Die Anbindehaltung von Rindern wird in Niedersachsen schrittweise abgeschafft. Das hat das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitgeteilt. Betriebe, die ihre Tiere ganzjährig angebunden halten, müssen diese Haltungsform innerhalb von 18 Monaten aufgeben oder auf eine tierfreundlichere Alternative umstellen. Für Betriebe mit einer teilweisen Anbindehaltung gelten längere Übergangsfristen von bis zu sieben Jahren. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte bezeichnete die Regelung als wichtigen Schritt für mehr Tierwohl. Nach Angaben des Ministeriums wurde sie gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft, der Wissenschaft und des Tierschutzes erarbeitet. In Niedersachsen sind demnach noch mehr als 1.000 Rinderhaltungsbetriebe von der neuen Regelung betroffen. Insgesamt gibt es im Land knapp 18.000 entsprechende Betriebe. Für notwendige Umbaumaßnahmen sollen Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen.

