Die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, freiwillige Teilnahmen an Integrationskursen künftig nicht mehr zuzulassen, trifft auch die Vhs Papenburg massiv. Rund 45 Prozent aller Kurse werden von Volkshochschulen angeboten, viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind freiwillig dabei – darunter Geflüchtete, Asylsuchende, Geduldete und Unionsbürger. Ohne diese Teilnehmer kann die vorgeschriebene Mindestzahl für Kursstarts oft nicht erreicht werden. Kurse müssen abgesagt, Lehrkräfte reduziert werden, warnt die Vhs-Geschäftsführerin Natascha Hartleif. Die Entscheidung gefährde nicht nur die Integration, sondern auch die Fachkräftesicherung, da fehlende Sprachkenntnisse den Zugang zum Arbeitsmarkt blockieren. Der Deutsche Volkshochschulverband und der Vhs-Landesverband Niedersachsen fordern das Ministerium auf, die Sparmaßnahme zurückzunehmen und den Zugang zu Integrationskursen für alle zu ermöglichen.
