Der Mai 1945 markiert nicht nur das Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern auch den Beginn einer Phase, in der vielerorts neue, oft provisorische Ordnungen entstanden sind. Eine dieser Entwicklungen hat sich im Emsland abgespielt – in Haren. Innerhalb weniger Tage veränderte sich dort das Leben grundlegend: Die bisherigen Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, während polnische Soldaten und Zivilisten in ihre Häuser eingezogen sind. Aus Haren wurde Maczków. Für rund drei Jahre ist hier eine eigenständige polnische Stadt mit Verwaltung, Schulen und kulturellem Leben entstanden – eine besondere, heute wenig bekannte Episode der Nachkriegsgeschichte. Am vergangenen Wochenende ist in der Stadt Haren zur Erinnerung an diese Zeit eine Informationstafel an einem neuen Erinnerungsort eröffnet worden. Heiko Alfers berichtet:
