Planbare Arbeitszeiten für Familien: NGG Osnabrück spricht sich gegen Abschaffung des 8-Stunden-Tages aus

Bei einer möglichen Änderung des Arbeitszeitgesetzes und der Abschaffung des 8-Stunden-Tages sieht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Osnabrück erhebliche Probleme auf die Eltern in der Grafschaft Bentheim und im Emsland zukommen. Nach Angaben der Gewerkschaft gibt es in der Grafschaft für rund 1.610 Kinder unter drei Jahren einen Kitaplatz. Die Betreuungsquote liege damit nach Angaben der amtlichen Statistik bei knapp 40 Prozent. Im Emsland gebe es für rund 3.990 Kinder unter drei Jahren einen Kitaplatz. Das entspreche einer Betreuungsquote von 42 Prozent. Das sei zu wenig, so die NGG. Eine verlässliche Betreuung sei gerade für berufstätige Eltern wichtig. Meist seien Kita- und Arbeitszeiten eng miteinander abgestimmt. Sollte die Bundesregierung jetzt den 8-Stunden-Tag abschaffen und bei der Wochenarbeitszeit ein Höchstlimit von 48 und in Ausnahmefällen sogar bis zu 73,5 Stunden setzen, würde das Probleme für viele Familien provozieren, warnt NGG-Geschäftsführer Peter Buddenberg. Der Arbeitskräftemangel ließe sich zudem nicht durch längere Arbeitstage lösen, sondern durch bessere Arbeitsbedingungen und mehr Kita-Plätze.
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