Die jüngste Forderung der IG Metall für die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie trifft bei den Arbeitgebern auf Unverständnis. Das geht aus einer Pressemitteilung des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim (IAV) hervor. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Entgeld und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die anhaltende Rezession, Strukturwandel, geringe Auslastung und rückläufige Produktion würden jedoch auch die regionalen Betriebe belasten, betont Guido Remme, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. Die Forderung zeige, dass die IG Metall den Ernst der Lage nicht erkenne. Die Forderung sei unrealistisch, so Remme weiter. Die Betriebe bräuchten dringend Kostenentlastung, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Es seien politische Reformen gefragt, um Bürokratie- und Energiekosten zu senken und die Sozialversicherungsbeiträge zu stabilisieren. Zudem müssten sich aber auch die Gewerkschaften der fortschreitenden Standorterosion und De-Industrialisierung stellen. Die erste Tarifverhandlung für das Tarifgebiet ist für den 08. Oktober in Osnabrück geplant.

