Die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen für das südliche Emsland, Filiz Polat, hat heute Morgen die Mahnwache vor der Brennelementefabrik in Lingen besucht. Polat äußerte sich besorgt über die geplante Uranlieferung aus Russland. „Die Berichte über einen bevorstehenden Urantransport aus Russland nach Lingen werfen ernsthafte Sicherheitsfragen auf“, so Polat. Der Einstieg des russischen Staatskonzerns Rosatom in die Brennelementefabrik könnte die innere und äußere Sicherheit gefährden. Angesichts des jüngsten Spionageverdachts an US-Stützpunkten in Bayern und der hybriden Angriffe Russlands auf westliche Demokratien sei die Beteiligung Russlands an atomwirtschaftlichen Prozessen in Deutschland für die Grünen inakzeptabel und ein unnötiges Sicherheitsrisiko. Besonders beunruhigend sei, dass Anlagen zur Brennstäbefertigung in einem ehemaligen Möbelhaus zu Testzwecken aufgebaut wurden. Die Bundesregierung müsse sicherstellen, dass keine Sicherheitsgefährdungen für das Land und die Bürgerinnen und Bürger entstehen, so Polat weiter.