Ex- Hurrikan bringt uns den “Altweibersommer”

Herbstgefühle haben uns die ganze Woche begleitet. Genau so, wie die schrecklichen Bilder von den Bahamas und der US-Ostküste, wo Hurrikan “Dorian” wütete. Selbst in Kanada gab es große Schäden und dort war Dorian schon zu einem außertropischen Tiefdruckgebiet geschrumpft.
Wenn so ein Hurrikan zu weit in den Norden zieht passiert es ab und zu, dass er in die Westwindzone rutscht und somit auf den Nordatlantik zieht. Genau das passiert nun und es bringt uns den “Altweibersommer”. Woher stammt dieser Begriff?

Der Name leitet sich von Spinnfäden ab, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Der Flugfaden, den die Spinnen produzieren und auf dem sie durch die Luft schweben, erinnert die Menschen an das graue Haar älterer Damen. Mit „Weiben“ wurde im Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.

Eigentlich ist es ja so: “Wenn sich in der zweiten Septemberhälfte ein stabiles Hochdruckgebiet über Europa etablieren kann, spricht man vom sogenannten “Altweibersommer”. Nun hilft Dorian dem Azorenhoch ein wenig auf die Sprünge und das tut es nicht alleine, denn Ex-Tropensturm Gabrielle rückt nach. 
Beide ziehen in Richtung Skandinavien und schwächen sich dabei immer weiter ab, bis sie als normale Tiefdruckgebiete im kalten Wasser all ihre Kraft verlieren. Zuvor schaufeln beide milde Luftmasse nach Mitteleuropa und stützen das Azorenhoch. Es wird milder und sonniger.

In der zweiten Wochenhälfte steigen die Temperaturen über Tag langsam an und erreichen bis Freitag Werte um 23°C. Die Niederschläge werden, bis auf einzelne Schauer, insgesamt weniger, sodass die Sonne immer mehr Einfluss gewinnen wird. Auch die Nächte werden etwas milder. Verbreitet bleibt sie ab Donnerstag über der 10-Grad-Marke. Am Wochenende gibt es dann einen kleinen “Knick” nach unten was die Temperaturen betrifft, aber glaubt man den aktuellen Berechnungen der Vorhersagemodelle, so würde es in der kommenden Woche wieder deutlich milder werden mit Werten bis 25°C.

Deutlich kühler und teils nasser: Der 16-Tage-Trend

Modelloutputs auf Herbstkurs:

Schauen wir uns diese Grafik an, so erkennen wir eine deutlich negative Abweichung vom klimatischen Mittel in 1500 Meter Höhe. Auch die Ausschläge nach unten, die die Niederschläge darstellen, gehen zum Teil nach oben.
Welche Wetterlagen stecken dahinter und sind sich die Modelle da einig?

Die nächste Zeit wird für Frostbeulen schwer. Der Übergang von Sommer auf Herbst ist genauso brachial, wie der Übergang vom Winter auf den Sommer war – “schnipp” Herbst.
Die Zäsur eines Sommers in der Form und Geschwindigkeit hat schon was und ist nach der Hitze der letzten Zeit gefühlt ungewohnt.

amerikanischer GFS OUTPUT

Das amerikanische Modell berechnet eine nass-kalte Wetterlage aus Nordwest. Zwischen dem Azorenhoch und dem Skandinavientief strömt kühle Meeresluft nach Mitteleuropa und bringt wechselhaftes Schauerwetter. Mit Durchzug der Fronten ist auch mal Landregen mit dabei. Abseits davon gibt es phasenweise auch immer wieder sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte liegen je nach Wetterlage zwischen 10 und 20°C am Tag und 5 bis 12°C in der Nacht.

europäischer ECMWF OUTPUT

Das europäische Modell sieht es ähnlich – bis auf den kleinen aber feinen Unterschied, dass der Hochdruckeinfluss etwas größer ist. Neben den Schauern lässt das zumindest darauf schließen, dass die Sonne eine größere Chance hat. Von den Temperaturen her sieht das Ganze ähnlich kühl aus.

Fassen wir das Ganze in einfachen Worten zusammen:
Es wird Herbst und grundsätzlich muss man ja eines dafür halten – die Natur schreit nach der Trockenheit “Hurra” und der ein oder andere kann nun herbstlich dekorieren.

Euer Chris
Ems Vechte Welle Wetterexperte

Herzlich Willkommen im Herbst

Nun weht ein völlig anderer Wind.

Ich grüße euch zum Start in die neue Woche und natürlich auch zum Start in den meteorologischen Herbst. Der Sommer wurde mit den Gewittern am Samstagabend regelrecht weggefegt und nun steht uns eine völlig andere Wetterlage bevor. 

Großwetterlage Europa:

Hinter der Kaltfront “EGBERT” platziert sich von Westen ein Hochdruckkeil, der uns ruhiges, aber auch kühles Wetter bringt.

Das Wetter am Montag -

ruhig, aber kühl.

Nach Auflösung lokalen Frühnebels oder Dunst wird der Himmel von wechselnder Bewölkung bestimmt.

Im Tagesverlauf sind neben einzelnen Schauern auch Auflockerungen dabei und allgemein ist es recht freundlich.
Der Wind weht spürbar aus Westen und hält die Luft mit 20 bis 21°C recht kühl.

In der Nacht klart es überwiegend auf und es wird mit Tiefstwerte von 8°C recht frisch.

Ja, da darf schon wieder eine dünne Jacke mit dabei sein. Morgen schauen wir uns dann zusammen den Trend für die nächsten 16-Tage an.
Kommt gut in die neue Woche.

Euer Chris
(Ems Vechte Welle -Wetterredaktion)

Die Hitze bestimmt auch diese Woche

Die Temperaturen sind wieder auf dem Weg nach oben und bescheren uns sehr heißes Spätsommerwetter.
Zu verdanken haben wir das Hoch Corina.
Im Laufe der Woche mischen sich aus Westen dabei immer wieder Tiefs ein.
Die Luft wird schwüler und das Gewitterrisiko steigt.
Bei Temperaturen von bis zu 34 Grad, kann es da lokal gut zur Sache gehen.
Es wird aber nicht jeden treffen.
Durch den schwachen Wind kommen Schauer und Gewitter kaum voran.

Trinkt viel, und lasst es ruhig angehen

Euer Chris

NACH DEM SCHMUDDELWETTER KOMMT DER SOMMER ZURÜCK

Nach dem Regen der letzten Tage und der eher herbstlichen Stimmung stellt das Wetter nun wieder den Schalter auf Sommer.
Im Laufe der Woche werden die Tiefs nach Norden verdrängt und östlich von uns setzt sich ein Hoch fest. Zusammen mit dem Tief über Spanien wird warme Luftmasse aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa geführt.
Am Dienstag bekommen wir noch recht moderate Temperaturen, es ist aber schon trockener als in den vergangenen Tagen. Am Mittwoch erfolgt der Umbau der Wetterlage mit noch meist dicken Wolken, aber bereits am Donnerstag merkt man den Sommer. Die Temperaturen steigen zum Wochenende auf Werte nahe der 30-Grad-Marke an.