Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), in dem auch emsländische Bürgerinitiativen organisiert sind, kritisiert die erteilte Genehmigung zur Produktion von Brennstäben nach russischer Bauart für osteuropäische Atomkraftwerke in Lingen. Das geht aus einer Mitteilung des BBU hervor. Der BBU fordere den Stopp der Kooperation mit Rosatom und setze sich für die Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen ein. BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz kritisiere, dass es für die bundesweit letzte Brennelementfabrik trotz beschlossenem Atomausstieg keine Laufzeitbegrenzung gebe. Zudem weise Buchholz darauf hin, dass die Anlage nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert sei, obwohl sie nur Flugsekunden vom Bombenabwurfgelände Nordhorn-Range stehe. Weiterhin sei der Betrieb der Brennelementefabrik in Lingen mit zahlreichen, gefährlichen Atomtransporten verbunden. Außerdem erinnere der BBU daran, dass es laut Stand Ende 2024 bisher rund 150 Störfälle, darunter einen Brand, gegeben hat.
Genehmigung für Herstellung russischer Brennelemente in Lingen: BUND Niedersachsen prüft rechtliche Schritte
Nachdem das niedersächsische Umweltministerium (NMU) den Einstieg des russischen Staatskonzerns Rosatom in die Brennelementefabrik in Lingen heute gebilligt hat, prüft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Niedersachsen rechtliche Schritte gegen die unter hohen Auflagen erfolgte Genehmigung. Das hat der BUND Niedersachsen mitgeteilt. Die Mitwirkung des russischen Staatskonzerns in Lingen stelle ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und müsse gestoppt werden, so Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen. Gerstner spreche sich für den konsequenten Ausbau Erneuerbarer Energien aus. Die Atomkraft würde Abhängigkeiten weiter zementieren. Der BUND fordert seit Jahren den Atomausstieg und damit einhergehend die Schließung der Brennelementefabrik in Lingen.
Öffentliche Sitzung der Wahlausschüsse in Spelle, Schapen und Lünne
Heute Abend finden die öffentlichen Sitzungen der Wahlausschüsse der Samtgemeinde sowie der Mitgliedsgemeinden Spelle (18:30 Uhr), Schapen (19 Uhr) und Lünne (19:30 Uhr) im Sitzungssaal des Rathauses statt. Das hat die Samtgemeinde Spelle mitgeteilt. Die Mitglieder des Wahlausschusses entscheiden über die Zulässigkeit der vorliegenden Wahlvorschläge für die Kommunalwahlen am 13. September 2026. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen teilzunehmen.
Nachbarin verständigt Polizei: Zwei Männer nach Wohnungseinbruch in Meppen festgenommen
Bei einem Wohnungseinbruch in Meppen vergangenen Sonntag hat die Polizei dank eines Hinweises einer Nachbarin zwei Täter festgenommen. Das hat die Polizei mitgeteilt. Zwei Männer im Alter von 31 und 41 Jahren verschafften sich zwischen 16:20 Uhr und 16:50 Uhr Zutritt zu einem Einfamilienhaus. Sie durchsuchten mehrere Räume nach Wertgegenständen ab und nahmen unter anderem Goldschmuck mit. Eine aufmerksame Nachbarin beobachtete den Einbruch und verständigte die Polizei. Als die ersten Polizisten eintrafen, flüchteten die Täter in Richtung eines angrenzenden Feldes. Beide Täter wurden kurz darauf festgenommen. Die beiden Männer befinden sich nun in Untersuchungshaft.
Land Niedersachsen fördert mit rund 22,2 Millionen Euro Hafen-Infrastruktur in Papenburg
Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen unterstützt die Stadt Papenburg mit einer Förderung von rund 22,2 Millionen Euro für den Neubau des Binnenhaupts der Seeschleuse sowie die Erweiterung des Fluid Mud-Systems im Hafen Papenburg. Das hat das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen mitgeteilt. Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier hat den Förderbescheid heute an Bürgermeisterin Vanessa Gattung übergeben. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit 45 Prozent an den Gesamtkosten der beiden Maßnahmen, die verbleibenden rund 27 Millionen Euro tragen die Stadt Papenburg und der Landkreis Emsland jeweils zur Hälfte.
Polizei hält zwei unzulässige Schwertransporte in Wietmarschen an
In Wietmarschen haben Polizisten zwei unzulässige Schwertransporte angehalten. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein Schwertransport eines Fuhrunternehmens aus dem Raum Nordhorn vergangenen Samstag eine Brech- und Siebanlage geladen. Der Schwertransport brachte statt der zulässigen 40 Tonnen Maximalgewicht, rund 52 Tonnen auf die Waage. Eine Ausnahmegenehmigung lag nicht vor. Der Transport wurde nach einer polizeilichen Kontrolle abgebrochen. Nachdem der Fuhrunternehmer die Brech- und Siebanlage in Wietmarschen abgeladen hatte, sollte ein anderes Fuhrunternehmen aus dem Raum Hannover die Anlage vergangenen Dienstag abtransportieren. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass auch für diesen Transport keine erforderliche Genehmigung vorlag. Das gesamte Gespann wog rund 52 Tonnen. Gegen beide Fuhrunternehmen wurden entsprechende Verfahren eingeleitet. Zudem soll geprüft werden, ob durch die Transporte ein wirtschaftlicher Vorteil erlangt wurde.
Verleihung der Goldenen Biene an Präsidentin des NLF Weser-Ems Ina Janhsen
Im Rahmen des Deutschen LandFrauentages ist die ehemalige Präsidentin des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Weser-Ems (NLF Weser-Ems) Ina Janhsen mit der Goldenen Biene ausgezeichnet worden. Wie aus einer Mitteilung des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Weser-Ems hervorgeht, ist das die höchste Auszeichnung des Deutschen LandFrauenverbandes. Mit der “Goldenen Biene” wird das außerordentliche Engagement der Präsidentinnen, Vorsitzenden und Geschäftsführerinnen der dlv-Mitgliedsverbände geehrt. Ina Janhsen hatte acht Jahre lang den Vorsitz im Präsidium des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Weser-Ems inne. Mit der “Goldenen Biene” wurde besonders ihr Engagement für die medizinische Versorgung in der Region gewürdigt.
Foto © Reiner Freese
Unbekannter betritt Freilichtbühne in Meppen und manipuliert Showtechnik
In Meppen hat ein Unbekannter vergangenen Donnerstag unbefugt das Gelände der Freilichtbühne betreten. Wie die Polizei mitteilt, begab sich der Unbekannte unter anderem auf die Bühne und manipulierte die verbaute Showtechnik. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen sollten sich bei der Polizei melden.
Herstellung russischer Brennelemente in Lingen unter hohen Auflagen genehmigt
Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat im Auftrag des Bundes heute den Antrag auf Erweiterung der Brennelementefabrik in Lingen für die Herstellung von Brennelementen russischen Typs unter hohen Auflagen genehmigt. Nach Angaben des Ministeriums hatte das Unternehmen Advanced Nuclear Fuels (ANF) beantragt, hexagonale Brennelemente in Lizenzfertigung mit dem russischen Atomkonzern TVEL/Rosatom produzieren zu dürfen. Diese sollen für den osteuropäischen Markt hergestellt werden. Vorher hatte der Bund sich in einem bundesaufsichtlichen Schreiben an das Land gerichtet. Darin hatte er klargestellt, das es nach aktuellen Einschätzungen der Sicherheitsbehörden des Bundes zur Risikolage in Bezug auf Sabotage oder Spionage keine Möglichkeit gibt, eine Genehmigung rechtlich zu versagen. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer betont in diesem Zusammenhang, dass er Geschäfte und eine enge Kooperation mit Putins Atomkonzern für grundfalsch halte. Die sicherheitspolitische Bewertung der aktuellen Bundesregierung könne er nicht nachvollziehen. Im Rahmen der atomrechtlichen Bundesaufsicht hätte das Umweltministerium jedoch keine rechtliche Möglichkeit, den Antrag abzulehnen oder zu befristen. Das Ministerium handle in dem Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz in Bundesauftragsverwaltung für das Bundesumweltministerium und ist in diesem Verfahren weisungsgebunden. Zu den Auflagen gehören ein grundsätzliches Betretungsverbot für Angehörige des russischen Konzerns TVEL oder von Rosatom sowie von ihnen beauftragte Personen. Ein Betreten ist nur in eng begrenzten Fällen unter Begleitung der Aufsichtsbehörde möglich.
Kontaktabbruch durch die Kinder: Neue Selbsthilfegruppe für Eltern in der Grafschaft Bentheim
In der Grafschaft Bentheim gibt es eine neue Selbsthilfegruppe für Mütter und Väter, deren Kinder den Kontakt abgebrochen haben oder keinen Kontakt mehr wünschen. Wie die Kreisverwaltung schreibt, sei diese Situation für Betroffene häufig mit großer Trauer, Verunsicherung und vielen offenen Fragen verbunden. Im Mittelpunkt der Treffen stehen demnach der Austausch auf Augenhöhe und das gegenseitige Verständnis. Die Gruppe soll einen geschützten Rahmen bieten, in dem betroffene Eltern mit ihren Sorgen und Erfahrungen nicht allein bleiben. Themen wie Selbstfürsorge, Resilienz und der Erhalt des eigenen Selbstwertgefühls können dabei ebenso eine Rolle spielen wie der Umgang mit Trauer, Enttäuschung und familiären Konflikten. Das erste Treffen findet am 5. August um 19 Uhr in Nordhorn statt. Anschließend trifft sich die Selbsthilfegruppe jeweils am ersten Mittwoch im Monat. Der genaue Veranstaltungsort wird den Teilnehmenden nach der Anmeldung mitgeteilt.
Ansprechpartnerin ist Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim. Interessierte können sich per E-Mail an annegret.hoelscher@grafschaft.de anmelden. Sie beantwortet Fragen zu dieser und weiteren Selbsthilfegruppen telefonisch unter 05921 961867.
Wirtschaftliche Situation der HSG Nordhorn-Lingen: Zweitliga-Absteiger aus Krefeld hat Anwalt eingeschaltet
Nachdem der Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen Ende der vergangenen Woche in einem Statement eine “wirtschaftlich herausfordernde Situation” bestätigt hat, hat die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL) nach Informationen des Portals “Handball World” heute nun einen Termin mit dem Verein. Auch die HSG Krefeld Niederrhein hat sich in einem Statement zu den Entwicklungen geäußert. Die Krefelder sind nach Ende der vergangenen Saison aus der 2. Handball-Bundesliga abgestiegen. Der Klub hoffe, dass sich die im Raum stehenden Vorwürfe einer möglichen Täuschung im Lizenzierungsverfahren nicht bestätigen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Lizenz der HSG Nordhorn-Lingen auf Grundlage unzutreffender oder unvollständiger wirtschaftlicher Angaben erteilt worden ist, hätte dies aus Sicht der Krefelder erhebliche Auswirkungen auf die sportliche Wertung der vergangenen Saison. Hätte Nordhorn-Lingen die Lizenz nicht erhalten, wäre die HSG Krefeld Niederrhein in der Saison 2025/26 nicht aus der 2. Handball-Bundesliga abgestiegen, so der Klub aus Nordrhein-Westfalen. Gleiches gelte demnach für den Fall einer Insolvenz der HSG Nordhorn-Lingen bis zum 30. Juni 2026. Der Klub habe anwaltliche Beratung in Anspruch genommen und hoffe, dass die zuständigen Gremien die erforderlichen Konsequenzen ziehen, sollten Verstöße gegen geltende Vorgaben festgestellt werden.
Wochenserie: Der Kinderschutzbund Grafschaft Bentheim – Der Begleitete Umgang
Zeitgeschichte: Die Hundesteuer in Lingen
Spendenaufruf erfolgreich: Anton und Bastian aus Lohne bekommen einen Aufzug
Umwelttipp: Warum Eichhörnchen unter Hitze leiden und wie wir ihnen helfen können
Neuenhauser Feuerwehr muss unter Wasser stehenden Probenraum auspumpen
Einsatzkräfte bei Polizeieinsatz in Lingener Innenstadt angegriffen – Polizei richtet Ermittlungsgruppe ein
Einbruch in Geschäft in Haselünne – Polizei bittet um Zeugenhinweise
Unkrautarbeiten mit Gasbrenner führen in Herzlake zu Heckenbrand
In Herzlake ist gestern Nachmittag bei Unkrautarbeiten mit einem Gasbrenner eine Hecke in Brand geraten. Verletzt wurde dabei niemand. Nach Angaben der Polizei hatte ein Anwohner gegen 17:20 Uhr mit einem Gasbrenner Unkraut auf seiner Hofeinfahrt im Fliederweg entfernt. Dabei geriet eine Hecke auf dem Nachbargrundstück in Brand. Die Flammen breiteten sich von dort auf die Garage des Nachbarn und das Carport des Verursachers aus. Feuerwehrkräfte aus Herzlake und Holte löschten den Brand. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei der Unkrautentfernung mit dem Gasbrenner besondere Vorsicht geboten ist. Durch die offene Flamme können insbesondere bei trockener Witterung Hecken, Sträucher und andere leicht entzündliche Materialien schnell in Brand geraten.
Traktor mit Ballenpresse auf Feld in Walchum in Brand geraten
Bei dem Brand eines Traktors mit Ballenpresse ist in Walchum gestern Nachmittag ein Sachschaden von etwa 350.000 Euro entstanden. Der Fahrer blieb dabei unverletzt. Wie die Polizei mitteilt, brach das Feuer gegen 17:30 Uhr bei landwirtschaftlichen Arbeiten auf einem Feld an der Weststraße aus. Der 39-jährige Fahrer des Traktorgespanns bemerkte die Brandentwicklung im Bereich der Ballenpresse und versuchte zunächst, das Feuer selbst zu löschen. Als das scheiterte, rief er die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die Flammen bereits auf Teile des Stoppelfeldes übergegriffen. Das Feuer erfasste nach Angaben der Feuerwehr eine Fläche von rund einem Hektar. Rund 50 Einsatzkräfte aus Dersum und Sustrum löschten den Brand und konnten ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes Feld verhindern. Das Traktorgespann wurde für die weiteren Untersuchungen beschlagnahmt.
Kinder stehlen E-Scooter in Geeste
Vier Kinder haben in Geeste einen mit einem Schloss gesicherten E-Scooter gestohlen und dabei ein Fahrrad beschädigt. Laut einer Polizeimitteilung kam es gestern Abend gegen 19:16 Uhr im Bereich der Bahnhofstraße zu der Tat. Zwei Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren konnten wenig später in der Nähe mit dem gestohlenen E-Scooter angetroffen werden. Nach Angaben von Zeugen sollen zwei weitere Kinder an der Tat beteiligt gewesen sein. Die Polizei bittet um weitere Hinweise zur Tat und den Beteiligten.
Drei Hektar Gerstenfeld bei Brand in Twist beschädigt
In Twist ist gestern Nachmittag eine Ackerfläche im Bereich der Bauernsiedlung in Brand geraten. Verletzt wurde dabei niemand. Wie die Polizei mitteilt, breiteten sich die Flammen auf rund drei Hektar des Gerstenfeldes aus. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.
Hoher Sachschaden: Futtermischwagen in Papenburg in Brand geraten
In Papenburg ist gestern gegen 17 Uhr ein Futtermischwagen eines landwirtschaftlichen Betriebs an der Neuherbrumer Straße in Brand geraten. Durch das Feuer entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von etwa 250.000 Euro. Die Feuerwehr Aschendorf war mit 25 Personen im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Der Futtermischwagen wurde durch den Brand vollständig zerstört. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Das Fahrzeug wurde für weitere Untersuchungen beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.