Nach einem sogenannten Schockanruf bei einem 65-jährigen Mann aus Leer hat dieser den Betrügern in Papenburg mehr als 20.000 Euro übergeben. Wie die Beamten mitteilen, kontaktierten die Kriminellen den Mann gestern über seine Festnetznummer und gaben sich dabei teils als Polizeibeamtin, teils als Staatsanwalt aus. Sie machten dem Mann weis, dass seine Tochter einen Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem eine schwangere Frau getötet wurde. Sie würde nur dann einer mehrjährigen Haftstrafe entgehen, wenn der Angerufene eine höhere fünfstellige Summe als Kaution bezahle. Die Betrüger gelangten auch an die Mobilnummer des 65-Jährigen und konnten den Druck auf den Mann so über Stunden aufrechterhalten. Am Übergabeort in der Nähe des Marienkrankenhauses bzw. der VHS in Papenburg nahm ein etwa 40 bis 50 Jahre alter Mann das Geld entgegen. Er wird als schlank und etwa 1,75 m groß beschrieben. Der Täter trug eine Mütze. Wer in dem entsprechenden Bereich in Papenburg gestern zwischen 13:15 Uhr und 13:52 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht hat, sollte sich bei der Polizei melden. Die Beamten weisen zudem noch mal ausdrücklich darauf hin, dass Polizei oder Staatsanwaltschaft niemals solche Anrufe tätigen oder am Telefon Bargeld fordern würden.
Die wichtigsten Tipps im Überblick:
– bei einem verdächtigen Anruf sofort auflegen
– selbstständig unter der bekannten Nummer Angehörige oder die Polizei kontaktieren
– keine persönlichen oder finanziellen Daten herausgeben
– niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben
– Opfer oder Personen mit Verdachtsmomenten sollten sich immer direkt an die Polizei wenden