Die Papenburger Meyer Werft plant nach Angaben des Betriebsrates den Abbau von rund 440 Stellen. Das hat der Betriebsratschef der Werft, Andreas Hensen, heute Morgen der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Eine offizielle Stellungnahme der Meyer Werft gibt es noch nicht. Hensen zufolge soll der Stellenabbau vor allem Mitarbeiter betreffen, die nicht direkt am Bau von Schiffen beteiligt seien. Die finanzielle Lage des Traditionsunternehmens gilt schon länger als angespannt. Das Unternehmen beschäftigt rund 3000 Werftmitarbeiter und sichert Zulieferern und Dienstleistern in der Region Aufträge. Angesichts des möglichen Stellenabbaus will sich Niedersachsens Wirtschaftsministerium für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen. Das sagte heute ein Sprecher des Ministeriums. Ein möglicher Stellenabbau bedeute „einen schmerzhaften Einschnitt für den Standort in Papenburg“, hieß es. Die Meyer Werft habe eine zentrale Bedeutung für die gesamte Region, sowohl als Arbeitgeber wie auch als einer der internationalen Know-how-Träger im Kreuzfahrtschiffbau und damit als industrielles Aushängeschild von Weltrang, teilte das Ministerium mit.