Der Einzelhandel in Nordhorn ist stärker als die Kaufkraft der Nordhorner selbst. Das zeigen die Ergebnisse des Mittelzentrenmonitors, den die Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim nun vorgestellt hat. Demnach verzeichnet der Einzelhandel in Nordhorn deutlich mehr Umsatz, als Kaufkraft bei der Bevölkerung vorhanden ist. Dieses Verhältnis wird auch als Handelszentralität bezeichnet. Der IHK-Mittelzentrenmonitor weist 2024 für Nordhorn eine Handelszentralität von 139 aus. Das ist ein gutes Ergebnis, sagt Bürgermeister Thomas Berling. Gründe dafür sieht er unter anderem in der Grenzlage zu den Niederlanden sowie in Maßnahmen zur Attraktivierung der Innenstadt und zur Förderung des Radverkehrs. Die IHK betont, dass die Handelszentralität in Nordhorn wie auch in anderen Städten insgesamt rückläufig ist. Das sei mit dem wachsenden Umsatzanteil des Online-Handels zu begründen. Im Mittelzentrenmonitor stellt die IHK regelmäßig die Handelskennzahlen für die sieben Mittelzentren in der Wirtschaftsregion Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim zusammen, lässt Passantenfrequenzen messen und erhebt vor Ort die Nutzungsarten der Erdgeschosslagen in den zentralen Versorgungsbereichen. Mit diesen Daten können Veränderungen gegenüber den vorangegangenen Erhebungen dargestellt werden.

