Die RWE investiert rund 100 Millionen Euro in ihr Gas- und Turbinenkraftwerk in Lingen. Wie der Energieversorger mitteilt, durchläuft Block D des Gaskraftwerks Emsland von April bis Juli seine bislang größte Revision. Dabei werden Komponenten überprüft und Bauteile überholt. Mehr als 500 Spezialisten werden alle Rohre, Kesselwände und große Bauteile auf Schäden überprüfen und bei Bedarf reparieren. Mit modernen Computern und Steuerungen wird zudem das Prozessleitsystem komplett erneuert. Nach Modifikation an den Gasturbinen und der Leittechnik ist der Block D „schwarzstartfähig“ – das heißt, bei einem Stromausfall könnte mithilfe von Notstromaggregaten das Netz aufgebaut werden und die Anlage wieder hochfahren. Der Block D trage seit 15 Jahren dazu bei, dass die Energieversorgung auch dann stabil bleibe, wenn Wind und Sonne nicht liefern, erklärt Ute Brimberg, Leiterin des Gaskraftwerks Emsland. Mit der Revision werde Block D gezielt für seine Rolle als flexible Anlage gestärkt. Während der Revision ist im Kraftwerksumfeld mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Unter anderem sind drei Schwerlasttransporte geplant, für die aber keine Straßensperrungen notwendig sind.
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