Rund 14 Monate nach dem Rücktritt des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode hat das Bistum heute seinen Nachfolger bekanntgegeben. Am Mittag ist Dr. Dominicus Meier OSB (Orden des heiligen Benedikts, lateinisch Ordo Sancti Benedicti) aus dem Erzbistum Paderborn von Papst Franziskus zum neuen Bischof von Osnabrück ernannt worden. Die Ernennung erfolgte zeitgleich um 12 Uhr in Rom und Osnabrück. Der 64-jährige bisherige Paderborner Weihbischof wurde durch das Osnabrücker Domkapitel gewählt. Derzeit ist Dominicus Meier stellvertretender Vorsitzender der Migrationskommission (XIV) der Deutschen Bischofskonferenz. Aus Politik und Gesellschaft kommen Glückwünsche – unter anderem von Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter oder der Osnabrücker Landrätin Anna Kebschull – aber es kommen auch Forderungen. Der Betroffenenrat Nord, der Menschen vertritt, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, hofft auf deutliche Akzente in der Aufarbeitung. Der Rat fordert Offenheit für den Dialog mit Betroffenen und Klarheit in der Kommunikation. Der Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, Werner Lullmann, fordert ein klares Bekenntnis des Bischofs für die christlichen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Die Rahmenbedingungen für Gesundheitseinrichtungen in freigemeinnütziger Trägerschaft sind derzeit alles andere als einfach, so Lullmann. Die offizielle Amtseinführung des neuen Osnabrücker Bischofs wird nach den Sommerferien in einem feierlichen Gottesdienst stattfinden. Bis dahin wird das Bistum vorübergehend weiter von Johannes Wübbe geleitet. Franz-Josef Bode war von 1995 bis 2023 Bischof im Bistum Osnabrück.
Foto: © Bistum Osnabrück