Althusmann zum Informationsbesuch in Emlichheim

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann kommt heute nach Emlichheim, um sich über den aktuellen Stand bei den Untersuchungen zu einem Leck auf dem Erdölfeld der Wintershall Dea zu informieren. Der CDU-Minister will sich vor Ort die Einpressbohrung ansehen, aus der vier Jahre lang bis zu 220 Millionen Liter gesundheitsschädliches Lagerstättenwasser unbemerkt in den Untergrund gelaufen sind. Althusmann hatte daraufhin schärfere Kontrollen der aktiven Erdöl- und Erdgasbohrungen gefordert. Das Leck war aufgrund von Rostschäden an der Verrohrung der Bohrstelle erst in diesem Frühjahr aufgefallen. Wintershall Dea hat angekündigt, den Schaden zu sanieren. Das Landesamt für Bergbau hatte das Unternehmen aufgefordert, bis Ende August ein Konzept für ein erweitertes Monitoring mit zusätzlichen Messstellen vorzulegen. Die Gesundheit von Menschen ist nach jetzigem Stand nicht gefährdet.

Nach Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim: Jusos Niedersachsen fordern mehr Transparenz und Kontrollen

Die Jusos Niedersachsen fordern mehr Transparenz und Kontrollen der Erdgas- und Erdölkozerne im Land. Grund dafür ist der Austritt von 220 Millionen Liter Lagerstättenwasser in Emlichheim. Es sei ein Skandal, dass trotz bekannter Mängel keine sofortigen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Daher brauche es nun ein konsequentes Umdenken mit gesetzlichen Änderungen. Sowohl bei neuen potentiellen Standorten, als auch bei etablierten Standorten, sollten jährlich Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt werden, so die Jusos in einer Pressemitteilung.

Wintershall beantwortet Fragen zu Leck in Ölförderanlage

220 Millionen Liter giftiges Lagerstättenwasser sind vier Jahre lang unbemerkt durch ein Leck in einer Ölförderanlage bei Emlichheim in den Grund gelaufen. Das ist vor gut zwei Wochen bekannt geworden. Dieser Vorfall wirft aktuell viele Fragen auf. Wie konnte das passieren? Besteht Gefahr für Mensch und Umwelt? Kann man den Schaden beseitigen? Und welche Konsequenzen will man ziehen? Zumindest ein paar dieser Fragen wurden gestern bei einem Pressegespräch im Kreishaus in Nordhorn beantwortet. Daniel Stuckenberg war für die Ems-Vechte-Welle dabei.

 

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Nach Leck in Ölförderanlage: Wintershall entschuldigt sich bei Bevölkerung

Nach einem Leck in einer Ölförderanlage bei Emlichheim hat sich der Betreiber Wintershall Dea bei der Bevölkerung entschuldigt. Im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag bedauerte Dirk Warzecha, der Leiter von Wintershall Dea Deutschland, den Vorfall. Er wolle sich bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für die Sorgen und Ängste durch diesen Vorfall entschuldigen, so Warzecha. Die erste Prämisse des Unternehmens sei nun die Sanierung. Man habe das Grundwasser untersucht und könne anhand der Proben sagen, dass es keine Gefahr für Mensch, Tier und Ökosystem gebe. Vor etwa zwei Wochen war bekannt geworden, dass in einem Zeitraum von vier Jahren etwa 220 Millionen Liter giftiges Lagerstättenwasser aus einer Erdölförderanlage bei Emlichheim in den Boden gesickert war.

In 80 Metern kein belastetes Grundwasser in Emlichheim

Nach einem Leck in einer Ölförderanlage in Emlichheim ist in 80 Metern Tiefe kein belastetes Grundwasser entdeckt worden. Das berichtet die dpa mit Berufung auf das Wirtschaftsministerium in Hannover. Demnach seien erste Ergebnisse von Geruchs- und Temperaturanalysen unauffällig gewesen. In den kommenden Tagen sollen Bohrungen bis auf 230 Metern Tiefe vorgenommen werden. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass aus der Anlage in Emlichheim seit vier Jahren unbemerkt bis 220 Millionen Liter giftiges Lagerstättenwasser in den Grund gesickert war.

Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim: Grüne im Landtag fordern Transparenz und Tempo bei Untersuchung

Die Grünen im niedersächsischen Landtag fordern mehr Transparenz und Tempo bei der Untersuchung des Lecks einer Einpressbohrung auf dem Erdölfeld der Wintershall in Emlichheim. Die Sicherheitsvorkehrungen hätten eklatant versagt, kritisierte der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Detlev Schulz-Hendel, laut dpa. Die Richtwerte zum Schutz des Grundwassers in der Grafschaft Bentheim seien um ein Vielfaches überschritten worden. Die Unbedenklichkeitsschwelle für das krebserregende Benzol werde um den Faktor 423 überschritten. Die Schwelle für Chlorid, Bor und Barium sogar um mehr als das 200-Fache. Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck fordert in einer Pressemitteilung eine lückenlose Aufklärung und mehr Transparenz gegenüber der Bevölkerung.

 

Aktualisiert: 07.08., 10:23 Uhr /nh

 

 

 

 

Frau stirbt bei Betriebsunfall in Emlichheim

Auf einem Bauernhof in Emlichheim ist es am Montag (5.8.) zu einem tödlichen Unfall gekommen. Nach Angaben der Polizei hat ein 68-jähriger Mann versehentlich seine Frau überfahren, als er mit einem Traktor rangierte. Die Frau wurde dabei zwischen einem Güllefass und einem Zaun eingeklemmt. Die 69-jährige verstarb noch am Unfallort.

Symbolbild: © Bundespolizei

Schwerer Unfall auf der Coevordener Straße in Emlichheim

Bei einem Auffahrunfall auf der Coevordener Straße in Emlichheim sind heute Mittag drei Menschen verletzt worden, ein Autofahrer schwer. Wie die Grafschafter Nachrichten berichten wollte eine 36-jährige Autofahrerin in eine Hofeinfahrt abbiegen. Ein hinter ihr fahrender Mann habe offensichtlich nicht mehr rechtzeitig bremsen können und sei mit hoher Geschwindigkeit auf das Auto der 36-Jährigen aufgefahren. Die Fahrerin und ihr siebenjähriges Kind haben laut dem Bericht leichte Verletzungen erlitten. Der andere Autofahrer sei mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Nach dem Unfall musste die Straße für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim: Grafschafter Bürger Forum fordert unabhängigen Gutachter

Das Ausmaß der ausgetretenen Mengen an Lagerstättenwasser und der immens lange Zeitraum des unbemerkten Austritts sorgen beim Grafschafter Bürger Forum (gbf.) für Entsetzen. Das teilt das gbf. in einer Pressemitteilung mit. Es würden viele Fragen und Ungereimtheiten auftauchen. Dass das Lagerstättenwasser über einen Zeitraum von vier Jahren unbemerkt austreten konnte, sei für das Grafschafter Bürger Forum absolut nicht nachvollziehbar. Man möchte wissen, wie der Austritt über Jahre unbemerkt bleiben konnte. Mit der Aussage, dass nach derzeitigem Kenntnisstand keine Gefahr für Bürger bestehe, gebe man sich nicht zufrieden. Das Grafschafter Bürger Forum fordert die Landesregierung deshalb dazu auf, einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen. Dieser solle die Vorgänge um den Austritt des Lagerstättenwassers aufklären und in die Sanierung des betroffenen Bereiches eingebunden werden. Zudem fordert das gbf., alle Einpressbohrungen bis zur vollständigen Klärung des Sachverhalts stillzulegen. Sie sollten erst dann wieder betrieben werden dürfen, wenn ein zu hundert Prozent sicherer Betrieb gewährleistet ist. Das sei das Mindeste, was die Bürger erwarten dürften, so das Grafschafter Bürger Forum.

Foto: © Bernd Wüstneck/dpa

Nach Austritt von Lagerstättenwasser: Unternehmen und Landkreis treffen sich zu Gesprächen

Gestern haben sich Vertreter des Landkreises Grafschaft Bentheim mit Vertretern des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (kurz: LBEG) und des Unternehmens Wintershall aus Emlichheim getroffen. Das teilt der Landkreis mit. Hintergrund ist, dass durch defekte Rohre bei der Firma Wintershall 220 Millionen Liter Lagerstättenwasser in den Boden gesickert sind. In dem Gespräch hat das LBEG noch einmal ausdrücklich versichert, dass nach aktuellem Stand Menschen, Tiere, Flora und Fauna nicht gefährdet seien. Rund um die Bohrung wird kein Trinkwasser aus dem Boden gewonnen. Nach Einschätzung des LBEG besteht keine Gefahr, dass sich das giftige Wasser auf die Trinkwasser-Gewinnungsgebiete ausweitet. Es soll aber weiterhin eine regelmäßige Überwachung stattfinden. Im August wird ein weiteres Treffen zwischen Vertretern des Unternehmens und der Behörden im Kreishaus stattfinden. Auf der Seite des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie gibt es weitere Informationen.