Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück–Emsland–Grafschaft Bentheim warnt vor möglichen Verschärfungen bei der Erbschaftsteuer. Diese dürften die Unternehmensnachfolge im Mittelstand nicht gefährden, heißt es in einer Mitteilung der IHK. Kammerpräsident Uwe Goebel betonte, Betriebsvermögen sei häufig in Maschinen, Gebäuden oder Lizenzen gebunden und nicht kurzfristig verfügbar. Eine stärkere steuerliche Belastung könne daher Unternehmensübergaben erschweren und im Extremfall Arbeitsplätze und Wertschöpfung gefährden. Hintergrund ist ein erwartetes Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das Auswirkungen auf die künftige Ausgestaltung der Erbschaftsteuer haben könnte. Die IHK verweist auf ein Positionspapier der Deutschen Industrie- und Handelskammer, das sich unter anderem für den Erhalt der Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen, weniger Bürokratie und praxistauglichere Regelungen bei Unternehmensnachfolgen ausspricht.