Protest des BBU gegen “Rosatom-Genehmigung”

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), in dem auch emsländische Bürgerinitiativen organisiert sind, kritisiert die erteilte Genehmigung zur Produktion von Brennstäben nach russischer Bauart für osteuropäische Atomkraftwerke in Lingen. Das geht aus einer Mitteilung des BBU hervor. Der BBU fordere den  Stopp der Kooperation mit Rosatom und setze sich für die Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen ein. BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz kritisiere, dass es für die bundesweit letzte Brennelementfabrik trotz beschlossenem Atomausstieg keine Laufzeitbegrenzung gebe. Zudem weise Buchholz darauf hin, dass die Anlage nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert sei, obwohl sie nur Flugsekunden vom Bombenabwurfgelände Nordhorn-Range stehe. Weiterhin sei der Betrieb der Brennelementefabrik in Lingen mit zahlreichen, gefährlichen Atomtransporten verbunden. Außerdem erinnere der BBU daran, dass es laut Stand Ende 2024 bisher rund 150 Störfälle, darunter einen Brand, gegeben hat.

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