Wegen der finanziellen Probleme und des Verdachts möglicherweise falscher Angaben des Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn Lingen, hat die HSG Krefeld Niederrhein nun Strafanzeige gestellt. Das geht aus einer Mitteilung des Handballclubs hervor. Die HSG unterhalte einen Kader, “der nicht annähernd ihren wirtschaftlichen Verhältnissen” entspreche, so ein Vorwurf. Laut der Krefelder bestünden Zweifel daran, dass die Niedersachsen seit der Saison 2024/2025 über die notwendige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verfügen, die notwendig für die Erlangung der Lizenz gewesen wäre. Die Lizenz für die Spielzeiten 2024/2025, 2025/2026 und 2026/2027 hätte der Club aus Sicht der Krefelder jeweils nur auf Grundlage unrealistischer und unzutreffender Planungsangaben erhalten. Bereits in der Saison 2024/2025 habe die HSG die Umsatzziele um etwa 500.000 Euro verfehlt. Die Liquidität hätte nur dadurch gesichert werden können, dass Erlöse aus der Folgesaison in das laufende Spieljahr vorgezogen wurden, so heißt es in der Mitteilung. Hintergrund sei, dass die Handball-Bundesliga (HBL) der HSG Nordhorn-Lingen im Frühjahr ohne Auflagen die Lizenz für die Saison 2026/2027 erteilt hatte. Die Krefelder seien aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Sie hätten als erster Nachrücker jedoch profitiert, wenn der HSG die Lizenz verweigert worden wäre.