Der Hausärztemangel gefährdet nach Auffassung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim die Standortqualität in der Region. Bereits heute seien in Teilen der Region mehr als 40 Prozent der Hausärzte über 60 Jahre alt, so die IHK in einer Mitteilung. Während zahlreiche Hausärzte absehbar in den Ruhestand gehen, steige mit der alternden Bevölkerung aber auch der Bedarf an ärztlicher Versorgung. In der jüngsten IHK-Standortumfrage bewerteten 96 Prozent der regionalen Unternehmen die Gesundheitsversorgung als wichtigen Standortfaktor. Nur 56 Prozent der Unternehmen zeigten sich mit der aktuellen Versorgung zufrieden. Die Regionen müssen in die Gesundheitsversorgung investieren, konkret in die Präsenz von Ärzten und in innovative Versorgung von Patienten mit medizinischem Rat und ärztlicher Behandlung, fordert IHK-Präsident Uwe Goebel. Langfristig sei daher etwa die Medizinische Hochschule Osnabrück ein wichtiger Schritt für die Region. Bereits jetzt gibt es unter anderem kommunale Förderprogramme, die Mediziner bei der Niederlassung unterstützen und die Studierende über Stipendien frühzeitig an die Region binden. Diese Aktivitäten würden allerdings nicht in allen Teilen der Region ausreichen, so Goebel.