsdienstverweigerung zu begründen. Hilfestellung hier lieferten zum Teil Beratungsbüros. Einem aus unserer Region wurde sogar der Prozess gemacht. Der ging 1971 – also vor 50 Jahren – zu Ende. Ein Zeitgeschichte-Beitrag von ems-vechte-welle – Reporter Daniel Stuckenberg:
Die Region Schlesien gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit zu Deutschland. Langenbielau ist eine Stadt aus der ehemaligen preußischen Provinz – seit 1946 heißt sie aber Bielawa, denn gegen Kriegsende 1945 wurde die Stadt mit ihren rund 19.000 Einwohnerinnen und Einwohnern von der Roten Armee besetzt und im Zuge der Reparationsleitungen an Polen abgetreten. Viele Deutsche flohen daraufhin in Richtung Westen. So erreichten am 18. April 1946 auch Flüchtlinge aus Langenbielau die Stadt Lingen. Das ist nun fast genau 75 Jahre her und das Emslandmuseum in Lingen blickt in ihrer Rubrik ‚75 Jahre Niedersachsen‘ in diesem Monat auf die Geschichte und Hintergründe der u. a. Flüchtlinge aus Langenbielau zurück. ems-vechte-welle – Reporterin Carina Hohnholt berichtet:
Bis zum Frühjahr 1945 lief die deutsche Kriegswirtschaft auf vollen Touren: Besetzte Länder wurden ausgeplündert, um das deutsche Militär und die deutsche Zivilbevölkerung zu versorgen. Mit dem Kriegsende brach dieses System zusammen. Auch befreite Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter mussten nun besser versorgt werden. Die britische Militärregierung musste ab 1946 nicht nur die Demokratie in ihrer Besatzungszone aufbauen, sondern auch eine Hungerkrise überwinden. Das ist jetzt genau 75 Jahre her. Das Emslandmuseum in Lingen blickt vor diesem Hintergrund auf die Hungerkrise und die Einführung der Demokratie zurück. EVW-Reporterin Carina Hohnholt berichtet:
Ein Jahr nach Kriegsende wurden von der britischen Militärregierung die frühere preußische Provinz Hannover, das Land Oldenburg sowie die Länder Braunschweig und Schaumburg-Lippe zum Land Niedersachsen zusammengeschlossen. Auch das Emsland wurde so Teil des neuen Bundeslandes. Das ist jetzt genau 75 Jahre her. Das Emslandmuseum in Lingen blickt vor diesem Hintergrund jeden Monat auf ein Thema zurück, das vor genau 75 Jahren die Stadt Lingen und das Emsland bewegt hat. Die ems-vechte-welle schließt sich dem Rückblick anhand ausgewählter Themen an. In unserem aktuellen Zeitgeschichte-Beitrag geht es deshalb um den Schwarzmarkthandel. Reporterin Carina Hohnholt berichtet:
Die Stadt Lingen hat in ihrer langen Geschichte einige Bürgermeister und Oberbürgermeister kommen und gehen sehen. Der unrühmlichste von ihnen war mit Sicherheit Erich Plesse. Er hatte das Amt von 1933 bis 1941 inne und war ein glühender Anhänger und Verehrer des Nationalsozialismus. In dieser neuen Folge zur Zeitgeschichte schaut Sonia Meck-Shoukry noch einmal zurück auf seine Amtszeit und die Menschen, die er gnadenlos verfolgt hat.
Eine Rolex, ein Tesla oder eine Yacht – das sind einige Status-Symbole unserer Zeit. Früher, zu Zeiten von Kurfürst Clemens August, waren Tapisserien ein Ausdruck von Reichtum. Geknüpfte Tapeten, sozusagen, die zur Ausschmückung von Räumen dienten. Auch auf Schloss Clemenswerth findet sich so eine Tapisserie, leider nicht mehr im Original. Alles zu der teuren Wandverzierung des Kurfürsten verrät euch Sonia Meck-Shoukry in unserem heutigen Zeitgeschichte-Beitrag.
Der Belgier Henk Verheyen kommt 1943 als sogenannter „Nacht-und-Nebel-Gefangener“ in das Strafgefangenenlager nach Esterwegen. Als einer von wenigen überlebt er die Gräueltaten der Nazis. Er ist später sogar ein wichtiger Zeitzeuge bei der Entstehung der Gedenkstätte Esterwegen und spricht dort bei der Eröffnung 2011 und 2015 anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes. 2019 ist Henk Verheyen im Alter von 94 Jahren gestorben. Doch auch nach seinem Tod konnte er die Sammlung der Gedenkstätte ganz unerwartet erweitern. Daniel Stuckenberg mit einer außergewöhnlichen Ems-Vechte-Welle-Zeitgeschichte:
Das Gut Herzford im südlichen Bereich des Lingener Stadtteils Schepsdorf ist ein uralter Adelssitz. Seine Geschichte reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert. Zu dieser Geschichte gehört auch, dass der Gutsbezirk Herzford bis vor 100 Jahren selbstständig war – er gehörte keiner Gemeinde an, hatte aber auch selbst keine Einwohnervertretung oder einen gewählten Bürgermeister. Das änderte sich erst 1920 – also vor ziemlich genau 100 Jahren.
Corona ist ja aktuell wirklich allgegenwärtig. In unserem heutigen Zeitgeschichte-Beitrag geht es zwar nicht um Corona aber auch um eine Krankheit. Sie grassierte vor rund 600 Jahren und hielt vor allem Europa in Atem: Die Pest. Als sogenannter Schwarzer Tod führte sie im 14. Jahrhundert zu einer der verheerendsten Epidemien der Menschheitsgeschichte. Auch unsere Region blieb davon nicht verschont. Ems-Vechte-Welle Reporterin Sonia Meck-Shoukry berichtet.
Auf kleinem Fuß hat Kurfürst Clemens August von Bayern wahrlich nicht gelebt. Wir kennen ihn heute als prunkliebenden Fürsten, der viel Wert auf ein prachtvolles Leben bei Hofe legte, ein Mäzen der Kunst war und zahlreiche Schlösser bauen ließ. Viele seiner Schlösser dienten vor allem seinem liebsten Zeitvertreib – der Jagd. Auch Schloss Clemenswerth wurde als Jagdschloss gebaut. Hier wurde vor allem die Parforce-Jagd, also die Jagd zu Pferde auf Hirsche, betrieben. Aber hin und wieder ließ es der Kurfürst auch etwas ruhiger angehen und zwar bei der Entenjagd. Trotzdem musste es auch hierbei stilvoll zugehen. Wie genau es bei der Entenjagd auf Schloss Clemenswerth zuging, darum geht es in unserem heutigen Zeitgeschichte-Beitrag. Sonia Meck-Shoukry berichtet:
In vielen Städten ist heute wieder Wochenmarkt. Auch im Mittelalter hat es solche Märkte schon gegeben, auch in Haselünne. Kaufleute boten hier verschiedene Lebensmittel, aber auch andere Waren an. Die wurden über Handelsstraßen in den Ort transportiert. Wie das in Haselünne genau ablief, weiß ems-vechte-welle Reporterin Aline Wendland.
Die Sixtinische Kapelle in Rom ist unweigerlich mit dem Namen des Künstlers Michelangelo Buonarroti verknüpft, der seinerzeit das berühmte Deckengemälde anfertigte. Genauso sollte der Name Johann Evangelist Holzer eigentlich mit Schloss Clemenswerth verknüpft sein. Ist er aber nicht. Warum nicht, darum geht es in diesem Zeitgeschichte-Beitrag von Sonia Meck-Shoukry:
Das Emsland ist durchaus eine Pferderegion – viele große Reiterfamilien kommen von hier, es gibt einige attraktive Reit- und Dressurturniere und schöne Flecken zum Ausreiten gibt es hier natürlich auch. Der Pferde-Rennsport ist hier allerdings nicht wirklich vertreten. Dabei gab es in Lingen sogar eine Pferderennbahn und einen Pferderennverein – den Emsländischen Rennverein. Der wurde vor ziemlich genau 100 Jahren gegründet – aber schon wenige Jahre später wieder aufgelöst. Ems-Vechte-Reporter Daniel Stuckenberg über die kurze Geschichte des Emsländischen Rennvereins.
Die Alchemisten im 16. Jahrhundert haben den Stein der Weisen gesucht. Das ist der Moment, an dem alle Kinder auf der Burg Bentheim rasch ihre Ohren spitzen. Während der Führung durch die Burg gehen sie auch durch den 500 Jahre alten Batterieturm, in dem sich ein alchemistisches Laboratorium befindet. Denn den Stein der Weisen, den kennen sie doch von Harry Potter. Aber Harry Potter und die Alchemie haben nichts miteinander zu tun. Und den Stein der Weisen gab es nicht. Doch trotzdem haben die Alchemisten den Stein gesucht, der für sie das Allheilmittel sein sollte und die Menschheit von Krankheit und Tod erlösen sollte. Reporterin Laura Micus hat sich in der Burg Bentheim auf die Spuren der mysteriösen Alchemie begeben.
„Weihnachten sind wir wieder zuhause“. Im festen Glauben an diese Parole zog einst auch der Lingener Heinrich Lagemann in den Ersten Weltkrieg. Dieser Traum erfüllte sich nicht. Während Lagemann den Zwei-Fronten-Krieg als Soldat miterlebte, litt auch seine Familie in Lingen unter den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges. Dokumentiert ist das in der Briefkorrespondenz zwischen dem jungen Soldaten, seiner Familie und seiner Verlobten. Wiebke Pollmann hat sich mit der Geschichte des Soldaten beschäftigt und berichtet über das Schicksal Lagemanns.
Am 6. November 1295 wurden Schüttorf in der Grafschaft Bentheim die Stadtrechte verliehen. Seitdem ist Schüttorf also offiziell Stadt. Gegeben hat es den Ort aber schon um einiges länger. Man kann dort also auf eine reichhaltige Geschichte zurückblicken – theoretisch zumindest – denn in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs fiel eine Fliegerbombe auf das Rathaus, wo auch das Stadtarchiv untergebracht war und zerstörte einen Großteil der historischen Dokumente. Der Zeitgeschichte-Beitrag unsere Ems-Vechte-Welle Reporterin Sonia Meck-Shoukry.
Nordhorn nennt sich selbst Wasserstadt. Da denken die meisten zunächst an die Vechte mit ihren vielen Seitenarmen. Dazu kommen aber rund um Nordhorn noch eine Reihe von Kanälen. Die sind früher in erster Linie zum Transport von Waren gebaut worden. Doch die Schifffahrt rund um Nordhorn hat sich im Laufe der Jahre wieder zurückentwickelt. Heiko Alfers blickt auf die Geschichte der Nordhorner Kanäle zurück:
Krieg ist immer furchtbar. Aber auch in der furchtbarsten Zeit entstehen Geschichten, die hinterher als Kalauer und amüsante Anekdoten aus dieser Zeit weitergegeben werden. Im Emsland, genauer gesagt in Listrup schafft das ein amerikanischer Bomber, der auf einem Acker notlanden musste. Was an diesem Bomber so besonders war und warum er hier die Gemüter erhitzte, darum geht es heute in unserem Zeitgeschichtebeitrag von ems-vechte-welle Reporterin Sonia Meck-Shoukry.
Die Stadt Lingen hat einige berühmte Söhne und Töchter vorzuweisen. Da wären zum Beispiel Rennfahrer Bernd Rosemeyer, Schauspielerin Merle Collet oder auch Goldmedaillengewinner Errol Marklein. Und das sind nur drei, davon gibt es noch einige mehr. Und trotzdem stößt man immer wieder auf einen, der außer dem Namen, mit der Stadt Lingen eigentlich nicht viel gemeinsam hat: Schauspieler Theo Lingen. Und der hätte heute Geburtstag gehabt. Ems-vechte-welle Redakteurin Sonia Meck-Shoukry beleuchtet den berühmten Nicht-Sohn der Stadt in der heutigen Zeitgeschichte einmal genauer:
Es war die letzte Reise für die „August“: Anfang Mai ging der allerletzte erhaltene Dampfschlepper in der Region in Haren an Land. Vorher hatte er jahrzehntelang seinen Dienst auf Ems und dem Dortmund-Ems-Kanal verrichtet und war Teil des Schifffahrtsmuseums in Haren. Dort ist die August jetzt eine neue Sehenswürdigkeit. Grund genug für uns nochmal auf die Geschichte des Schiffs zurück zu blicken.
Während des ersten Weltkrieges herrschte hier bei uns in der Region eine enorme Knappheit an Nahrungsmitteln. In Lingen wurden daher ab März 1915 Brotkarten eingeführt, die die Ausgabe von Brot und Mehl regelten. Für unseren Zeitgeschichte Beitrag hat sich Nils Heidemann mit Lingens Stadtarchivar Mirko Crabus getroffen und mit ihm über die Lebensmittelversorgung in Lingen während des ersten Weltkrieges gesprochen.
Kirchtürme zeugen heute in den Kommunen des Emslandes und der Grafschaft Bentheim davon, dass unsere Region christlich geprägt ist. Im Emsland überwiegend katholisch, in der Grafschaft Bentheim mehrheitlich evangelisch. Andere Religionen geraten da oft in den Hintergrund. Bevor die Nazis damit begannen, Juden zu verfolgen, zu deportieren und zu ermorden, gab es auch in unserer Region jüdische Gemeinden. In Nordhorn trafen sich die jüdischen Gemeindemitglieder in der Synagoge – dort, wo heute nur noch ein Stein an das ehemalige Gebäude erinnert – in der Alten Synagogenstraße. ems-vechte-welle-Reporter Heiko Alfers ist auf Spurensuche gegangen:
In dieser Folge zur Zeitgeschichte geht es um ein Ereignis, dass das Emsland in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg völlig unvorbereitet getroffen hat. Nach tagelangen Regenfällen war das Wasser der Ems immer weiter angestiegen. Infolge dessen ist es zu einem Hochwasser gekommen. Eine Ausnahmesituation für die Menschen in den Städten entlang der Ems. Auch in Lingen stand das Wasser tagelang in den Straßen der Innenstadt. Noch heute erinnert eine Markierung am Historischen Rathaus an den Höchststand des Wassers im Februar 1946. ems-vechte-welle-Reporterin Wiebke Pollmann blickt auf die Ereignisse rund um das Hochwasser zurück:
Orts- und Stadtbrände waren bei uns der Region in früherer Zeit eine ständige Gefahr. Und wenn es dann einmal brannte, konnte sich so ein Feuer auch schnell ausbreiten. Das hatte verschiedene Gründe. Die Bauweise der Häuser war zum Beispiel völlig anders. Die waren oft so eng gebaut, dass Bett und Schrank nahe am Feuerherd standen. Und auch Materialien wie Torf und Holz wurden in der Nähe von Herd und Schornstein gelagert. Und natürlich war auch das Löschwesen lange nicht so professionell organisiert, wie heutzutage mit den modernen Feuerwehren. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt Lingen von einem Großbrand heimgesucht. Diesem Thema widmet sich ems-vechte-welle Reporterin Sonia Meck-Shoukry.
Immer wieder werden auch heute noch Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Damals wurden Teile verschiedener Städte im Kampf gegen die Nazis bei Luftangriffen zerstört. Auch über der Wietmarscher Kirche gab es einen Luftangriff – irrtümlich. Die Bombe richtete großen Schaden an, doch es gab auch ein kleines Wunder. Ein Lingener Kaplan überlebte den Luftangriff. Was genau passiert ist, weiß Ems-Vechte-Welle Reporterin Wiebke Pollmann.
Das Lingener Bonifatius Hospital befindet sich in der Innenstadt sehr prominent zwischen dem Stadtarchiv und dem Stadtpark. Gegründet wurde es bereits im Jahr 1855. Doch das Krankenhaus ist lediglich das letzte Kapitel einer längeren Geschichte der ärztlichen Versorgung in der Emsstadt. Ems-Vechte-Welle Reporter Nils Heidemann hat sich zusammen mit Lingens Stadtarchivar Mirko Crabus zum Anfang der medizinischen Versorgung begeben.
Vor rund zwei Jahren haben wir über die Eröffnung eines kleinen Schustermuseums vom Heimatverein Salzbergen berichtet. Da ging es vor allem um die Ausstellungsstücke und den Aufbau des Museums. Es wurde deutlich, dass es nicht von ungefähr kommt, dass der Heimatverein sich genau diesem Thema gewidmet hat. Denn das Schusterhandwerk hat in Salzbergen eine lange Tradition. Und dieser Tradition widmet sich in dieser Zeitgeschichte-Folge Sonia Meck-Shoukry:
Lingen ist nicht nur jetzt Universitätsstadt, sondern war es auch bereits im 18. Jahrhundert. Damals kamen die Studenten als neue Gruppe in die Lingener Bevölkerung und sorgten wegen ausschweifender Trinkgelage für Aufsehen. Ems-Vechte-Welle Reporter Nils Heidemann hat sich darüber mit Lingen’s Stadtarchivar Mirko Crabus unterhalten.
Schepsdorf-Lohne war eine uralte Gemeinde im heutigen Grenzgebiet zwischen den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim. Zu ihr gehörten der heutige Lingener Ortsteil Schepsdorf und der Ort Lohne, der mittlerweile zur Grafschaft Bentheim gehört. Eingeläutet wurde das Ende der Gemeinde in den siebziger Jahren. Damals gab es in Niedersachsen eine Gebietsreform. Dabei hat man überlegt, wie man verschiedene Gemeinden zusammenlegen und die Gebiete sinnvoll neu gliedern kann. Dieser Prozess war bestimmt von mehreren Gesetzen und zog sich schrittweise über mehrere Jahre. Wie das zum Ende von Schepsdorf-Lohne führte und wie die Menschen vor Ort diese Botschaft aufgenommen haben, weiß Ems-Vechte-Welle-Reporterin Wiebke Pollmann.
Im Lingener Strootgebiet gibt es den Hanauerweg. So manch einer mag bei diesem Namen verständlicherweise an die Stadt Hanau in Hessen. Die Straße in Lingen wurde aber nicht nach einem Ort, sondern nach einem Menschen benannt. Namensgeberin waren die 1976 verstorbene Helga Hanauer und ihre Familie. Die Jüdin und ihre Familie mussten sich im zweiten Weltkrieg in den Niederlanden vor den Nationalsozialisten verstecken. Die Geschichte von Helga Hanauer stellen wir euch heute in unserer Zeitgeschichte-Serie „Der Mensch hinter dem Namen“ vor.
Unser Geschirr sagt mehr über uns aus, als wir denken. Sollten Scherben davon irgendwie ins Erdreich gelangen und in einigen Jahrhunderten als Bodenfunde wieder entdeckt werden, dann bekommt unser gewöhnliches Geschirr von heute eine ganz andere Bedeutung. Es zeigt, wie wir gelebt haben. Im Stiftsmuseum Wietmarschen gibt es einige Bodenfunde, die auf dem Gelände entdeckt wurden und die Entwicklung des Areals im Laufe der Jahrhunderte zeigen. Ems-Vechte-Welle Redakteurin Wiebke Pollmann hat sich mit dem Thema beschäftigt.
Der Tod gehört zum Leben dazu – in jeder Kultur und über die Jahrtausende haben die Menschen sich verschiedenste Rituale ausgedacht, um von ihren Verstorbenen Abschied zu nehmen. Auch schon vor 6.000 Jahren hat man den Toten ein letztes Geleit gewidmet. Spuren davon gibt es auch bei uns in der Region. Wobei „Spuren“ nicht das richtige Wort ist – dafür sind sie zu groß und zu deutlich sichtbar: sogenannte Großsteingräber. Der steinerne Schlüssel bei Apeldorn ist eines davon. Ems-Vechte-Welle-Reporter Daniel Stuckenberg weiß mehr darüber.
Das Wetter ist in den vergangenen Jahren irgendwie gefühlt immer extremer geworden. Gerade erst ist Sabine über uns hinweg gefegt und für das kommende Wochenende gibt es schon die ersten Berichte über einen neuen Sturm. Viele Wetterforscher sehen den Grund dafür im Klimawandel. Auch in unserem Zeitgeschichte-Beitrag schauen wir heute auf ein Unwetter, das die Stadt Lingen aber bereits im Jahr 1927 heimgesucht hat. Dort richtete eine Windhose insbesondere in der Innenstadt schwere Schäden an. Ems-Vechte-Welle-Reporter Nils Heidemann weiß mehr.
Während der Reformation wurde die gesamte Grafschaft Bentheim protestantisch! Die ganze Grafschaft!? Nein! Ein Ort widersetzte sich den Bestrebungen der Politik und blieb katholisch: Wietmarschen. Das Kloster Wietmarschen war dabei Ort einer ganz besonderen Geschichte – unserer heutigen Zeitgeschichte. Daniel Stuckenberg berichtet.
In der Rubrik “Zeitgeschichte” hört ihr bei uns in diesem Jahr die Serie „Der Mensch hinter dem Namen…“. In dieser Serie präsentieren wir euch einmal im Monat eine Geschichte hinter dem Namen eines bestimmten Ortes, einer Straße, eines Platzes oder einer Einrichtung aus der Region. Den Anfang macht die „Joesph-Tiesmeyer-Grundschule“ in Emsbüren. Wer war Joseph Tiesmeyer? Und wieviel von ihm steckt heute noch in der nach ihm benannten Schule? Fabian Reifenrath mit der Geschichte hinter dem Namen:
Am Eingang der Stadt Schüttorf an der Steinstraße steht eine Skulptur. Die sieht auf den ersten Blick etwas seltsam aus und hat auch einen seltsamen Namen. Sie heißt: „Zurück-gerichtet“. Diese Skulptur erinnert an die Burg Altena, die bis ins 20. Jahrhundert an diesem Ort stand. In unserem Beitrag zur Zeitgeschichte taucht ems-vechte-welle-Reporterin Laura Micus in dieser Folge in die Geschichte der Burg ein und erfährt, welche Bedeutung die Skulptur hat:
Maria Eissing aus Papenburg hat bis zur 10. Klasse die Schule besucht. Im Alter von 17 Jahren wird bei ihr Schizophrenie diagnostiziert und sie kommt wegen sogenannten „Jugendirsinns“ in die Provinzial Heilanstalt Osnabrück. Damit war ihr Schicksal im Nationalsozialismus besiegelt. Maria Eissings Enkelin beschreibt, wie es damals gewesen ist:
Zehn Kirchen haben wir in unserer Jahresserie über die Kirchen in der Region schon vorgestellt. Im Oktober waren wir in Meppen. In dieser Folge schauen wir wieder in die Grafschaft, und zwar nach Bad Bentheim. Laura Micus hat die Geschichte der evangelisch-reformierten Kirche Bad Bentheim erforscht.
Wasser ist heute das Grundnahrungsmittel Nummer eins. Es wird streng kontrolliert – egal ob es zum Duschen, Blumen gießen oder zum Trinken verwendet wird. Früher war das anders. Wasser war häufig verseucht, deshalb tranken die Menschen Bier oder Schnaps. Und darum brauten die Menschen auch mal privat ihr Bier oder brannten auf ihrem Hof Schnaps. Auf einem Hof in Engden in der Samtgemeinde Schüttorf wurde früher auch Schnaps gebrannt. ems-vechte-welle-Reporterin Laura Micus hat sich auf die Spuren dieser besonderen Geschichte begeben.
Schüttorf kann auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Schließlich ist Schüttorf auch schon seit über 700 Jahren offiziell Stadt, den Ort gibt es sogar noch länger. Eine Stadt musste sich vor allem im Mittelalter gegen Feinde verteidigen können. Als Schutz wurde in den mittelalterlichen Städten – und so auch in Schüttorf – eine Stadtmauer gebaut. Über die Geschichte der Schüttorfer Mauer berichtet Laura Micus in einer neuen Folge zur Zeitgeschichte:
In unserer Rubrik Zeitgeschichte stellen wir euch heute wieder eine Kirche aus der Region vor. Da schauen wir heute nach Meppen. Dort gibt es eine der ältesten – wenn die nicht die älteste – Kirche in der Region. In Osnabrück gibt es möglicherweise eine ältere Gemeinde. Beide Orte sind sich da nicht so ganz einig. Die Rede ist von der Propsteikirche St. Vitus. Und die stellt euch Ems-Vechte-Welle Reporterin Laura Micus jetzt vor.
Fünf Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs kam es zu einer großen Schiffskatastrophe. In der Lübecker Bucht lagen Schiffe, auf denen sich KZ-Gefangene befanden. Britische Flugzeuge beschossen die Schiffe – mehrere tausend Menschen starben. Die Lübecker Bucht fällt ja eigentlich nicht in unser Sendegebiet. Das Unglück ist heute aber trotzdem Thema in unserem Zeitgeschichte-Beitrag. Denn der Angriff kam vom Flugplatz Plantlünne südlich von Lingen. Von hier aus flogen die englischen Jagdflugzeuge los. Ems-Vechte-Welle Reporterin Laura Micus hat sich auf die Spuren begeben.
Heute passt er wie selbstverständlich ins Bild der Stadt Lingen: Der Bahnhof. Aber der war natürlich nicht immer da. Wie sah es im Emsland aus, bevor der Bahnhof gebaut wurde und wie hat sich die Region mit dem Anschluss ans Streckennetz verändert? Wir haben uns auf die Spuren des Lingener Bahnhofs begeben. Ems-Vechte-Welle Reporterin Laura Micus berichtet.
Es ist der erste Mittwoch im Monat, das heißt es geht heute weiter mit unserer Jahresserie. Wir stellen euch eine Kirche aus der Region vor. Heute geht’s wieder in die Grafschaft Bentheim zurück und zwar nach Uelsen. Dort sind wir in der evangelisch-reformierten Kirche Uelsen. Auch die hat natürlich eine bewegte Geschichte. Laura Micus berichtet.
Es ist der erste Mittwoch im Monat, das heißt wir stellen euch wieder eine Kirche aus der Region vor. Heute geht’s wieder ins Emsland und zwar nach Salzbergen. Dort sind wir in der St. Cyriakus Kirche. Die Geschichte hinter dem doch etwas ungewöhnlichen Namen ist nicht die einzige, die sich hinter den Gemäuern des Gotteshauses verbirgt. Ems-Vechte-Welle Reporterin Laura Micus berichtet.
Es ist der erste Mittwoch im Monat und das bedeutet: Es geht weiter mit unserer Jahresserie über die Kichen in der Region. In den letzten beiden Monaten waren wir in der Grafschaft Bentheim unterwegs und da bleiben wir auch jetzt. Und zwar schauen wir uns heute die Evangelisch-Reformierte Kirche in Gildehaus an. Ems-Vechte-Welle Reporterin Laura Micus berichtet.