Im Streit um geplante Windenergieanlagen im Bardeler Wald bei Bad Bentheim geraten die Stadtverwaltung und die Genehmigungsbehörden zunehmend unter Druck. Unter anderem die Bürgerinitiative „Gegen Windräder im Wald“ (GWW) wirft der Stadt vor, bei der Änderung des Flächennutzungsplans gegen rechtliche Vorgaben verstoßen und die Öffentlichkeit nicht ausreichend beteiligt zu haben. Nach Angaben der Initiativen seien wichtige Umwelt- und Naturschutzgutachten nachträglich ergänzt worden. Der Landkreis Grafschaft Bentheim habe in diesem Zusammenhang eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung gefordert. Die Stadt Bad Bentheim habe die Planänderung dennoch für wirksam erklärt. Inzwischen sollen dazu Beschwerden beim Landkreis und beim zuständigen Ministerium vorliegen. Der Landkreis prüfe den Vorgang und müsse gegenüber dem Ministerium Stellung nehmen. Darüber hinaus kritisieren die Initiativen mangelnde Transparenz und unzureichende Information der Ratsmitglieder. Auch frühere Rodungsmaßnahmen und die Wiederaufforstung im betroffenen Waldgebiet stehen in der Kritik. Die Bürgerinitiative GWW sagt, dass es laut Standortkonzept der Stadt Bad Bentheim besser geeignete Flächen gebe und man den für das Klima und die Natur wertvollen Wald nicht für die Windenergie brauche.