90 Jahre Lied der Moorsoldaten: Gedenkstätte Esterwegen beantragt die Aufnahme ins UNESCO-Verzeichnis

Die Gedenkstätte Esterwegen hat die Aufnahme des Lieds der Moorsoldaten als “Immaterielles Kulturerbe” in das Verzeichnis der UNESCO-Kommission beantragt. Der Landkreis Emsland teilt mit, dass das Lied das Leid der Häftlinge ausdrückt und zwischen den Zeilen auch die Hoffnung auf ein Ende des Nationalsozialismus durchscheinen lässt. Häftlinge im KZ Börgermoor hatten das Lied „Wir sind die Moorsoldaten“ vor 90 Jahren zum ersten Mal vor Publikum gesungen. Das “Immaterielle Kulturerbe” ist ein Übereinkommen zur Erhaltung des überlieferten menschlichen Wissens und Könnens. Es wurde 2003 von der UNESCO verabschiedet und habe eine lokale, regionale und internationale Bedeutung. Die Gedenkstätte Esterwegen wird das 90. Jubiläum der Uraufführung in ihren sozialen Medien und vor Ort begleiten.

Foto © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück

 

Mutmaßlicher Raser und Autodieb in Esterwegen geflohen: Polizei sucht Zeugen

Nach einem möglichen Straßenrennen zwischen zwei Autos im Saterland ist ein Fahrer ins nördliche Emsland geflohen. Die Polizeiinspektionen Emsland / Grafschaft Bentheim und Cloppenburg / Vechta teilen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit, dass eine Zeugin das potenzielle Straßenrennen auf der Hauptstraße zwischen Ramsloh und Strücklingen (Saterland) meldete. Streifenwagenpolizisten war eines der beschriebenen Autos während der Fahndung aufgefallen. Als die Polizisten den Fahrer kontrollieren wollten, floh dieser auf der B401 in Richtung Papenburg. Während der Flucht kam der  Fahrer bei Esterwegen von der Fahrbahn ab und durchfuhr einen Zaun. Das Auto kam dadurch im Vorgarten eines Wohnhauses zum Stehen. Der Autofahrer stieg daraufhin aus und flüchtete in ein Maisfeld. Dort konnte er trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen nicht gefunden werden. Der Unbekannte wird als etwa 175 bis 180 groß und schlank beschrieben. Er soll außerdem wie ein “heranwachsender” gewirkt haben. Weitere Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug zuvor gestohlen worden war. Die Polizei sucht Zeugen.

Autofahrerin bei Unfall in Esterwegen verletzt

Gestern Nachmittag kam es auf der Bockhorster Straße in Esterwegen zu einem Verkehrsunfall. Dabei wurde eine Autofahrerin leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilt, überholte die 58-Jährige einen Trecker. Der Treckerfahrer wollte nach links abbiegen und übersah das Auto der Frau. Die Fahrzeuge stießen zusammen. Es entstand ein Sachschaden von rund 15 000 Euro.

Gedenkstätte Esterwegen zeigt am 27. August Beiträge zum 90. Jubiläum des Lieds “Wir sind die Moorsoldaten”

Die Gedenkstätte Esterwegen zeigt am 27. August verschiedene Beiträge zu dem Lied „Wir sind die Moorsoldaten“. Das Lied wurde zum ersten Mal vor 90. Jahren von Häftlingen im Konzentrationslager (KZ) Börgermoor gesungen. Der Landkreis Emsland und die Gedenkstätte weisen in einer gemeinsamen Pressemitteilung darauf hin, dass das 90. Jubiläum der Uraufführung in den sozialen Medien und in Esterwegen begleitet wird. Mittlerweile existieren mehr als 500 bekannte Versionen des Liedes, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Das Team der Gedenkstätte habe im Vorfeld des Jubiläums junge Menschen und Musikschaffende aus der Region angeregt, sich neu mit dem Lied der Moorsoldaten auseinanderzusetzen. Die Beiträge der Jugendlichen sind am 27. August auf einem anlässlich des Jubiläums freigeschalteten YouTube-Kanal der Gedenkstätte zu sehen.

Blitz schlägt in Mehrfamilienhaus in Esterwegen ein – Bewohner bleiben unverletzt

In Esterwegen ist gestern Abend ein Blitz in ein Mehrfamilienhaus am Feldweg eingeschlagen. Wie die Polizei mitteilt, wurde dabei niemand verletzt. Es entstand aber ein Sachschaden von etwa 150.000 Euro. Durch den Blitzeinschlag geriet der Dachstuhl des Gebäudes in Brand. Das Feuer griff anschließend auf das erste Obergeschoss und Teile des Erdgeschosses über. Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen.

Errichtung eines “Hauses der Erinnerungen”: DIZ macht Kompromissvorschlag im Streit in der Gedenkstätte Esterwegen

Das Aktionskomitee für ein Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ) hat bei dem Streit in der Gedenkstätte einen Kompromissvorschlag gemacht. Die Deutsche Presse Agentur berichtet, dass der Verein vorschlägt, dass die Gedenkstätte und der Verein für die Einrichtung eines „Hauses der Erinnerungen“ eine gemeinsame Trägerschaft übernehmen würden. Darin sollen Zeugnisse von 1933 bis in die Gegenwart gesammelt werden und für die Bildung und Forschung zugänglich gemacht werden. Die umstrittene Kündigung eines Büros des Komitees in den Räumen der Gedenkstätte Esterwegen soll ein bundesweites Echo ausgelöst haben. Laut dem ersten Vorsitzende des DIZ, Habbo Knoch, hätten mehr als 700 Angehörige von Verfolgten, zahlreiche Opferverbände und Organisationen, Politiker und viele Einzelpersonen einen Unterstützeraufruf unterzeichnet. Damit reiche die Unterstützung weit über die 300 Mitglieder des DIZ hinaus. Seit dem 1980 Jahren betreibt das DIZ ein Archiv zur Geschichte der NS-Lager im Emsland. Bei der Einrichtung der Gedenkstätte Esterwegen im Jahr 2011 hatte der Landkreis das DIZ zur Zusammenarbeit eingeladen. Die Gedenkstätte klage inzwischen über Doppelstrukturen. Der Verein sehe die Kündigung des Büros jedoch als den Versuch der Gedenkstätte an, das Aktionskomitee aus der Einrichtung zu verdrängen.

Gedenkstätte Esterwegen erhält Publikumspreis des DigAMus-Awards

Die Gedenkstätte Esterwegen hat einen Publikumspreis des DigAMus-Awards erhalten. Der Landkreis Emsland teilt mit, dass die „Kontaktlose Dauerausstellung in der Gedenkstätte Esterwegen“ (MegBes) mit knapp 1.800 Stimmen gewonnen hat. Der DigAMus-Award wurde im Rahmen der Tagung des Deutschen Museumsbundes in Osnabrück am 9. Mai 2023 zum dritten Mal verliehen. Dabei werden digitale Angebote an Museen und Kultureinrichtungen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Insgesamt wurden 2023 140 digitale Angebote eingereicht. Es wurden sieben goldene Awards und zwei Publikumspreise verliehen. Einen Publikumspreis erhielt die Gedenkstätte, die ihre vorhandenen Audio- und Videostationen der Dauerausstellung mit dem MegBes-System nachgerüstet haben. Die Stationen sind kontaktlos bedienbar und können mit dem eigenen Smartphone ferngesteuert werden. Über Monitore und Projektionen werden dazu die Bilder gezeigt und die Audioausgabe ist über Kopfhörer des eigenen Smartphones möglich. „Es ist innovativ, interaktiv, partizipativ, nachhaltig und bezieht Social Media ein“, teilt Landrat Marc-André Burgdorf mit.

Foto © Landkreis Emsland

 

Leerstehendes Ferienhaus in Esterwegen niedergebrannt

In Esterwegen ist gestern Abend ein Ferienhaus niedergebrannt. Die Feuerwehr wurde gegen 20:20 Uhr zu dem leerstehenden Gebäude in der Straße Zum Erikasee gerufen. Die Flammen breiteten sich auf die gesamte hölzerne Blockhütte aus. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

 

Holzbank samt Fundament am Hümmlinger Pilgerweg gestohlen

Unbekannte haben am Hümmlinger Pilgerweg in Esterwegen eine Holzbank samt Betonfundament gestohlen. Wie die Polizei mitteilt, muss es bereits zwischen dem 14. und 16. April zu der Tat gekommen sein. Die Sitzbank stand an einem Feldweg zwischen der Bockhorster Straße und dem Leegmoor. Zeugen werden gebeten, sich bei den Beamten zu melden.

Unbekannte brechen im Emsland in Auto, Bürogebäude und Jugendzentrum ein

Unbekannte sind im Emsland in den vergangenen Tagen in ein Auto, Büroräume und das Aschendorfer Jugendzentrum eingebrochen. Am Dienstagabend schlugen Unbekannte in Esterwegen die Beifahrerscheibe eines Autos ein und stahlen daraus eine Geldbörse mit Inhalt. Es entstand ein Schaden von 500 Euro. Der Mitsubishi stand auf einem Parkplatz an der Straße Hinterm Busch. Bereits in der Nacht zu Dienstag drangen Einbrecher in Emsbüren in ein Bürogebäude an der Von-Linde-Straße ein. Sie entwendeten eine Geldkassette und Bargeld. Auch hier beläuft sich der Schaden auf 500 Euro. Aus dem Aschendorfer Jugendzentrum an der Paul-Gerhardt-Straße haben Einbrecher ebenfalls in der Nacht zu Dienstag einen Beamer und eine Spielekonsole gestohlen. Hier beläuft sich der Schaden auf etwa 250 Euro. In allen Fällen sucht die Polizei Zeugen.

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