Willkommen im astronomischen Herbst

Um genau 9:30 Uhr deutscher Zeit schaut die Sonne noch einmal kurz Richtung Norden, sagt leise “Tschüss” und wandert gen Süden. Von da an sind die Tage kürzer als die Nächte und wir haben nicht nur meteorologisch, sondern auch astronomisch Herbst. In der Natur geht es in den nächsten 8 Wochen rasant zur Sache und auch beim Wetter ist einiges los. 

Der Blick auf Europa zeigt, dass der Herbst nun ankommt, und zwar in Form einer Kaltfront, die über uns liegt. Auch in den nächsten Tagen werden immer wieder Fronten durchziehen, die uns Regen bringen und den brauchen wir ja dringend. Allgemein werden die nächsten Tage sehr wechselhaft und teils ungemütlich. Lichtblicke gibt es auch zwar auch, aber die Wolken haben die Oberhand.

So bekommen wir die Woche über immer wieder viele Wolken zu sehen und die haben Regen im Gepäck. Das ist zwar nicht der große Wurf, aber immerhin immer mal wieder etwas. Dazwischen kommt die Sonne raus. Die Temperaturen kämpfen sich auf den warmen Vorderseiten der Tiefs auf knapp 20 °C hoch, auf den Rückseiten wird es mit 16 bis 18 °C schon kühler. Die Nächte werden dank Atlantikluft auch nicht mehr ganz so kalt und liegen meist bei um die 10 °C.

Der September geht also sehr wechselhaft seinem Ende entgegen, doch wo möchte der Oktober hin?

(Quelle: www.wetterzentrale.de)

Dazu schauen wir uns die Berechnung der gemittelten Großwetterlage des amerikanischen Wettermodelles für den 01. Oktober an.

Zu sehen ist zum einen die Kaltluft über Skandinavien mit einem Tiefdruck-Trio und zum anderen die spätsommerliche Wärme im Süden und Deutschland, wir liegen also genau dazwischen.
Damit stehen uns für die erste Oktoberdekade alle Optionen zur Verfügung.
Von polaren Kaltlufteinbrüchen mit Schnee (bis 1000 Meter) bis hin zum goldenen Oktober mit Topwerten von über 20 °C und Sonne ist alles dabei.
Es ist also noch völlig offen wo der Oktober in Sachen Wetter mit uns hin möchte. Eines ist aber sicher, die Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd bedienen das Potenzial für den ein oder anderen Herbststurm.

Das nächste Hoch steht bereit

Aktuelle Großwetterlage:

Zwischen Hoch “HANNEKE” bei Irland und Tief “IGNAZ” über Skandinavien strömt polare und feuchte Luftmasse zu uns. Bis Donnerstag bleibt es noch vergleichsweise kalt und nass.

Ab Freitag übernimmt ein Keil des Azorenhochs das Wettergeschehen. Die Temperaturen steigen wieder an, dabei kommt auch die Sonne immer mehr zum Zuge und am Wochenende wird auch die 20 Grad-Marke wieder überschritten.
Der “Altweibersommer” wagt einen zweiten Anlauf.
Was für eine Temperatur-Achterbahn…

Ex- Hurrikan bringt uns den “Altweibersommer”

Herbstgefühle haben uns die ganze Woche begleitet. Genau so, wie die schrecklichen Bilder von den Bahamas und der US-Ostküste, wo Hurrikan “Dorian” wütete. Selbst in Kanada gab es große Schäden und dort war Dorian schon zu einem außertropischen Tiefdruckgebiet geschrumpft.
Wenn so ein Hurrikan zu weit in den Norden zieht passiert es ab und zu, dass er in die Westwindzone rutscht und somit auf den Nordatlantik zieht. Genau das passiert nun und es bringt uns den “Altweibersommer”. Woher stammt dieser Begriff?

Der Name leitet sich von Spinnfäden ab, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Der Flugfaden, den die Spinnen produzieren und auf dem sie durch die Luft schweben, erinnert die Menschen an das graue Haar älterer Damen. Mit „Weiben“ wurde im Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.

Eigentlich ist es ja so: “Wenn sich in der zweiten Septemberhälfte ein stabiles Hochdruckgebiet über Europa etablieren kann, spricht man vom sogenannten “Altweibersommer”. Nun hilft Dorian dem Azorenhoch ein wenig auf die Sprünge und das tut es nicht alleine, denn Ex-Tropensturm Gabrielle rückt nach. 
Beide ziehen in Richtung Skandinavien und schwächen sich dabei immer weiter ab, bis sie als normale Tiefdruckgebiete im kalten Wasser all ihre Kraft verlieren. Zuvor schaufeln beide milde Luftmasse nach Mitteleuropa und stützen das Azorenhoch. Es wird milder und sonniger.

In der zweiten Wochenhälfte steigen die Temperaturen über Tag langsam an und erreichen bis Freitag Werte um 23°C. Die Niederschläge werden, bis auf einzelne Schauer, insgesamt weniger, sodass die Sonne immer mehr Einfluss gewinnen wird. Auch die Nächte werden etwas milder. Verbreitet bleibt sie ab Donnerstag über der 10-Grad-Marke. Am Wochenende gibt es dann einen kleinen “Knick” nach unten was die Temperaturen betrifft, aber glaubt man den aktuellen Berechnungen der Vorhersagemodelle, so würde es in der kommenden Woche wieder deutlich milder werden mit Werten bis 25°C.

Deutlich kühler und teils nasser: Der 16-Tage-Trend

Modelloutputs auf Herbstkurs:

Schauen wir uns diese Grafik an, so erkennen wir eine deutlich negative Abweichung vom klimatischen Mittel in 1500 Meter Höhe. Auch die Ausschläge nach unten, die die Niederschläge darstellen, gehen zum Teil nach oben.
Welche Wetterlagen stecken dahinter und sind sich die Modelle da einig?

Die nächste Zeit wird für Frostbeulen schwer. Der Übergang von Sommer auf Herbst ist genauso brachial, wie der Übergang vom Winter auf den Sommer war – “schnipp” Herbst.
Die Zäsur eines Sommers in der Form und Geschwindigkeit hat schon was und ist nach der Hitze der letzten Zeit gefühlt ungewohnt.

amerikanischer GFS OUTPUT

Das amerikanische Modell berechnet eine nass-kalte Wetterlage aus Nordwest. Zwischen dem Azorenhoch und dem Skandinavientief strömt kühle Meeresluft nach Mitteleuropa und bringt wechselhaftes Schauerwetter. Mit Durchzug der Fronten ist auch mal Landregen mit dabei. Abseits davon gibt es phasenweise auch immer wieder sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte liegen je nach Wetterlage zwischen 10 und 20°C am Tag und 5 bis 12°C in der Nacht.

europäischer ECMWF OUTPUT

Das europäische Modell sieht es ähnlich – bis auf den kleinen aber feinen Unterschied, dass der Hochdruckeinfluss etwas größer ist. Neben den Schauern lässt das zumindest darauf schließen, dass die Sonne eine größere Chance hat. Von den Temperaturen her sieht das Ganze ähnlich kühl aus.

Fassen wir das Ganze in einfachen Worten zusammen:
Es wird Herbst und grundsätzlich muss man ja eines dafür halten – die Natur schreit nach der Trockenheit “Hurra” und der ein oder andere kann nun herbstlich dekorieren.

Euer Chris
Ems Vechte Welle Wetterexperte

Herzlich Willkommen im Herbst

Nun weht ein völlig anderer Wind.

Ich grüße euch zum Start in die neue Woche und natürlich auch zum Start in den meteorologischen Herbst. Der Sommer wurde mit den Gewittern am Samstagabend regelrecht weggefegt und nun steht uns eine völlig andere Wetterlage bevor. 

Großwetterlage Europa:

Hinter der Kaltfront “EGBERT” platziert sich von Westen ein Hochdruckkeil, der uns ruhiges, aber auch kühles Wetter bringt.

Das Wetter am Montag -

ruhig, aber kühl.

Nach Auflösung lokalen Frühnebels oder Dunst wird der Himmel von wechselnder Bewölkung bestimmt.

Im Tagesverlauf sind neben einzelnen Schauern auch Auflockerungen dabei und allgemein ist es recht freundlich.
Der Wind weht spürbar aus Westen und hält die Luft mit 20 bis 21°C recht kühl.

In der Nacht klart es überwiegend auf und es wird mit Tiefstwerte von 8°C recht frisch.

Ja, da darf schon wieder eine dünne Jacke mit dabei sein. Morgen schauen wir uns dann zusammen den Trend für die nächsten 16-Tage an.
Kommt gut in die neue Woche.

Euer Chris
(Ems Vechte Welle -Wetterredaktion)

Die Hitze bestimmt auch diese Woche

Die Temperaturen sind wieder auf dem Weg nach oben und bescheren uns sehr heißes Spätsommerwetter.
Zu verdanken haben wir das Hoch Corina.
Im Laufe der Woche mischen sich aus Westen dabei immer wieder Tiefs ein.
Die Luft wird schwüler und das Gewitterrisiko steigt.
Bei Temperaturen von bis zu 34 Grad, kann es da lokal gut zur Sache gehen.
Es wird aber nicht jeden treffen.
Durch den schwachen Wind kommen Schauer und Gewitter kaum voran.

Trinkt viel, und lasst es ruhig angehen

Euer Chris

Programm