Nach dem Großbrand eines illegalen Drogenlabors in der Carl-Zeiss-Straße in Nordhorn im Januar vergangenen Jahres wird das Gelände erneut vom Landkreis Grafschaft Bentheim gesichert. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Bereits im Frühjahr 2025 hatte der Landkreis Chemikalienreste, asbesthaltigen Brandschutt und verunreinigtes Löschwasser sichern und auf dem Gelände lagern lassen. Jetzt folgt die Entsorgung. Drei Fachfirmen kümmern sich darum. Zuerst werden Chemikalienkanister sortiert und in speziellen Behältern abtransportiert, danach verbrannt. Daraufhin folgen der Abtransport von belastetem Schutt und Sandsäcken. Zum Schluss wird das Löschwasser, rund 80.000 Liter, aus dem Keller gepumpt und in einer Spezialanlage gereinigt. Insgesamt müssen etwa 150 Tonnen Abfälle entsorgt werden. Wie teuer das wird, ist noch unklar und hängt davon ab, wie gefährlich die Chemikalien sind. Da der Grundstückseigentümer seiner Pflicht zur Entsorgung der Chemikalien nicht nachkommt, übernimmt der Landkreis die Arbeiten auf eigene Kosten und stellt sie dem Eigentümer später in Rechnung. Für die erste Sicherung der Stoffe hatte der Landkreis dem Eigentümer bereits rund 26.000 Euro berechnet. Gegen diese Maßnahme läuft aktuell ein Gerichtsverfahren.
Foto (c) Landkreis Grafschaft Bentheim