Das Niedersächsische Verkehrsministerium hat einen Förderantrag zur Reaktivierung der Bahnstrecke von Neuenhaus nach Coevorden beim Bund eingereicht. Das geht aus einer Pressemitteilung des Ministeriums von heute hervor. Verkehrsminister Olaf Lies bezeichnet die Verlängerung der Strecke als Leuchtturmprojekt auch für das landesweite Programm zur Reaktivierung von Bahnstrecken. Der Vorstand der Bentheimer Eisenbahn AG, Joachim Berends, erwartet, dass bis Ende 2026 der Abschnitt Neuenhaus-Coevorden in Betrieb genommen werden kann. Auch der Grafschafter CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers bewertet die Einreichung des Förderantrags in seiner Pressemitteilung als entscheidenden Schritt. Die Reaktivierung der Bahnstrecke stärke Hilbers zufolge die Infrastruktur und steigere die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region. Der Landtagsabgeordnete hofft, dass das Bundesministerium schnell und positiv über den Antrag entscheidet. Nach Angaben des Verkehrsministeriums steht für dieses Reaktivierungsvorhaben ein Investitionsbedarf von rund 54 Millionen Euro im Raum. Davon entfallen 20 Millionen Euro auf den niederländischen und 34 Millionen Euro auf den deutschen Streckenteil. Von dem Geld sollen vor allem Baumaßnahmen an Gleisen und Bahnübergängen, Brücken und Stationen sowie Leit- und Sicherungstechnik finanziert werden. Die Verlängerung der Bahnstrecke Neuenhaus-Coevorden hat bereits 2019 mit der Wiederinbetriebnahme der Strecke zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus begonnen. Im vergangenen Jahr haben dann Vertreterinnen und Vertreter in den Niederlanden und Deutschland eine Absichtserklärung unterzeichnet. In diesem Sommer hat dann der Parlamentarische Lenkungskreis des neuen Reaktivierungsprogramms des Landes Niedersachsen grünes Licht für das Vorhaben gegeben.
Symbolbild: © Bentheimer Eisenbahn AG
