Auszeichnung für das Emsland: Erstes „Hydrogen Valley of the Year” in Deutschland!

Das Emsland wurde als erstes „Hydrogen Valley of the Year“ in Deutschland ausgezeichnet. Im Rahmen der European Hydrogen Week ehrte die EU die Region für ihre wegweisenden Wasserstoffprojekte und das Engagement in der Entwicklung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft. Das meldet die H2-Region Emsland in einer Mitteilung. Unter fast 100 Hydrogen Valleys weltweit sticht das Emsland hervor. Bereits 2011 wurde hier mit der Power-to-Gas-Anlage in Werlte ein Vorzeigeprojekt gestartet. Heute sind über 22 Mega-Watt (MW) Elektrolyseur-Kapazität in Betrieb, und weitere Großprojekte wie eine 300-MW-Anlage von RWE und eine 100-MW-Elektrolyse von BP entstehen in Lingen. Das Emsland überzeugt nicht nur in der Produktion von grünem Wasserstoff, sondern auch in der vielfältigen Nutzung – von Industrie über Mittelstand bis zur Mobilität. Landrat Marc-André Burgdorf sieht die Region als Vorreiter der Energiewende. Auch die Stadt Lingen entwickelt sich mit zahlreichen Projekten zu Deutschlands größtem grünen Wasserstoffstandort. Die Auszeichnung würdigt die regionale Zusammenarbeit und den Mut, neue Wege zu gehen.

Beschäftigung schwerbehinderter Menschen bis 31. März 2025 der Arbeitsagentur melden

Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sind verpflichtet, fünf Prozent davon mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Die Beschäftigungsdaten für 2024 müssen bis 31. März 2025 bei der Arbeitsagentur gemeldet werden, das teilt die Agentur für Arbeit Nordhorn mit. Der schnellste Weg ist die elektronische Anzeige mit der kostenlosen Software IW-Elan unter www.iw-elan.de. Eine Unterschrift ist dabei nicht nötig. Arbeitgeber, die ihre Pflicht nicht erfüllen, zahlen eine gestaffelte Ausgleichsabgabe. Diese Mittel fördern die Teilhabe schwerbehinderter Menschen, etwa durch Arbeitsplatzanpassungen. Weitere Infos und Beratung bietet der Arbeitgeber-Service unter 0800 4 555520.

Neue Plattdeutsch-App soll Sprache retten

In Norddeutschland wird Plattdeutsch immer seltener gesprochen. Eine neue, kostenlose App aus Greifswald und Niedersachsen möchte das ändern und den Erhalt der Sprache fördern. Das teilt die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit. Die App „Platt mit Beo“ berücksichtigt regionale Unterschiede aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein und richtet sich an alle, die Plattdeutsch lernen wollen. Sie bietet mehr als 3.000 Stichwörter und über 4.000 Audioaufnahmen, die das Leseverständnis, Schreiben, Hören und die Aussprache trainieren. Benannt wurde die App nach dem Beo, einem sprachbegabten, aber bedrohten Vogel. Die multimediale Lernanwendung enthält zwei Sprachversionen, die von Schauspielerin Sandra Keck und Radiomoderator Thomas Naedler eingesprochen wurden. Entwickelt wurde die App über drei Jahre vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald und mehreren Landschaftsverbänden. Seit heute ist die App kostenlos in den App-Stores verfügbar.

L55: Vollsperrung aufgehoben

Die Vollsperrung der Landesstraße 55 zwischen Holte und Herßum ist heute Vormittag, 25. November, um 10 Uhr aufgehoben worden. Die Bauarbeiten an der Fahrbahn und dem Radweg wurden erfolgreich abgeschlossen. Das teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Strassenbau und Verkehr für den Geschäftsbereich Lingen (NLSTBV-LIN) mit. Der zweite Bauabschnitt, der die Ortsdurchfahrt Herßum betrifft, beginnt im Frühjahr 2025 und soll bis Mitte des Jahres fertiggestellt sein.

Foto © NLSTBV-LIN

Gesuchter Drogenschmuggler an Grenze verhaftet

An der B402 nahe der deutsch-niederländischen Grenze bei Hebelermeer hat die Bundespolizei am Samstagabend einen 26-jährigen Mann verhaftet. Das teilt die Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim mit. Gegen den Mann lag ein Untersuchungshaftbefehl wegen Drogenschmuggels vor. Bei einer Grenzkontrolle überprüften die Beamten seine Personalien und stellten fest, dass er wegen der Einfuhr großer Mengen Betäubungsmittel gesucht wird. Der Mann wurde festgenommen, dem Haftrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Zudem fand die Polizei eine kleine Menge Drogen bei ihm, die beschlagnahmt wurden. Ein weiteres Strafverfahren wurde eingeleitet.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Schutz stärken, Hinschauen fördern

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen: Heute ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder ruft dazu auf, den Schutz von Frauen und Mädchen zu stärken und Gewalt konsequent zu bekämpfen, heißt es in einer Pressemitteilung von De Ridder. Jede dritte Frau erlebt Gewalt – eine erschreckende Zahl, dokumentiert De Ridder weiter. Frauenhäuser, Beratungsstellen und Präventionsarbeit brauchen mehr Unterstützung. Täterinnen und Täter müssten stärker zur Verantwortung gezogen werden. Auch digitale Gewalt trifft Frauen oft besonders hart. Die Bundestagsabgeordnete fordert eine Kultur des Hinschauens und Handelns. Ziel ist eine Zukunft ohne Gewalt.

Grafschafter Selbsthilfekontaktstelle feiert 25-jähriges Bestehen

Bei gesundheitlichen Problemen, schwierigen Lebensumständen oder ernstzunehmenden Erkrankungen kann der Austausch mit anderen Betroffenen helfen, schwierige Situationen zu bewältigen und neue Wege zu entdecken. Für solche Fälle hat die Selbsthilfe in der Grafschaft Bentheim einen festen Platz. Mit derzeit etwa 140 aktiven Gruppen deckt sie eine Vielzahl von Themen ab. Von körperlichen Erkrankungen über psychische Belastungen bis hin zu sozialen Herausforderungen. Heute feiert die Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim 25-jähriges Bestehen. Heiko Alfers berichtet:

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Foto © Landkreis Grafschaft Bentheim

Emsland-Jahrbuch 2025 – Von 1050 Jahren Lingen bis zur Rückkehr der Wölfe

So viele Jubiläen und Jahrestage müssen angemessen gefeiert werden. Und wie könnten diese besser gewürdigt werden, als im diesjährigen Emsland-Jahrbuch. Mit dem mittlerweile 71. Band wird die Tradition des regionalen Jahrbuches fortgesetzt. Vergangenen Donnerstag wurde dieses in Esterwegen vom Emsländischen Heimatbund präsentiert. Sophia Wagner war vor Ort und berichtet:

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Foto © Melanie Schröder

Wechsel in der regionalen Museumsarbeitsgemeinschaft Emsland-Grafschaft Bentheim

Die Leitung der regionalen Arbeitsgemeinschaft Emsland-Grafschaft Bentheim des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen ist nun in der Grafschaft Bentheim beheimatet. Nadine Höppner, Leiterin des Stadtmuseums Nordhorn, übernimmt die Funktion von Dr. Michael Haverkamp, dem langjährigen Direktor des Emsland Moormuseums in Geeste. So wird es in einer Presseinformation des Stadtmuseums Nordhorn verkündet. Die Arbeitsgemeinschaft, eine von insgesamt 16 in Niedersachsen und Bremen, fördert die Vernetzung und den Austausch zwischen Museen und museumsähnlichen Einrichtungen. Sie dient nicht nur der kollegialen Zusammenarbeit, sondern auch als Plattform, um Bedarfe der Museen zu erkennen und gezielt Unterstützung anzubieten. In der Vergangenheit profitierten etwa das Sandsteinmuseum Bad Bentheim und das Feuerwehrmuseum Salzbergen von den Beratungsangeboten des Verbandes. Dr. Haverkamp, der die Arbeitsgemeinschaft seit 2010 leitete, wird für sein Engagement herzlich gewürdigt. Seine Nachfolgerin Nadine Höppner bringt als erfahrene Museumsleiterin frischen Schwung in die Zusammenarbeit. Regelmäßige Treffen der Arbeitsgemeinschaft in wechselnden Museen der Region bieten Raum für Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen haupt- und ehrenamtlichen Museumsschaffenden. Museen oder ähnliche Einrichtungen, die Teil der Arbeitsgemeinschaft Emsland-Grafschaft Bentheim werden möchten, können sich direkt an das Stadtmuseum Nordhorn wenden.

Foto © Stadtmuseum Nordhorn

Verkehrsunfall auf der A30 bei Quendorf

Auf der A30 in Richtung Hannover hat sich am Sonntagabend bei Quendorf ein Verkehrsunfall ereignet. Gegen 19:25 Uhr fuhr ein 26-jähriger Autofahrer auf den Wagen einer 30-Jährigen auf. Die Frau wurde dabei leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf rund 26.000 Euro geschätzt. Für die Unfallaufnahme war die Autobahn etwa 40 Minuten lang voll gesperrt.

Einbruch in Windkraftanlage in Lingen – Hoher Sachschaden

Unbekannte Täter sind am Samstagmorgen in Lingen zwischen 6:17 und 7:17 Uhr in eine Windkraftanlage am Depotweg eingebrochen. Dabei durchtrennten sie 16 Starkstrom-Kupferkabel mit einer Länge von jeweils etwa 50 Metern und entwendeten diese. Der entstandene Sachschaden wird auf 100.000 bis 150.000 Euro geschätzt. Die Polizei Lingen bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.

ANF-Standortleiter von Lingen gibt Statement zur 3-tägigen Erörterung

Die Advanced Nuclear Fuels (ANF) habe im Verfahren zur Herstellung von VVER-Brennelementen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dies geht aus einem Statement von Andreas Hoff, Geschäftsführer der ANF und Standortleiter in Lingen, hervor. Der Abschluss der dreitägigen Erörterung in Lingen markiere einen weiteren Schritt in diesem Vorhaben. Im Jahr 2022 beantragte ANF die Genehmigung zur Produktion von Brennelementen für 19 VVER-Reaktoren in der Europäischen Union. Ziel des Projekts sei es, die energiepolitische Unabhängigkeit von Russland zu stärken und die Versorgungssicherheit in Europa zu erhöhen – im Einklang mit den Interessen der EU und der Betreiber. ANF habe die vom Niedersächsischen Umweltministerium initiierte Öffentlichkeitsbeteiligung von Beginn an unterstützt und einen transparenten Ansatz verfolgt. Die Anfragen der Behörden seien umfassend beantwortet worden. Während der Erörterungen in Lingen konnten sämtliche Einwände sachlich und detailliert besprochen werden, heißt es weiter in dem Statement. Die Diskussionen der vergangenen Tage hätten gezeigt, dass es in der Region keine nennenswerte Mobilisierung gegen das Projekt gibt. Vielmehr erfahre das Vorhaben Unterstützung, insbesondere von der Belegschaft und der Gewerkschaft.

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