Im Emsland sollen mehrere schwarze Holzkreuze mit der Aufschrift „Remigration“ an Ortsschildern angebracht worden sein. Der NDR Niedersachsen berichtet, dass der Staatsschutz deshalb Ermittlungen aufgenommen habe. Betroffen seien nach Angaben der Polizei unter anderem Twist, Groß Hesepe, Dalum und Geeste. Die Polizei habe die insgesamt sechs Kreuze entfernt und prüfe nun, wer sie angebracht habe. Die Neue Osnabrücker Zeitung habe zuerst darüber berichtet. Aufmerksam geworden sei die Gemeinde Twist durch den Hinweis einer Bürgerin. Daraufhin habe die Gemeinde Anzeige erstattet. Die Beamten hätten anschließend auf dem Weg zu dem Ortsschild in Twist weitere Holzkreuze entdeckt. Ein Strafverfahren sei bislang nicht eingeleitet worden, da der Begriff „Remigration“ als solcher nicht verboten sei. Nach Einschätzung der Polizei stünden die Aktionen jedoch offenbar im Zusammenhang mit einer bundesweiten rechtsextremistischen Kampagne rund um den 13. Juli. Die Twister Bürgermeisterin Petra Lübbers habe dem NDR Niedersachsen gesagt, die Menschen vor Ort seien erschrocken. Die Gemeinde bitte mögliche Zeuginnen und Zeugen um Hinweise.
