Monteur stirbt bei Sturz durch Stalldach: 54-Jähriger aus Heede wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Ein 54-jähriger Mann aus Heede muss sich ab heute wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht Osnabrück verantworten. Der Mann soll als Betreiber einer Firma für die Montage von Solaranlagen im Mai 2021 mit mehreren Monteuren auf einem Hof in Sustrum gearbeitet haben. Bei der Montage einer Solarstromanlage auf einem Bullenstall soll ein Monteur durch das Dach gestürzt und verstorben sein. Der Angeklagte soll zuvor darauf verzichtet haben, ein notwendiges Sicherungsnetz zu montieren. Nach dem Unfall soll er zudem einen weiteren Monteur auf das Dach geschickt haben, ohne vorher die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen zu veranlassen. Auch dieser Mann sei durch das Dach gestürzt und soll sich dabei schwer verletzt haben. Das Amtsgericht Papenburg hat den Angeklagten im vergangenen November bereits wegen fahrlässiger Tötung in Tatmehrheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Landgericht verhandelt ab heute über die Berufung.

Waldschutzgenossenschaft Aschendorf-Süd spendet 15.000 Euro für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung

Die Waldschutzgenossenschaft Aschendorf-Süd hat den Anrainer-Feuerwehren im Kreisfeuerwehrverband Aschendorf-Hümmling 15.000 Euro für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung gespendet. Davon profitieren die Feuerwehren Lathen, Sustrum, Dörpen, Kluse, Dersum, Heede, Rhede, Aschendorf, Papenburg Untenende sowie Papenburg Obenende. Die Feuerwehren werden von dem Geld unter anderem Löschrucksäcke, Hochentaster und Kreisregner beschaffen, um im Falle eines Wald- oder Vegetationsbrandes bestmöglich arbeiten zu können. Der Vorsitzende der Waldschutzgenossenschaft (WSG) Aschendorf-Süd, Hermann Everhard Freiherr von Dincklage, hat bei der Übergabe des symbolischen Spendenschecks erklärt, dass insgesamt 2400 Hektar Wald zum Bereich der WSG gehören, die von 446 Eigentümern bewirtschaftet werden. Er danke allen Feuerwehren für die geleistete Arbeit, auch wenn es glücklicherweise in den vergangenen Dürreperioden nur vereinzelt zu kleineren Bränden in den Wäldern gekommen sei.

Foto (c) Jens Sievers

50 Einsatzkräfte bei gemeinsamer Rettungsübung der Feuerwehren Lathen und Sustrum

Die Freiwilligen Feuerwehren Lathen und Sustrum haben bei einer gemeinschaftlichen Rettungsübung ihre Fähigkeiten bewiesen. Das teilt die Samtgemeinde Lathen mit. Das Übungsszenario sah zwei Raser vor, die in einen schwerwiegenden Zusammenstoß verwickelt waren. Beteiligt war außerdem ein mit Passagieren besetzter Omnibus. Mehrere verletzte Personen mussten laut dem Szenario aus den stark deformierten Fahrzeugwracks befreit werden. Die Rettungsmaßnahmen machten den Einsatz schweren Geräts notwendig. Über 50 Einsatzkräfte beider Feuerwehren waren zu der Übung ausgerückt. Eingebunden war auch die Rettungsleitstelle des Landkreises Emsland.

Foto (c) Samtgemeinde Lathen

L53 zwischen Lathen und Niederlangen bleibt gesperrt: Schulbusse fahren teilweise früher

Die Straßensperrung der L53 kann zwischen Lathen und Niederlangen bis auf weiteres aufgrund des Hochwassers nicht freigegeben werden. Das teilen die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Lingen und der Krisenstab der Samtgemeinde Lathen mit. Demnach werden die Haltestellen in Sustrum Ort und Neusustrum sowie die Haltestelle in Niederlangen Sand ab morgen 30 Minuten früher angefahren, da die Schulbusse aktuell linksemsisch verkehren. Damit soll ein pünktlicher Transfer zur Erna-de-Vries-Schule in Lathen ermöglicht werden. Die Abfahrzeiten der Haltestellen aus den Orten Sustrum-Moor, Oberlangen, Niederlangen und Niederlangen-Siedlung nach Lathen bleiben bestehen. Auch die Busverbindung aus dem linksemsischen Raum, die morgens zum Bahnhof nach Lathen fährt, sei von der Zeitänderung betroffen. Weitere Hinweise erhaltet ihr über die meinLATHEN-App oder die Kommunikationsplattform Iserv der Schulen.

Brand in Sustrum verursacht hohen Sachschaden

Bei einem Brand in Sustrum ist gestern Abend ein aktuell geschätzter Sachschaden von mehreren Hunderttausend Euro entstanden. Das teilt die Polizei mit. Das Feuer brach gestern gegen 21.52 Uhr an der Nord-Süd-Straße in einer an ein Wohnhaus angrenzenden Scheune  aus, die überwiegend leer stand. Die 60-jährige Hausbewohnerin und der 64-jährige Hausbewohner stellten den Brand der Scheune fest, nachdem ihnen ein Knistergeräusch aufgefallen war. Weil der Brand schon weit vorangeschritten war, konnten die sofort alarmierten Einsatzkräfte nicht verhindern, dass die Scheune vollständig niederbrannte. Dabei wurde auch eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage zerstört. Das angrenzende Wohnhaus konnte durch die Feuerwehrkräfte vor den Flammen gerettet werden. Es wurde durch Ruß und Rauch leicht beschädigt, kann aber noch bewohnt werden. Die Feuerwehr Dersum, Lathen, Rütenbrock und Sustrum war mit insgesamt 52 Einsatzkräften vor Ort. Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt.

Symbolbild Polizei © Franz P. Sauerteig Pixabay

 

5000 Euro Schaden bei Einbruch in Werkstatt in Sustrum

Unbekannte sind zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen in eine Werkstatt an der Rütenbrocker Straße in Sustrum eingebrochen. Wie die Polizei mitteilt, stahlen die Täter diverse Werkzeuge und flüchteten im Anschluss mit ihrer Beute. Der Schaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Unbekannte brechen in Garage in Sustrum ein

In Sustrum haben Täter in der Nacht zu gestern ein E-Bike und eine Bohrmaschine aus einer Garage am Westweg gestohlen. Nach Angaben der Polizei haben sich die Täter zwischen 23 Uhr und 7:30 Uhr gewaltsam Zutritt in die Garage verschafft. Die Polizei sucht Zeugen.

2. Bürgerversammlung für die Dorfregion LOSN findet am kommenden Sonntag statt

In Niederlangen findet am kommenden Sonntag die 2. Bürgerversammlung für die Dorfregion LOSN (Region zwischen Haren und Dörpen) statt. Nach Angaben der Samtgemeinde Lathen wird mit den Gemeinden Niederlangen, Oberlangen, Sustrum, sowie der Ortschaft Landegge bei Haren der fertiggestellte Dorfentwicklungsplan der Dorfregion vom Planungsbüro regionalplan & uvp Planungsbüro Stelzer aus Freren vorgestellt. Außerdem werden dort Informationen über die nächsten Schritte und private Fördermöglichkeiten gegeben. Die öffentliche Veranstaltung findet am Sonntag um 10:30 Uhr im Neerlänger Hus (der ehemaligen Mehrzweckhalle) in Niederlangen mit Frühschoppen statt.

Tierquälerei bestätigt: Verantwortliche der größten Schweinemast Niedersachsens verurteilt

Heute wurden die Verantwortlichen der größten Schweinemast Niedersachsen in Sustrum vom Amtsgericht Papenburg verurteilt. Dem Betrieb wird Tierquälerei vorgeworfen. Heute fand der vierte und letzte Verhandlungstag statt. Das Gericht verurteilte die beiden Schweinemäster jeweils zu je 85 Tagessätzen zu je 100 Euro. Zudem tragen die Verurteilten die Gerichts- und Gutachterkosten, die sich vermutlich auf insgesamt fast 20.000 Euro belaufen werden. Das berichtet das Deutsche Tierschutzbüro heute Nachmittag. Das Tierschutzbüro hatte Mitte 2020 Bilder von dem Schweinemastbetrieb veröffentlicht und daraufhin Strafanzeige erstattet. Das Veterinäramt in Meppen hatte die Missstände bei einer Kontrolle ebenfalls festgestellt. Die Bilder vom Deutschen Tierschutzbüro zeigen kranke und verletzte Tiere, die nicht in einer Krankenbucht separiert und tierärztlich versorgt worden sind. In den Nächten, die dokumentiert sind, wurde das Trinkwasser abgestellt und es wurden tote Tiere zwischen den Lebenden gefunden. Durch das Gerichtsverfahren wurde auch bekannt, dass nur drei Personen regelmäßig vor Ort arbeiteten. Das Verfahren wurde zunächst auf zwei Verhandlungstage angesetzt, am Ende waren es vier. Die Verteidiger wollten das Bildmaterial noch durch einen Gutachter prüfen lassen, was das Verfahren noch in die Länge gezogen hätte. Die Anwälte behaupteten, dass das Bildmaterial manipuliert worden sei und es Zwischenschnitte gäbe. Kurz vor der Urteilsverkündung demonstrierten rund 10 Personen vor dem Amtsgericht in Papenburg und forderten eine Verurteilung der Tierquäler. Zu der Demonstration hatte das Deutsche Tierschutzbüro aufgerufen. In dem Sustrumer Betrieb werden pro Jahr rund 45.000 Schweine gemästet. Betreiber der Mastanlage ist eine GmbH aus Herzlake.

Symbolbild: © Adobe Stock

Strafprozess gegen Geschäftsführer der Schweinemastanlage in Sustrum: Gutachterin stellt Verstöße gegen Tierschutzgesetz fest

In dem Strafprozess gegen die Geschäftsführer der Schweinemastanlage in Sustrum wegen möglicher Tierschutzvergehen hat eine Gutachterin heute im Amtsgericht Papenburg bei mehreren Tieren Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt. Auf den von einer Tierschutzorganisation heimlich aufgenommenen Videos seien Tiere mit Verletzungen und Krankheiten zu sehen gewesen, so die Gutachterin. Dies hätte den Mitarbeitern auffallen müssen, so die Expertin vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Die Expertin ging in ihrem Gutachten auf den Zustand von sieben Tieren ein. Diese wiesen eitrige Wunden, gebrochene Gliedmaßen und/oder Lähmungserscheinungen auf. Zudem sei die Nottötung eines Schweins nicht tierschutzkonform erfolgt. Die Anwälte der beiden Angeklagten hatten zuvor Zweifel an der Echtheit der Filmaufnahmen geübt, da nicht bekannt sei, wer die Aufnahmen gemacht habe. Laut der zuständigen Richterin gebe es jedoch keine Zweifel an der Authentizität. Das Verfahren wird am 21. März fortgesetzt. Dann sollen auch Urteile verkündet werden.

 

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