Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim fordert mehr Aufmerksamkeit für das Parkinson-Risiko bei Beschäftigten in Landwirtschaft, Gartenbau und verwandten Berufen. Hintergrund ist die mögliche Anerkennung der Erkrankung Parkinson als Berufskrankheit, wenn Betroffene über Jahre mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet haben. Nach Angaben der IG BAU kann dies etwa Landarbeiter, Beschäftigte in Gewächshäusern, im Gartenbau oder auch im Forst betreffen. Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass die Erkrankung unter bestimmten Voraussetzungen durch die gesetzliche Unfallversicherung anerkannt werden kann. Voraussetzung sei unter anderem eine längere Tätigkeit im Umgang mit entsprechenden Mitteln. Die IG BAU appelliert an niedergelassene Ärzte im Emsland und in der Grafschaft Bentheim, gezielt bei Parkinson-Patienten nach möglichen beruflichen Ursachen zu fragen. Auch Krankenkassen sollten Betroffene aktiv informieren.
Foto (c) IG BAU | Tobias Seifert
