Landkreis Grafschaft Bentheim weist Kritik gegen “armselige” Mitarbeiter zurück

Der Landkreis Grafschaft Bentheim hat mit Unverständnis auf Kritik gegen Geschwindigkeitsmessungen reagiert. In einem Leserbrief waren Landkreismitarbeiter als „armselige Wegelagerer“ bezeichnet worden. Der erste Kreisrat des Landkreises Michael Kiehl bezeichnete das in einer Stellungnahme als „absolutes No Go“. Man würde sachlich begründete Kritik gerne annehmen, man verwehre sich aber gegen herabwürdigende Aussagen. Auch in der Sache sei die Kritik unsachgemäß. Zwar seien weniger Autos unterwegs, einige Autofahrer scheine dies aber zu einer rasanteren Fahrweise zu animieren. „Wenn Fahrzeuge dann außerhalb geschlossener Ortschaften mit 154 Stundenkilometern oder innerhalb gar mit 144 Stundenkilometern gemessen werden, zeigt sich leider die Notwendigkeit in krassester Weise“, so Michael Kiehl.

Aktuelle Corona-Fallzahlen in der Grafschaft Bentheim

Im Landkreis Grafschaft Bentheim sind aktuell 73 Menschen nachweislich am Coronavirus erkrankt. Von insgesamt 101 registrierten Fällen im Kreisgebiet sind 27 Menschen bereits wieder genesen, ein Grafschafter hat die Erkrankung nicht überlebt. Aktuell befinden sich zudem etwa 390 Personen in häuslicher Quarantäne.

 

Grafschafter Abfallwirtschaftsbetrieb weist auf Grüngutsammlung hin

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Grafschaft Bentheim weist auf den aktuell laufenden Abholservice für Gartenabfälle hin. Aus Sicht des Landkreises sei eine Wiedereröffnung der Gartenabfallsammelplätze erst bei einer sinkenden Zahl an Neuinfektionen ratsam, so Christoph Bröcker, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes. Man prüfe aber die Handlungsoptionen, für den Fall, dass die Schließung länger als einen Monat dauern werde. Die Grüngutsammlungen werden in der Samtgemeinde Uelsen, in der Samtgemeinde Emlichheim und in Nordhorn durchgeführt. Die Abholtermine im jeweiligen Bezirk sind im aktuellen Abfallplaner und der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebs aufgeführt.

Kreis Grafschaft Bentheim veröffentlicht Tipps zum Umgang mit Quarantäne

Der Landkreis Grafschaft Bentheim gibt Tipps zum Umgang mit der häuslicher Quarantäne. Bei der durch das Gesundheitsamt angeordneten Maßnahme handelt es sich um eine der wichtigsten Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten. Man wolle so verhindern, dass die Kapazitäten der Euregio-Klinik überschritten werden, so Amtsarzt Dr. Gerd Vogelsang. Obwohl die Quarantäne eine Schutzmaßnahme sei, könne sie auch eine Belastung darstellen. Die Gedanken könnten um die Krankheit kreisen. Daher sei es wichtig, auf das psychische Wohlbefinden zu achten. Außerdem weist der Amtsarzt darauf hin, dass manche Menschen ebenso unter dem täglichen Abstandhalten in dieser Zeit leiden. Der Landkreis hat deshalb Tipps und Hinweise zum Umgang mit „Social Distancing“ und Quarantäne veröffentlicht (s. unten). Über die Beendigung der Qurantäne entscheidet das Gesundheitsamt. Es sei kein Negativtest erforderlich. Auch könnten Arbeitgeber nicht auf eine „Gesundschreibung“ bestehen.

Tipps und Hinweise:

· Vorbeugenden Hygiene-Maßnahmen wie Husten- und Nies-Etikette auch in der Quarantäne beachten, besonders, wenn mehrere Personen in einem Haushalt leben.

· Schaffen einer Tagesstruktur und Ziele setzen. Die Ziele sollten unter den gegebenen Umständen realistisch sein. Wie kann die Zeit gefüllt werden?

· In Kontakt bleiben mit Familie und Freunden, z.B. über Telefon und soziale Medien.

· Freunde oder Nachbarn darum bitten, einzukaufen, Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund spazieren zu gehen. Betroffene können sich auch an das Bürgertelefon des Landkreises wenden (05921/96-3333), das entsprechende Angebote vermitteln kann.

· Im Falle des Gefühls von Niedergeschlagenheit, sollte nicht gezögert werden, sich frühzeitig telefonisch Hilfe und Unterstützung zu suchen. Familie oder das weitere soziale Umfeld können dafür ein wichtiger Rückhalt sein. Das Sorgentelefon des Landkreises kann ebenfalls eine Anlaufstelle sein (05921/96-3330).

· Körperlich aktiv bleiben: Auch auf begrenztem Raum kann Sport betrieben werden, z.B. durch Übungen mit einem Stuhl oder auf dem Boden. Hierzu gibt es im Internet viele Hinweise und Anregungen.

· Mental aktiv bleiben: z.B. durch Lesen, Schreiben, (Denk-)Spiele usw.

· Akzeptieren der Gefühle: Unfreiwillig in häuslicher Quarantäne zu sein, kann verschiedene emotionale Reaktionen hervorrufen. Das sind normale Reaktionen auf die unnormale Situation.

· Kritisch sein: Es sind viele Falschinformationen im Umlauf. Eine vertrauenswürdige Quellen ist z.B. die Webseite des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de). Auch das Bundesgesundheitsministerium, die Landesministerien und der Landkreis stellen gesicherte Informationen bereit (www.grafschaft-bentheim.de). Seriöse Ansprechperson ist natürlich immer auch der/die Hausarzt/ Hausärztin.

· Bewahren einer positiven Grundhaltung und die Orientierung an Werten, die Halt geben (z.B. Familie, soziales Netz, Glaube).

Grafschafter Landrat Uwe Fietzek: “Social Distancing ist das Gebot der Stunde”

Nach dem Tod eines Mannes aus Nordhorn, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, hat der Grafschafter Landrat Uwe Fietzek einen Appell an die Bürgerinnen und Bürger gerichtet. Wörtlich sagte er: „Lassen Sie uns gemeinsam alles erdenklich Mögliche tun, um diese Zeit so gut wie eben möglich zu überwinden.“ Gleichzeitig wünscht Fietzek den Angehörigen des Verstorbenen Kraft und Trost für die kommende Zeit. „Social Distancing“ sei das Gebot der Stunde, so der Landrat. Während er auf die Grafschafterinnen und Grafschafter sehr stolz sei, dass sie die allgemeinen Kontaktbeschränkungen diszipliniert umsetzen, beobachte er zugleich mit Sorge eine andere Entwicklung. Mehr und mehr Geschäfte nähmen für sich Ausnahmetatbestände der Landesverfügung in Anspruch und öffnen ihre Türen wieder für Kunden. Diese Entwicklung betrachtet Fietzek mit Skepsis. Er habe zwar Verständnis für die Sorgen der Anbieter und Unternehmer, aber in Anbetracht der rasant steigenden Infektionszahlen appelliert Fietzek an die Bevölkerung, darauf zu verzichten.

Grafschafter Kliniken bereiten sich auf Zunahme von Corona-Fällen vor

Mehr als 50 Menschen haben sich in der Grafschaft Bentheim inzwischen mit dem Covid-19-Virus infiziert. Die Zahl der Fälle steigt – so wie erwartet. Das Ziel aller Maßnahmen ist es nach wie vor, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und dem Gesundheitssystem so viel Zeit wie möglich zu geben, sich bestmöglich auf Patienten mit schweren gesundheitlichen Beschwerden vorzubereiten. Die Grafschafter Kliniken sind mitten in der Umsetzung, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes beim Landkreis Grafschaft Bentheim, Gitta Mäulen:

 

Grafschaft richtet neben Bürgertelefon auch “Corona-Sorgentelefon” ein

Die Grafschaft Bentheim richtet neben dem Bürgertelefon zum Coronavirus auch ein „Corona-Sorgentelefon“ ein. Der Landkreis habe in den vergangenen drei Wochen mehr als 2000 Anfragen bekommen. Dabei gehe es meist um die Hygiene, die Möglichkeiten der Vorsorge, das angemessene Verhalten bei einer möglichen Infektion oder die Einschränkungen. Viele würden sich aber auch wegen seelischer und psychischer Probleme im Bezug auf das Coronavirus melden. Daher besetzt der Landkreis ab morgen ein Sorgentelefon mit Psychologen und Sozialpädagogen, die für die Sorgen und Nöte ein offenes Ohr haben. Das Telefon ist täglich von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

„Corona-Sorgentelefon“: 05921 / 96-3330
Bürgertelefon: 05921 / 96-3333

BHV1 bei Rinderbetrieben in der Grafschaft: Kontaktbetriebe wieder freigegeben

Im Bezug auf die Bovine Herpesvirusinfektion (BHV1) bei Rinderbetrieben in der Grafschaft Bentheim, sind die Kontakt- und Umgebungshöfe wieder freigegeben worden. Alle dort genommenen Proben seien negativ, so der Leitende Veterinärdirektor Dr. Hermann Kramer. Die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe stünden weiterhin unter Beobachtung des Kreisveterinäramtes. Auf einem der Höfe gab es noch Anfang März weitere positive Fälle bei Folgeuntersuchungen, ebenso bei einer Drittbeprobung vor wenigen Tagen. Alle betroffenen Tiere wurden mittlerweile eingeschläfert bzw. geschlachtet. Nach Ostern folgen weitere Bestandsuntersuchungen. Die Betriebe werden erst wieder freigegeben, wenn keine weiteren Fälle auftreten.

Schornsteinfegerarbeiten dürfen während der Corona-Krise durchgeführt werden

Wer dem Schornsteinfeger in der aktuellen Situation den Zutritt zum Haus verweigert, muss das schriftlich dokumentieren. Eigentümer und Mieter müssen schriftlich festhalten, dass sie trotz Kenntnis der gesetzlichen Eigentümerpflichten die Durchführung der Arbeiten wegen der Corona-Pandemie verweigern. Darauf weist der Landkreis Grafschaft Bentheim hin. Schornsteinfegerarbeiten tragen wesentlich zur Gefahrenabwehr bei. Daher können sie nicht dauerhaft aufgeschoben werden. Laut den von der Bundesregierung mit den Ländern abgestimmten Leitlinien anlässlich der Corona-Krise, können Dienstleister und Handwerker grundsätzlich ihrer Tätigkeit nachgehen. Das gelte auch für Schornsteinfeger, so der Landkreis.

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in der Grafschaft bietet Telefonberatungen an

Der Landkreis Grafschaft Bentheim hat auf ein telefonisches Angebot seiner Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche hingewiesen. Diesen Service bietet der Landkreis an, solange die Einrichtung für den Publikumsverkehr geschlossen bleibt. Nur in dringenden Fällen gebe es die Möglichkeit, Beratungstermine vor Ort zu vereinbaren.

Kontaktmöglichkeiten zur Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche:
eMail: eltern-kinder-jugend-beratung@grafschaft.de
Telefonische Beratung montags bis freitags von 10-12 Uhr und montags von 16-18 Uhr unter: 05921-9602