Die Ems Dollart Region (EDR) zeigt sich besorgt über die Auswirkungen der deutschen Grenzkontrollen auf Einwohnerinnen und Einwohner, Beschäftigte, Unternehmen und Besucher der nördlichen Grenzregion. In einer Pressemitteilung richtet der grenzübergreifende Zusammenschluss niederländischer und deutscher Behörden und Organisationen daher einen Appell an die beiden Regierung. Neben Verzögerungen und Staus an den Grenzübergängen seien regionale Straßen und Grenzorte vom Ausweichverkehr betroffen. Grenzregionen seien zudem in besonderem Maße auf den freien Verkehr angewiesen, da die niederländischen und deutschen Arbeitsmärkte eng miteinander verflochten seien. Die Ems Dollart Region fordert Deutschland und die Niederlande daher auf, die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit lang andauernder Binnengrenzkontrollen weiterhin kritisch zu prüfen. Zudem sollten die Auswirkungen auf die Grenzregion systematisch erfasst werden, gemeinsam Maßnahmen gegen Staus und Ausweichverkehr an den Grenzübergängen ergriffen und die Interessen von Grenzpendlern, Unternehmen sowie Einwohnerinnen und Einwohnern bei künftigen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden. Die EDR fordert die Regierungen auch dazu auf, darauf hinzuwirken, dass an den Binnengrenzen des Schengen-Raums schnellstmöglich wieder eine freie Durchfahrt möglich ist.


