Nach dem Riss von etwa 50 Schafen in einem Moorgebiet in der Grafschaft Bentheim hat der Landkreis eine Abschussgenehmigung für zwei Wölfe erteilt. Das Vorgehen sei mit dem zuständigen Umweltministerium in Hannover abgestimmt worden, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung. Die Genehmigung gelte bis zum 15. Juni. Zuvor hatten die „Grafschafter Nachrichten“ berichtet. Nach Angaben der Sprecherin wurden die Tiere am vergangenen Wochenende gerissen. 100 weitere Tiere seien bei dem Wolfsangriff verletzt worden. Bei einigen von ihnen seien die Verletzungen so schwer gewesen, dass auch sie zu verenden drohten. DNA-Untersuchungen haben dem Landkreis zufolge bestätigt, dass es sich um einen Wolfsriss handelte.
Per Haftbefehl gesuchter 28-Jähriger von Bundespolizei festgenommen
Die Bundespolizei hat gestern einen per Haftbefehl gesuchten 28-Jährigen festgenommen. Wie die Beamten mitteilen, wurde der Mann gegen 22:40 Uhr auf der Rastanlage Bentheimer Wald als Beifahrer eines Transporters kontrolliert. Beim Überprüfen seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag. Er war wegen Diebstahls zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von mehr als zweieinhalb Monaten verurteilt worden. Da er die ausstehende Geldstrafe von 2000 Euro nicht zahlen konnte, wurde er von den Beamten in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Motorradfahrer nach Verkehrsunfall in Emsbüren schwer verletzt
Heute Mittag gegen 12:15 Uhr ist ein Motorradfahrer in Emsbüren bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, fuhr der 32-jährige Motorradfahrer auf der Lise-Meitner-Straße in Richtung Mendelstraße. Als er nach links in die Mendelstraße abbiegen wollte, übersah er einen 42-jährigen Autofahrer. Es kam zum Zusammenstoß. Der Motorradfahrer verletzte sich schwer und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Polizei sucht Radfahrerin nach Zusammenstoß mit Auto in Geeste
Heute Vormittag gegen 11 Uhr ist ein Radfahrer in Geeste mit einem Auto zusammengestoßen. Wie die Polizei mitteilt, fuhr eine 84-jährige Autofahrerin auf der Meppener Straße in Richtung „Am Rathaus“ und wollte auf das Gelände eines Verbrauchermarktes fahren. Zeitgleich fuhr eine unbekannte Radfahrerin auf dem Geh- und Radweg in gleicher Richtung. Es kam zum Zusammenstoß. Die Radfahrerin wurde im Anschluss von weiteren Personen mit einem Auto weggefahren. Ob sie verletzt ist, ist bislang unklar. Die Polizei bittet die Radfahrerin oder Zeugen des Unfalls, sich zu melden.
Nach versuchtem Überfall auf Tankstelle: Fahndungserfolg in Nordhorn
Nach einem versuchten bewaffneten Raubüberfall auf eine Tankstelle an der Denekamper Straße in Nordhorn konnte die Polizei einen Ermittlungserfolg verbuchen. Wie die Beamten mitteilten, ereignete sich der Vorfall bereits am frühen Dienstagmorgen gegen 4 Uhr. Zwei zunächst unbekannte Täter näherten sich dem Nachtschalter der Tankstelle und forderten unter Vorhalt einer Schusswaffe Bargeld von dem 50-jährigen Angestellten. Nachdem der Überfall misslungen war, flüchteten die Täter vom Tatort. Nur kurze Zeit später kam es im Umfeld der Tankstelle zu einem weiteren Raub auf einen 38-jährigen Passanten. Die unmittelbar eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen sowie die anschließenden Ermittlungen führten die Polizei schnell auf die Spur zweier Männer im Alter von 25 und 37 Jahren. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück erließ das zuständige Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnräume der Verdächtigen. Dabei stellten die Ermittler Beweismittel sicher, die mutmaßlich mit beiden Taten in Verbindung stehen. Während die Ermittlungen gegen den 25-Jährigen und die Suche nach einem möglichen weiteren Tatbeteiligten andauern, wurde gegen den 37-jährigen Hauptverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Er befindet sich seit dem 6. Mai in Untersuchungshaft. Die Polizei Nordhorn bittet Zeugen, sich zu melden.
Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Osnabrück überprüft Kurier-, Express- und Paketbranchen – auch im Emsland
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Osnabrück hat gestern bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung der Kurier-, Express- und Paketbranche 19 auffällige Sachverhalte festgestellt. Wie das Hauptzollamt mitteilt, waren im Bereich des Hauptzollamts Osnabrück und damit auch im Emsland insgesamt 48 Zöllnerinnen und Zöllner unterwegs, die 105 Personen befragt haben. In fünf der 19 Fälle handelte es sich um nicht gezahlten Mindestlohn. In zwei Fällen ermittelt das Hauptzollamt wegen Sozialleistungsbetrugs. Außerdem besteht in fünf Fällen der Verdacht, dass gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten verstoßen wurde. Auch Beschäftigungen von Ausländern ohne Arbeitsgenehmigung erfolgten in drei Fällen.
Polizeieinsatz im Emsbürener Ortskern sorgt für Aufsehen
Ein größerer Polizeieinsatz hat gestern Vormittag im Ortskern von Emsbüren für Aufsehen gesorgt. Nach Angaben der Polizei fiel ein 32-jähriger Mann gegen 11.00 Uhr im Bereich der Bahnhofstraße zunächst durch aggressives Verhalten auf. Er führte dabei einen Holzpfahl mit sich und bewegte sich anschließend zu Fuß in Richtung Ortskern sowie zu nahegelegenen Supermärkten. Aufgrund seines Verhaltens und eines erkennbaren psychischen Ausnahmezustands wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Nach bisherigen Erkenntnissen bestand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr für unbeteiligte Personen. Gerüchte über einen sogenannten „Amoklauf“, die zeitweise in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, hätten sich nicht bestätigt. Die Polizei mahnt, Informationen aus sozialen Medien kritisch zu prüfen und sich auf offizielle Mitteilungen zu stützen.
Bundespolizei zieht Bilanz zu Grenzkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze
Die Bundespolizei hat eine Bilanz der seit September 2024 vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze in Niedersachsen vorgelegt. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim wurden demnach bis Ende April 2026 insgesamt 2.791 unerlaubte Einreisen festgestellt. Außerdem wurden 1.784 Personen an der Grenze zurückgewiesen. Die Beamten nahmen 118 mutmaßliche Schleuser fest, stellten 669 Personen mit offenen Haftbefehlen fest und identifizierten 84 Personen aus extremistischen oder sicherheitsrelevanten Spektren. Die Bundespolizei führt die Kontrollen im Auftrag des Bundesinnenministeriums durch. Sie sollen weiterhin flexibel und lageangepasst erfolgen und eng mit Nachbarstaaten sowie anderen Sicherheitsbehörden abgestimmt werden.
SPD-Stadtratsfraktion Lingen beantrangt Planung einer neuen Tennishalle
Die SPD-Stadtratsfraktion Lingen setzt sich für den Bau einer neuen Tennishalle in der Stadt ein. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die kommende Ratssitzung eingebracht. Ziel ist es, frühzeitig auf den Wegfall beziehungsweise die unsichere Zukunft bestehender Hallenkapazitäten zu reagieren und eine langfristige Lösung für den Hallentennissport in Lingen zu schaffen. Hintergrund sind die geplante Schließung der sogenannten Schrader-Tennishalle sowie die unklare Perspektive der Tennishalle in Baccum. Nach Angaben der SPD stünden den Tennisvereinen damit künftig nur noch drei Hallenplätze an der Waldstraße zur Verfügung. Das sei zu wenig, insbesondere für den Trainings- und Jugendbetrieb. Die SPD-Fraktion verweist zudem auf Entwicklungen in anderen Kommunen und sieht die Stadt Lingen in der Pflicht, frühzeitig eigene Lösungen zu entwickeln. Wichtig sei dabei auch die Einbindung der örtlichen Tennisvereine, um deren Bedürfnisse in die Planung einzubeziehen.
Sanierungsbedarf bei den Landesstraßen 44 und 39: Reinhold Hilbers fordert Antworten
Der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers fordert Klarheit über den Zustand der Landesstraßen in der Grafschaft Bentheim. In einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung hatte sich Hilbers nach dem Sanierungsbedarf sowie möglichen Zeitplänen für Maßnahmen insbesondere an der L 44 und der L 39 erkundigt. Hintergrund seien Hinweise von Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern auf teils sanierungsbedürftige Straßenabschnitte in der Region. Der Abgeordnete will von der Landesregierung unter anderem wissen, welche Schäden bekannt sind, welche Sanierungsmaßnahmen geplant sind und wann diese umgesetzt werden sollen. Eine verlässliche Verkehrsinfrastruktur sei gerade im ländlichen Raum unverzichtbar, betont Hilbers in einer Mitteilung. Sobald die Antwort der Landesregierung vorliege, will Hilbers diese nach eigenen Angaben sorgfältig auswerten und politischen Handlungsbedarf prüfen. Ziel sei es, notwendige Sanierungen nicht weiter aufzuschieben, sondern den Erhalt der Landesstraßen konsequent zu sichern.
Theresa Sperling über die Landesmeisterschaften im Poetry Slam 2026
Grafschafter Museumsverein schließt Kooperationsvereinbarungen mit Tierpark und VVV Nordhorn
Veranstaltungen zum Tag der Befreiung in der Region
44-Jähriger nach Sturz mit Kleinkraftrad in Papenburg leicht verletzt
Ein betrunkener Mann ist gestern Nachmittag in Papenburg mit seinem Kleinkraftrad gestürzt. Der 44-Jährige zog sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu. Der Mann fuhr gegen 14.20 Uhr in Schlangenlinien auf der Overledinger Straße in Richtung Friesenstraße. Zwischen der Flachsmeerstraße und der Kapitän-Hermanns-Straße stürzte der 44-Jährige mit seinem Kleinkraftrad. Laut Polizei verweigerte er einen Atemalkoholtest, hab aber an, alkoholisiert zu sein. Die Polizei sucht Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die durch das Fahrverhalten des Mannes gefährdet worden sein könnten.
Drei Verletzte bei Frontalzusammenstoß in Geeste
Bei einem Frontalzusammenstoß von zwei Autos in Geeste sind gestern Abend drei Menschen verletzt worden. Gegen 22.10 Uhr war eine 23-jährige Autofahrerin auf der Schwefinger Straße von Meppen in Richtung Geeste unterwegs. Während der Fahrt geriet die Frau mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn und prallte dort mit dem Auto einer 56-jährigen Frau zusammen. Beide Autofahrerinnen und eine Beifahrerin im Auto der 56-Jährigen wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass die 23-jährige Autofahrerin unter Alkoholeinfluss stand. Bei ihr wurde ein Atemalkoholwert von 1,88 Promille festgestellt.
Auto auf der A31 bei Haren ausgebrannt
Auf der A31 bei Haren ist gestern Mittag ein Auto ausgebrannt. Der Fahrer konnte das Fahrzeug rechtzeitig verlassen und sich in Sicherheit bringen. Während der Fahrt hatte der 66-jährige Autofahrer Rauch im Motorraum seines Fahrzeuges bemerkt. Er hielt am Fahrbahnrand an und entfernte sich. Kurze Zeit später breiteten sich die Flammen auf das gesamte Fahrzeug aus. Das Auto brannte vollständig aus. Auch die Fahrbahn wurde bei dem Brand beschädigt. Nach rund zwei Stunden konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Foto (c) Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim
Putenmaststall in Wietmarschen abgebrannt
In Wietmarschen ist in der vergangenen Nacht ein Putenmaststall abgebrannt. Menschen oder Tiere wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Ein Autofahrer hatte den Brand gegen 2.20 Uhr während der Fahrt auf der A31 bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Beim Eintreffen der Feuerwehr auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Betriebes an der Straße Plaggendiek stand der Stall für Geflügelzucht bereits in Vollbrand. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Tiere im Stall. Um verbleibende Glutnester einzudämmen, lässt die Feuerwehr den Stall kontrolliert abbrennen. Die Maßnahmen sollen im Laufe des Tages abgeschlossen werden. Der Schaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Über die Brandursache gibt es noch keine Informationen.
Schwerer Verkehrsunfall auf der B214 in Lingen
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Lingen ist gestern Nachmittag ein 27-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der Mann war gegen 16.00 Uhr mit seinem Auto auf der B214 in Richtung Freren unterwegs. In einer Kurve geriet das Auto des Mannes auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Auto einer 24-jährigen Frau. Der 27-Jährige erlitt so schwere Verletzungen, dass er an den Folgen im Krankenhaus verstarb. Die 24-jährige Autofahrerin und zwei Mitfahrer im Auto der Frau wurden schwer verletzt. Nach dem Unfall musste die Bundesstraße für mehrere Stunden voll gesperrt werden.
Berufung erfolgreich: Haftstrafe für Lingener Betrüger reduziert
Das Osnabrücker Landgericht hat ein Urteil des Lingener Amtsgerichts gegen einen 30-jährigen Mann aus Lingen aufgehoben und neu gefasst. Der Mann war im August vergangenen Jahres wegen Betruges und wegen Urkundenfälschung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt worden. Er soll im Internet einen Gegenstand zum Verkauf angeboten und verkauft haben. Trotz Erhalt des Kaufpreises habe er den Gegenstand nicht versandt. Außerdem soll er an einem E-Scooter ein Versicherungskennzeichen angebracht haben, das für einen anderen E-Scooter ausgegeben worden sei. Trotzdem soll er damit auf öffentlichen Straßen unterwegs gewesen sein. Im Berufungsverfahren verurteilte das Osnabrücker Landgericht den Lingener zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Monaten und zwei Wochen. Außerdem verhängte das Gericht ein Fahrverbot von drei Monaten und er muss den Erlös aus seinem Verkauf im Internet zurückzahlen.