Zeitgeschichte: Lingens ehemaliger Bürgermeister Erich Plesse

Die Stadt Lingen hat in ihrer langen Geschichte einige Bürgermeister und Oberbürgermeister kommen und gehen sehen. Der unrühmlichste von ihnen war mit Sicherheit Erich Plesse. Er hatte das Amt von 1933 bis 1941 inne und war ein glühender Anhänger und Verehrer des Nationalsozialismus. In dieser neuen Folge zur Zeitgeschichte schaut Sonia Meck-Shoukry noch einmal zurück auf seine Amtszeit und die Menschen, die er gnadenlos verfolgt hat.

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Foto © Stadtarchiv Lingen

Zeitgeschichte: Die Tapisserie von Clemenswerth

Eine Rolex, ein Tesla oder eine Yacht – das sind einige Status-Symbole unserer Zeit. Früher, zu Zeiten von Kurfürst Clemens August, waren Tapisserien ein Ausdruck von Reichtum. Geknüpfte Tapeten, sozusagen, die zur Ausschmückung von Räumen dienten. Auch auf Schloss Clemenswerth findet sich so eine Tapisserie, leider nicht mehr im Original. Alles zu der teuren Wandverzierung des Kurfürsten verrät euch Sonia Meck-Shoukry in unserem heutigen Zeitgeschichte-Beitrag.

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Foto © Oliver Fok Emslandmuseum Schloss Clemenswerth

Baumfällarbeiten auf Schloss Clemenswerth – 30 Bäume müssen weichen

Weil sie die Kaiserlinden von Schloss Clemenswerth im Wachstum stören, müssen etwa 30 Bäume entfernt werden. Wie der Landkreis Emsland mitteilt sollen die Bäume Ende Januar, Anfang Februar entfernt werden. Die bevorstehenden Arbeiten betreffen die Horstische Allee, sowie die Alleen nach Haselünne, Stavern, Werlte und Werpeloh. Weiterhin wurde festgestellt, dass eine alte Eiche an der Hauptallee aus Gründen der Verkehrssicherung beseitigt werden muss. Der alte abgängige Baumbestand von Schloss Clemenswerth wurde um die Jahrtausendwende ersetzt, um die Allen zu verjüngen. Insgesamt waren rund 400 Kaiserlinden vom Landkreis angeschafft worden. In regelmäßigen Abständen werden die Alleen kontrolliert und erforderliche Maßnahmen durchgeführt. Die aktuelle Gesamtmaßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege sowie unter Beteiligung der Niedersächsischen Landesforsten.

Stammbelegschaft bei Sögeler Schweineschlachthof auf 1500 gestiegen

Beim größten Schweineschlachthof Niedersachsens in Sögel arbeiten keine Werkvertragsmitarbeiter mehr. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Nach dem Verbot von Werkverträgen in der Fleischbranche seien die bisherigen Werkvertragsmitarbeiter direkt beim Unternehmen angestellt. Dabei seien die bestehenden Verträge der Betroffenen mit den Rechten und Pflichten des vorherigen Arbeitgebers übernommen worden. Diese Praxis sei nicht üblich in der Fleischbranche und daher sei das Vorgehen des Schlachthofes in Sögel vorbildlich, so ein Gewerkschaftsvertreter laut dem Bericht. Nach der Übernahme der Werkvertragsmitarbeiter sollen jetzt 1500 Festangestellte zur Stammbelegschaft des Unternehmens gehören.

Sögeler Karneval findet in diesem Jahr digital statt

Der Karneval in Sögel wird in diesem Jahr digital statt finden. Das teilt die Samtgemeinde mit. Kurze Videos sollen über alle zu Verfügung stehenden Medien nach einem festen Fahrplan in der Sögeler Karnevalswoche (29.01. – 06.02.2021) veröffentlicht werden. Die ersten Filme seien bereits abgedreht. Sie wurden vor einer sogenannten „Greenscreen-Wand“ gedreht, die es ermöglicht, sämtliche Hintergründe im Nachhinein einzufügen, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Angesichts der Pandemie musste auch die Kolpingkapelle Sögel die traditionell Anfang des Jahres stattfindenden vier Karnevalssitzungen im Clemenswerther Hof absagen. Man wolle aber das
Publikum nicht im Stich lassen, so der Präsident des Sögeler Karnevals Johannes Lake, und freue sich nun auf diese Weise doch noch ein anspruchsvolles Programm bieten zu können.

Küche in Sögel ausgebrannt – Haus unbewohnbar

Früh am Neujahrsmorgen musste die Feuerwehr zu einem Küchenbrand in Sögel ausrücken. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, brannte die Küche in voller Ausdehnung. Laut Sögeler Feuerwehr schlugen die Flammen bereits aus dem geplatzten Fenster heraus und drohten auf die gesamte Doppelhaushälfte überzugreifen. Mehrere Atemschutztrupps bekämpften die Flammen von innen und außen und konnten so das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Das Kücheninventar wurde teilweise nach draußen befördert und dort endgültig abgelöscht und der Rauch mit Hochdrucklüftern hinausbefördert. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurden weitere Glutnester lokalisiert und gelöscht. Das Haus ist nach Angaben der Feuerwehr unbewohnbar, da sich giftige Rauchpartikel im ganzen Haus abgelagert haben. Die Feuerwehren, die mit insgesamt 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort waren, konnten nach rund eineinhalb Stunden wieder abrücken. Die beiden Hausbewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, ihre Katze konnte von den Einsatzkräften gerettet werden.

Symbolbild © Lindwehr

Jahresrückblick 2020: Urteil im Mordfall Elke Sandker

25 Jahre ist es bereits her, dass Elke Sandker ihr Leben verlor. Im Sommer 1995 war die junge Frau in Sögel auf einem Volksfest. Auf dem Heimweg wurde sie ermordet. Erst im Sommer 2019 wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Im März wurde der Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Auf den Fall und das Urteil blickt Daniel Stuckenberg mit Wiebke Pollmann zurück.

Projekt zum Neubau eines Besucherzentrums am Schloss Clemenswerth gestoppt

Das Projekt „Besucherzentrum Schloss Clemenswerth“ wird vorerst eingestellt. Das hat der Landkreis Emsland mitgeteilt. Dem zugrunde liegt ein entsprechender Beschluss des Kreisausschusses. Trotz vielfältiger Versuche sei es nicht gelungen, eine namhafte Förderung für das Projekt einzuwerben, so der emsländische Landrat Marc-André Burgdorf. Vor diesem Hintergrund hätten die Kosten allein durch den Landkreis Emsland aufgebracht werden müssen. Diese Belastungen im Haushalt seien in Pandemiezeiten nicht darstellbar. Darum werde dieses Projekt nicht weiter vorangetrieben, so Burgdorf. Die Kosten für den Neubau eines Besucherzentrums für das Schloss Clemenswerth waren inklusive der Baukosten auf rund acht Millionen Euro geschätzt worden.

KSB Emsland und Marstall Clemenswerth arbeiten weiter zusammen

Der Kreissportbund (KSB) Emsland und die Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth & Jugendkloster Ahmsen haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Das teilt der KSB Emsland mit. Alle Beteiligten zeigten sich erfreut darüber, auch künftig die Synergieeffekte beider Einrichtungen nutzen zu können. So könne die Sportschule Emsland des KSB vor allem an den im Sport stark frequentierten Wochenenden und Ferienzeiten die Räumlichkeiten des Marstalls nutzen, erklärt KSB-Geschäftsführer Günter Klene. Im Endeffekt würden beide Parteien durch die Kooperation für eine gute Gesamtauslastung auf beiden Seiten sorgen, so KSB-Präsident Michael Koop.

Foto © KSB Emsland

Schlachthof in Sögel übernimmt rund 1.500 Werkvertragsarbeiter

Der Weidemark Schlachthof in Sögel übernimmt am 1. Januar 2021 rund 1.500 Werkvertragsarbeiter. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, habe der Mutterkonzern Tönnies den Beschäftigten in einem Schreiben mitgeteilt, dass die Werkvertragsarbeiter schrittweise übernommen werden sollen. Um Missstände bei den Arbeitsverhältnissen abzuschaffen, sollen Werkverträge in der Fleischindustrie ab Januar verboten sein. Der Konzern werde dann für einen Großteil der neuen Angestellten auch zum Vermieter. Viele der Werkvertragsarbeiter des Schlachthofes Sögel würden derzeit in Unterkünften wohnen, die von mehreren Subunternehmern angemietet oder gekauft wurden. Die Tönnies Immobilien Service Gesellschaft werde die bestehenden Mietverhältnisse zum Jahreswechsel übernehmen.