Junge Erzieher hatten Erfolg im Streit um Schulgeld

Eine gute Nachricht hatte im letzten Jahr für Unzufriedenheit gesorgt: Das Land Niedersachsen hatte entschieden, das Schulgeld für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie von sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten abzuschaffen. Bislang musste, wer diese Berufe an einer Schule in privater Trägerschaft erlernen wollte, ein monatliches Schulgeld zahlen, in Summe jährlich 740 Euro. Somit erhalten Auszubildende in diesem Bereich nicht nur kein Ausbildungsentgelt, sondern mussten sogar noch draufzahlen. Im Landkreis Emsland betrifft dies die Marienhausschule in Meppen und die Fachschule Sankt Franziskus in Lingen. An Letzterer hatte sich im Sommer Widerstand geregt, denn vom Wegfall des Schulgeldes sollten nur die Neuanfänger profitieren. Wer bereits mitten in der Ausbildung stand, sollte weiterhin das Schulgeld zahlen. Die Schülerinnen aus Lingen hatten daraufhin Protest angemeldet, mit Erfolg, wie Ems-Vechte-Welle-Reporterin Christiane Adam berichtet.

 

Landkreis genehmigt Schwertransport von Flechum nach Dörpen

Schon seit letztem Jahr beschäftigt ein geplanter Schwertransport vom Haselünner Ortsteil Flechum nach Dörpen im nördlichen Emsland die gesamte Region. Zwei riesige Kohlendioxidbehälter sollen befördert werden. Diskussionsbedarf besteht vor allem, weil Bäume am Rand der vorgesehenen Strecke gestutzt werden müssen. Der Landkreis Emsland hat dem Transport jetzt endgültig zugestimmt. Unser Kollege Fabian Reifenrath hat sich im Meppener Kreishaus die Argumente dafür eingeholt.

 

Connemann: Gesunde Lebensmittel müssen ihren Preis haben

Gesunde Lebensmittel müssen ihren Preis haben, bezahlbar und auskömmlich sein. Das hat die emsländische Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann vor dem sogenannten „Lebensmittelgipfel“ erklärt. Bei den Preiskämpfen im Lebensmittelhandel seien Landwirte die großen Verlierer. Wenn die Produkte der Landwirte verramscht oder als Lockmittel genutzt würden, könne kein Betrieb davon leben, so Connemann. Niemand dürfe sich wundern, wenn Betriebe aufgeben und die Ware aus dem Ausland komme. Am Ende zahle der Verbraucher die Zeche, schreibt die CDU-Bundestagsabgeordnete. Es sei gut, dass die Union das Thema auf die Tagesordnung gesetzt habe. Zum sogenannten „Lebensmittelgipfel“ trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute mit Vertretern aus der Lebensmittelindustrie. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Wirtschaftsminister Peter Altmaier werden ebenfalls an dem Treffen teilnehmen.

Landkreis Emsland genehmigt umstrittenen Schwertransport

Der Landkreis Emsland hat heute einen umstrittenen Schwertransport von Haselünne zum Güterverkehrszentrum (GVZ) in Dörpen genehmigt. Am 23. Februar sollen zwei Kohlendioxidbehälter von Flechum zum GVZ transportiert werden. Das Gesamtgewicht des Transportes liegt bei etwa 430 Tonnen und ist 69 Meter lang. Die Strecke führt von Flechum über Lähden, Hüven, Sögel, Werpeloh, Börger, Börgerwald und Börgermoor nach Dörpen. Der Transport ist umstritten, weil aufgrund der Ausmaße der Behälter auf der Strecke nicht unerhebliche Baumschnittarbeiten durchgeführt werden müssen. Als Kompensation sollen etwa 300 hochstämmige Bäume mit einem Stammumfang von 16 bis 18 Zentimetern neu gepflanzt werden. Allein die Kosten für die Kompensation liegen nach Angaben des Landkreises Emsland bei 120.000 Euro. Darin einbezogen werde auch eine Strecke im Industriegebiet Sögel, die im vergangenen Jahr freigeschnitten worden war.

Foto (c) Landkreis Emsland: Der zuständige Dezernent Dirk Kopmeyer zeigt eine Darstellung der Transportfahrzeuge und Behälter, die durch das Emsland transportiert werden sollen.

Talk: Ausblick auf das Jahr 2020 im Emsland

Am 1. November 2019 hatte Marc-André Burgdorf seinen ersten Arbeitstag als Landrat des Landkreises Emsland. Das ist nun knapp drei Monate her. Im Studio hat Wiebke Pollmann mit ihm über die ersten Monate als Landrat gesprochen. Außerdem ging es u.a. um den Haushalt und die Investitionen im Jahr 2020, den Breitbandausbau, die Fachkräftegewinnung und den ÖPNV auf dem Land.

 

Emsland ist “erfolgreiche metropolenferne Region”

„Erfolgreiche metropolenferne Regionen“ – Das ist der Name einer Studie des Niedersächsischen Instituts für Historische Regionalforschung im Auftrag der Wüstenrot-Stiftung. Das Emsland diente dafür u.a. als Paradebeispiel. Die Studie räumt mit dem Klischee auf, dass Gegenden, die nicht im Einzugsgebiet von Metropolen sind, wirtschaftlich, sozial und demografisch abgehängt werden. Am Montag wurden die Ergebnisse im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen vorgestellt. Nils Heidemann war mit dabei.

 

Landkreis Emsland ehrt seine Sportler

Statistisch betrachtet ist jeder dritte Emsländer in einem Sportverein engagiert. Entweder als aktiver Sportler, als Trainer oder in einer ehrenamtlichen Funktion. Die Tendenz ist steigend. Auch hier greift offenbar das Motto „viel hilft viel“ – denn emsländische Sportlerinnen und Sportler sind auch erfolgreich. 135 Einzelathleten und 15 Teams wurden am Dienstagabend für ihre Leistungen im Jahr 2019 geehrt. Fabian Reifenrath war dabei.

 

1,1 Millionen für norddeutsche Infrastruktur: “Deutsche Bahn” investiert auch in die Strecke Salzbergen – Norddeich

Die “Deutsche Bahn” plant 2020 verstärkt in leistungsstärkere Infrastruktur in Norddeutschland zu investieren. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen insgesamt 280 Kilometer Gleise, 300 Weichen und 24 Brücken für etwa 1,1 Millionen Euro modernisiert werden. U.a. ist auch die Strecke Salzbergen-Norddeich von den Neu- und Umbaumaßnahmen betroffen. Um Reisende möglichst wenig einzuschränken, sollen allein in Norddeutschland insgesamt 610 neue Mitarbeiter im Bereich “Bauprojektmanagement” eingestellt werden. Durch kontinuierliche Verbesserungen in diesem Bereich habe man die Anzahl der Störungen in den vergangenen vier Jahren halbieren können, so der Konzern in einer Pressemitteilung.

Dachdecker im Emsland bekommen höheren Stundenlohn

Die Dachdecker im Kreis Emsland bekommen ab sofort mehr Geld. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim mit. Der Mindestlohn für die Branche steigt um insgesamt drei Prozent auf einen Stundenlohn von mindestens 13,60 Euro. Das macht etwa 70 Euro mehr pro Monat. Anfang 2021 soll der Mindestlohn nochmal steigen, dann auf 14,10 Euro pro Stunde, so die IG BAU in einer Pressemitteilung.

Foto: © IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

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