Atom-Kooperation in Lingen: Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren Bundesinnenminister Dobrindt

Im Zusammenhang mit der Beteiligung der russischen Atomenergieagentur Rosatom an der Brennelementfertigung in Lingen üben verschiedene Anti-Atomkraft-Initiativen Kritik an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Dass dieser keine Gefahren durch die Kooperation sehe, spreche dafür, dass es nach dem Drohnenanschlag von Leipzig offensichtlich keinen Lerneffekt innerhalb der Bundesregierung gebe, so das Bündnis AgiEL, der Elternverein Restrisiko Emsland und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. An einem Tag würden Innenminister Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul die russische Regierung wegen eines Sabotage-Angriffs explizit anklagen, doch ausgerechnet im Atombereich solle es keine Konsequenzen geben, kritisiert Alexander Vent vom Lingener Bündnis AgiEL. Dabei sei die Atomkooperation mit Rosatom in Lingen ein extrem gefährliches Einfallstor für den Kreml. Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern, dass die im Juli erteilte Genehmigung unverzüglich zurückgezogen wird, um schweren Schaden abzuwenden, so Vent weiter. Sie unterstützen dabei die Klage des BUND gegen die im Juli auf Weisung der Bundesregierung erteilte Genehmigung des Landes Niedersachsen. In der Brennelementefabrik Lingen sollen in Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom auch Brennelemente für Reaktoren russischer Bauart gefertigt werden. 
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