Der Landestierschutzverband Niedersachsen fordert Aufklärung zu Wolfstötungen in Werlte. Das geht aus einer Mitteilung des Landestierschutzverbandes hervor. Bereits am 6. August 2026 hätte das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) ein sogenanntes Interventionsgebiet in Werlte ausgewiesen. Dieses Gebiet umfasse einen Radius von 20 km innerhalb eines Wolfsterritoriums. Ziel eines solchen Interventionsgebietes sei laut Ministerium “der Schutz der Weidetiere”. Der Landestierschutzverband kritisiere dieses Vorgehen scharf. Sämtliche Informationen würden vom Ministerium geheim gehalten werden, außerdem sei die Begründung fachlich nicht haltbar. Der Öffentlichkeit würden weder Informationen zum Zeitraum noch zum Hergang der Geschehnisse in Werlte zur Verfügung stehen. Laut offiziellen Monitoringdaten gibt es in Werlte keine Wölfe. In den letzten Jahren war der Status des Territoriums “nicht bestätigt” oder unklar. Der Landestierschutzverband als größte Tierschutzorganisation und Interessenvertretung in Niedersachsen fordert daher Aufklärung zu den Geschehnissen in Werlte.

