Die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim hat im Exportbarometer Herbst 2025 einen Rückgang der Ausfuhren um 8,2 Prozent verzeichnet. Das teilt die Industrie- und Handelskammer mit. In den ersten acht Monaten des Jahres exportierten Unternehmen der Region Waren im Wert von rund 6,5 Milliarden Euro. Laut IHK-Geschäftsbereichsleiter International, Frank Hesse, bleibt die Dynamik im Außenhandel schwach. Während Niedersachsen im gleichen Zeitraum ein Exportplus von 4,6 Prozent und der Bund einen Zuwachs von 0,7 Prozent erreiche, treffe die globale Schwächephase die Region deutlich stärker. Bis 2022 entwickelten sich die Exporte hier überdurchschnittlich, seit Beginn des Ukraine-Kriegs gingen sie jedoch spürbar zurück. Als Ursachen nennt die IHK den weitgehenden Wegfall des russischen Marktes sowie Wettbewerbsnachteile energieintensiver Branchen. Besonders betroffen sind Metallerzeugung, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Papierindustrie. Auch die Zahl der ausgestellten Ursprungszeugnisse und Außenhandelsdokumente ist mit knapp 17.000 bis Ende Oktober leicht rückläufig und weist auf eine gedämpfte Exporttätigkeit hin.
