Nach der Zuweisung eines gescheiterten Drohnenanschlags auf den Flughafen Leipzig an die russische Regierung fordern Anti-Atomkraft-Initiativen den Stopp der geplanten Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom in Lingen. Wie das Bündnis AgiEL mitteilt, war der politische Weg für den umstrittenen Einstieg Rosatoms in das Lingener Werk bereits im Juli freigemacht worden. Das Bündnis AgiEL kritisiert das Festhalten an dieser Entscheidung scharf. Sprecher Alexander Vent bezeichnete die Erlaubnis der Bundesregierung als politisch naiv und warnte eindringlich davor, das Emsland zu einem atomaren Außenposten und Einflussbereich Russlands zu machen. Es passe nicht zusammen, russische Aggressionen wie den Drohnenanschlag zu benennen und dem Land gleichzeitig durch das Geschäft in Lingen wirtschaftlich entgegenzukommen.
