Auswertung des VSR Gewässerschutzes: Hohe Nitratwerte im Grundwasser von Emsland und Grafschaft Bentheim

Aktuelle Brunnenwasseruntersuchungen des VSR-Gewässerschutzes zeigen eine besorgniserregende Nitratbelastung im oberflächennahen Grundwasser der Regionen Meppen und Nordhorn. Das teilt der VSR-Gewässerschutz mit. Die gemeinnützige Organisation wertete dafür Proben aus privaten Gartenbrunnen aus, die Bürger im Juni an einem mobilen Labor abgegeben hatten. In Meppen überschritt jede dritte Probe den EU-Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter, in Nordhorn war es jede sechste Probe. Besonders hohe Werte maßen die Experten in Nordhorn-Blanke, Neerlage, Engden sowie in Meppen-Fullen und Ahlen. Projektkoordinator Harald Gülzow führt die anhaltend hohen Werte auf Mängel in der deutschen Düngegesetzgebung zurück. Obwohl die EU-Nitratrichtlinie bereits seit 1991 gilt, verfehlten ständige Regeländerungen ihr Ziel und böten Landwirten keine Planungssicherheit. Zusätzlich verschärft wird die Lage durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Weil die Kriterien für die Ausweisung sogenannter „Roter Gebiete“ mit strengeren Düngeauflagen als ungenau eingestuft wurden, haben die Bundesländer diese Sonderregelungen vorerst ausgesetzt. Laut VSR drohe dadurch eine weitere Verschlechterung der Wasserqualität. Um dem Problem wirksam zu begegnen, fordert der VSR-Gewässerschutz praxistaugliche und verlässliche Vorgaben für die Landwirtschaft.

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