Zeitgeschichte: Die Pogromnacht 1938 in Lingen

Im gesamten Deutschen Reich haben in der Nacht zum 10. November 1938 die Synagogen gebrannt. Mehrere hundert Juden wurden in dieser sogenannten Pogromnacht von SA- und SS-Leuten umgebracht. Tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe sind zerstört worden. Auch in Lingen brannte in dieser Nacht die Synagoge und viele Juden sind verhaftet worden. Jenny Reisloh berichtet über die Ereignisse in dieser Nacht.

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Foto © Stadtarchiv Lingen

Zeitgeschichte: Jahre des Aufbaus

1945 endet der Zweite Weltkrieg. Auf Geheiß der britischen Kriegsregierung  wird ein Jahr später das Land Niedersachsen gegründet. Nur drei Jahre später entsteht die Bundesrepublik Deutschland. Die ersten Jahre nach dem Krieg sind für die Menschen im ganzen Land geprägt von der Neuorganisation des politischen und gesellschaftlichen Lebens – und vom Wiederaufbau. So auch im Emsland. Wie vielerorts im ganzen Land wandelt sich die Lebensrealtität der Bevölkerung innerhalb von zehn Jahren drastisch. Wiebke Pollmann berichtet von einer ganz besonderen Dekade in der deutschen Geschichte.

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Foto ©  Bildarchiv Heimatverein Meppen

Zeitgeschichte: Mehr Männer für die Torfgewinnung – Brennstoffmangel im Emsland vor 75 Jahren

75 Jahre Niedersachsen – vor diesem Hintergrund blickt das Emslandmuseum in Lingen in seinem Blog jeden Monat auf ein Thema zurück, das vor genau 75 Jahren die Stadt Lingen und das Emsland bewegte. Die ems-vechte-welle schließt sich dem Rückblick anhand ausgewählter Themen an. Reporterin Carina Hohnholt hat sich für unseren aktuellen Zeitgeschichte-Beitrag mit dem Torfstich im Emsland 1946 beschäftigt. Eine Zeit des Brennstoffmangels, in dem der Torfstich wieder an Bedeutung gewann:

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Foto © Emslandmuseum Lingen

Mehr über den Torfabbau in der Region während der Nachkriegszeit erfahrt ihr hier.

Zeitgeschichte: Erster Emsländischer Katholikentag in Meppen

In schweren Zeiten gibt vielen Menschen ihr Glaube Halt. Vor 100 Jahren galt das wohl noch mehr als heute. Im Jahr 1921 litten die Menschen in Deutschland unter den Auswirkungen des gerade verlorenen Weltkrieges. Auch die Spanische Grippe hatte viele Menschenleben gefordert. Es waren politisch unsichere Zeiten, in denen große Sorgen zum Alltag gehörten. Doch das gemeinsame Eintreten für ihre christlichen Überzeugungen sollte den Katholiken im Land Halt geben. Auch in Meppen gab es damals eine Kundgebung des Glaubens. Der 1. Emsländische Katholikentag im Juni 1921 zog über 20.000 Menschen an. Wiebke Pollmann berichtet:

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Foto © Heimatverein Meppen

Mehr über den 1. Emsländischen Katholikentag erfahrt ihr im Stadtmuseum Meppen. Dort kann noch bis zum 1. August die Sonderausstellung „Wie ein Fels im Meer. Der „1. Emsländische Katholikentag“ in Meppen“ besucht werden. Einen Film zu dem historischen Großereignis findet ihr hier. Am Freitag, den 16. Juli, findet auf dem Meppener Marktplatz ab 18 Uhr ein Live-Talk zum 1. Emsländischen Katholikentag statt. Dabei soll auch der Film vorgeführt werden.

Zeitgeschichte: Die Grafschafter Kriegsdienstverweigerer

In Artikel 4 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland heißt es: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden“. Heutzutage besteht ohnehin keine Wehrpflicht mehr und auch in den Jahren vor der Abschaffung bekam man in der Regel keine Probleme damit, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Das war aber nicht immer so. Früher hatten es junge Männer deutlich schwerer ihre Kriegsdienstverweigerung zu begründen. Hilfestellung hier lieferten zum Teil Beratungsbüros. Einem aus unserer Region wurde sogar der Prozess gemacht. Der ging 1971 – also vor 50 Jahren – zu Ende. Ein Zeitgeschichte-Beitrag von ems-vechte-welle – Reporter Daniel Stuckenberg:

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Foto © Spiegel Magazin

Zeitgeschichte: 18. April 1946 – Flüchtlinge aus Langenbielau erreichen Lingen

Die Region Schlesien gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit zu Deutschland. Langenbielau ist eine Stadt aus der ehemaligen preußischen Provinz – seit 1946 heißt sie aber Bielawa, denn gegen Kriegsende 1945 wurde die Stadt mit ihren rund 19.000 Einwohnerinnen und Einwohnern von der Roten Armee besetzt und im Zuge der Reparationsleitungen an Polen abgetreten. Viele Deutsche flohen daraufhin in Richtung Westen. So erreichten am 18. April 1946 auch Flüchtlinge aus Langenbielau die Stadt Lingen. Das ist nun fast genau 75 Jahre her und das Emslandmuseum in Lingen blickt in ihrer Rubrik ‚75 Jahre Niedersachsen‘ in diesem Monat auf die Geschichte und Hintergründe der u. a. Flüchtlinge aus Langenbielau zurück. ems-vechte-welle – Reporterin Carina Hohnholt berichtet:

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Weitere Informationen zu dem Thema findet ihr hier.

Foto © Emslandmuseum

Zeitgeschichte: Hungerkrise und Demokratie 1946

Bis zum Frühjahr 1945 lief die deutsche Kriegswirtschaft auf vollen Touren: Besetzte Länder wurden ausgeplündert, um das deutsche Militär und die deutsche Zivilbevölkerung zu versorgen. Mit dem Kriegsende brach dieses System zusammen. Auch befreite Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter mussten nun besser versorgt werden. Die britische Militärregierung musste ab 1946  nicht nur die Demokratie in ihrer Besatzungszone aufbauen, sondern auch eine Hungerkrise überwinden. Das ist jetzt genau 75 Jahre her. Das Emslandmuseum in Lingen blickt vor diesem Hintergrund auf die Hungerkrise und die Einführung der Demokratie zurück. EVW-Reporterin Carina Hohnholt berichtet:

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Weitere Informationen zu dem Thema findet ihr hier.

Foto © Emslandmuseum

Zeitgeschichte: Tauschwirtschaft und Schwarzmarkthandel in der Nachkriegszeit

Ein Jahr nach Kriegsende wurden von der britischen Militärregierung die frühere preußische Provinz Hannover, das Land Oldenburg sowie die Länder Braunschweig und Schaumburg-Lippe zum Land Niedersachsen zusammengeschlossen. Auch das Emsland wurde so Teil des neuen Bundeslandes. Das ist jetzt genau 75 Jahre her. Das Emslandmuseum in Lingen blickt vor diesem Hintergrund jeden Monat auf ein Thema zurück, das vor genau 75 Jahren die Stadt Lingen und das Emsland bewegt hat. Die ems-vechte-welle schließt sich dem Rückblick anhand ausgewählter Themen an. In unserem aktuellen Zeitgeschichte-Beitrag geht es deshalb um den Schwarzmarkthandel. Reporterin Carina Hohnholt berichtet:

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Weitere Informationen zu dem Thema “Tauschwirtschaft und Schwarzmarkthandel” findet ihr hier.

 

Zeitgeschichte: Lingens ehemaliger Bürgermeister Erich Plesse

Die Stadt Lingen hat in ihrer langen Geschichte einige Bürgermeister und Oberbürgermeister kommen und gehen sehen. Der unrühmlichste von ihnen war mit Sicherheit Erich Plesse. Er hatte das Amt von 1933 bis 1941 inne und war ein glühender Anhänger und Verehrer des Nationalsozialismus. In dieser neuen Folge zur Zeitgeschichte schaut Sonia Meck-Shoukry noch einmal zurück auf seine Amtszeit und die Menschen, die er gnadenlos verfolgt hat.

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Foto © Stadtarchiv Lingen

Zeitgeschichte: Die Tapisserie von Clemenswerth

Eine Rolex, ein Tesla oder eine Yacht – das sind einige Status-Symbole unserer Zeit. Früher, zu Zeiten von Kurfürst Clemens August, waren Tapisserien ein Ausdruck von Reichtum. Geknüpfte Tapeten, sozusagen, die zur Ausschmückung von Räumen dienten. Auch auf Schloss Clemenswerth findet sich so eine Tapisserie, leider nicht mehr im Original. Alles zu der teuren Wandverzierung des Kurfürsten verrät euch Sonia Meck-Shoukry in unserem heutigen Zeitgeschichte-Beitrag.

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Foto © Oliver Fok Emslandmuseum Schloss Clemenswerth