Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer äußert sich zu dem dreitägigen Erörterungstermin zur Brennelementefabrik in Lingen. Dies teilte das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klima mit. Laut Meyer müssten die Sorgen der Bevölkerung hinsichtlich einer möglichen russischen Einflussnahme ernst genommen werden. Die Ängste der Bürgerinnen und Bürger seien zahlreich zum Ausdruck gebracht worden, und die hohe Teilnehmerzahl würde die Wichtigkeit der Veranstaltung vor Ort verdeutlichen. Im weiteren Verfahren sollten insbesondere Risiken wie Spionage, Sabotage und Desinformation berücksichtigt werden, vor denen auch die Sicherheitsdienste warnen würden. Zusätzlich würde Minister Meyer auf die enge Verbindung von Rosatom zum Ukraine-Krieg hinweisen.
Bei dem Erörterungstermin wurden knapp 28 Stunden Fragen zur inneren und äußeren Sicherheit von ungefähr 170 Einwendern und Fachleuten beantwortet. Versammlungsleiter Andreas Sikorski zog aus diesen Ergebnissen eine positive Bilanz und lobte den konstruktiven Austausch, auch wenn nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortet worden wären. Das Umweltministerium würde nun die rund 11.000 Einwendungen auswerten und diese in das weitere Genehmigungsverfahren einfließen lassen.