Schulen in Niedersachsen schließen bis zum 18. April

Die Schulen in Niedersachsen bleiben ab Montag geschlossen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das hat die Landesregierung entschieden. Wie der NDR berichtet, bleiben die Schulen bis zum 18. April und damit noch über die Osterferien hinaus geschlossen. Neben den Schulen bleiben unter anderem auch die Kindertagesstätten, Universitäten sowie die staatlichen Museen in Niedersachsen geschlossen. Es gehe darum Leben zu retten. Das rechtfertige diese Einschnitte, so Ministerpräsident Stephan Weil in einer Pressekonferenz. Er rief die Bürger zudem dazu auf, die Zahl der sozialen Kontakte zu reduzieren.

Corona: “Checkliste” für die Veranstaltungsplanung im Landkreis Grafschaft Bentheim

Seit einigen Tagen bestimmt ein Thema die Berichterstattung in den Medien: Das Corona-Virus. Niemand kann sich dem enziehen. Wir sind alle betroffen, nicht zuletzt, seitdem es auch bestätigte Fälle von Infizierten im Emsland und in der Grafschaft Bentheim gibt. Gestern hat der Landkreis in einer Pressekonferenz über die aktuellen Entwicklungen und über die Arbeit des sogenannten Corona-Stabes informiert. Der Stab wurde vor zehn Tagen ins Leben gerufen und kommt inzwischen täglich zusammen. In der Expertenrunde werden wichtige und sensible Themen miteinander besprochen, erklärt der Landrat der Grafschaft Bentheim, Uwe Fietzek:

 

Sportvorschau: Corona-Virus legt (fast) alle Begegnungen lahm

Geisterspiele in der Champions League und in der Bundesliga und zahlreiche abgesagte Veranstaltungen bundesweit – die Ausbreitung des Corona-Virus hat bereits zu einigen spürbaren Veränderungen geführt. Das zeigt sich auch in unserer Sportvorschau auf das Wochenende. Die meisten Partien finden nicht statt. Darüber hat Heiko Alfers mit Wiebke Pollmann gesprochen. Zunächst geht es um die Verlegung der nächsten beiden Spiele des SV Meppen in der 3. Liga.

 

Hochschule Osnabrück stellt Präsenz-Lehrbetrieb ab Montag ein

Die Hochschule Osnabrück stellt den Lehrbetrieb auf dem Hochschulgelände in Osnabrück und auf dem Campus in Lingen von Montag (16.März) bis zum 19. April vorsorglich ein. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden die Lehrinhalte vorläufig online oder auf anderen Wegen bereitgestellt, teilt die Hochschule mit. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen und die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes habe man entschieden, die Präsenzveranstaltungen vorsorglich einzustellen. Als öffentliche Einrichtung mit rund 14.000 Studierenden und 1.300 Beschäftigten fühle sich die Hochschule einem verantwortungsvollen Umgang mit der Situation verpflichtet, so Hochschul-Präsident Prof. Dr. Andreas Bertram. Ziel sei es dennoch, dass alle Prüfungen am Ende des Semesters stattfinden können.

Mehr Informationen gibt es hier.

Mögliche Schulschließung: Bürgermeister Pannen stellt vorgezogene Ferienbetreuung in Aussicht

Im Hinblick auf eine mögliche Schließung der Schulen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus hat sich Bad Bentheims Bürgermeister Dr. Volker Pannen an die Eltern und Großeltern gewandt. Über die Sozialen Medien teilt er mit, dass im Falle einer Schließung der Bentheimer Schulen durch das Land Niedersachsen eine vorgezogene Ferienbetreuung vorbereitet werde. Diese würde man gegebenenfalls auch auf Kita- und Krippenkinder ausweiten. Es dürften dadurch aber auf keinen Fall „Ersatz-Schulen“ oder „Ersatz-Kitas“ entstehen. Dann würde das Ziel der Schließungen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, vereitelt. In Kleingruppen Kinder zu betreuen müsse aber möglich sein. Niemand, dessen Berufe für das Funktionieren des alltäglichen Lebens wichtig ist, solle deshalb nicht zur Arbeit gehen können, weil das Kind nicht anderweitig betreut werden könne.

Rückfragen nimmt die Stadt Bad Bentheim heute ab 9 Uhr telefonisch entgegen (Tel. 0 59 22/73 73). Rückfragen können auch per Mail an hauptamt@stadt-badbentheim.de gesendet werden.

Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen müssen genehmigt werden

Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen müssen ab sofort von den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim genehmigt werden. Dazu stellen beide Landkreise spezielle Meldebögen zur Verfügung. Abgefragt werden auf den Meldeböfgen u. a. die Zahl der Teilnehmer, die vorwiegende Altersgruppe, die Anzahl der sanitären Räume und ob die Teilnehmer aus der Region kommen oder von außerhalb anreisen. Außerdem müssen Auflagen erfüllt sein. Dazu zählen eine angemessene Belüftung und die Möglichkeiten der Händehygiene. Öffentliche und nichtöffentliche Großveranstaltungen mit 1000 Personen und mehr sind generell verboten.

Schulen ab Montag geschlossen?

Ab Montag könnten die Schulen in Niedersachsen geschlossen bleiben. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor. Eine offizielle Entscheidung des niedersächsischen Kultusministeriums soll heute fallen. Damit würden Schüler die nächsten vier Wochen zu Hause bleiben und erst nach den Osterferien wieder zur Schule gehen können. Damit soll eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus verhindert werden. Bereits heute fällt an einigen Schulen im Bundesland der Unterricht aus, weil unter den Schülern Corona-Verdachtsfälle bestehen.

Einschränkungen für Rückkehrer aus Risikogebieten

Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus hat das niedersächsische Gesundheitsministerium Rückkehrern aus Risikogebieten Einschränkungen auferlegt. Von den Einschränkungen sind alle Menschen betroffen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben. Diese Personen dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen bestimmte Einrichtungen nicht mehr betreten. Der Landkreis Emsland hat ein entsprechendes Betretungsverbot erlassen. Das gilt ab dem kommenden Samstag (14.3.). Der Landkreis weist außerdem darauf hin, dass ein Verstoß gegen die Anordnung mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann. Auch die Grafschaft Bentheim weist auf die Einschränkungen nach Maßgabe des Robert-Koch-Instituts (RKI) hin. Dazu gehören unter anderem Kindertageseinrichtungen, Kinderhorte, Krankenhäuser oder Altenheime.

Informationen zu den Risikogebieten nach RKI gibt es hier.

25% Wachstum für FMO im 1. Quartal – Corona sorgt für reduzierten Flugplan

Der Flughafen Münster/Osnabrück, kurz FMO, ist mit einem Wachstum von 25% ins neue Jahr gestartet. Wie der FMO mitteilt, hätten die zusätzlichen Verbindungen der Fluggesellschaft Corendon Airlines, die Aufstockung der Flüge nach Mallorca und eine neue Verbindung nach Wien zu der Entwicklung der ersten drei Monate beigetragen. Allerdings sei in den kommenden Wochen aufgrund des Coronavirus mit massiven Flugstreichungen zu rechnen. Laut FMO könnten mit Beginn des Sommerflugplans am 29. März alle Flüge nach Frankfurt für vier Wochen annulliert werden. Auch die Verbindungen nach Wien und Berlin werden deutlich reduziert. Eine Entwicklung des touristischen Verkehrs nach Antalya, Mallorca oder Hurghada sei aktuell schwer abzusehen, so der FMO.

Stadt Lingen sagt alle Veranstaltungen in Theater, Bibliothek und Halle IV ab

Aufgrund der aktuellen Entwicklung und zunehmenden Verbreitung des Corona-Virus werden alle Veranstaltungen im städtischen Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen bis auf weiteres abgesagt. Das teilt die Stadt mit. Auch öffentliche Veranstaltungen in der Stadtbibliothek, im Theaterpädagogischen Zentrum, im Alten Schlachthof, in der Halle IV und des Emslandmuseums sind von der Absage betroffen. Zudem finden die U-16-Party des Kinder- und Jugendparlamentes im Joker, der Zukunftstag des Gleichstellungsbüros, der Sportehrentag und die Skifreizeit der Stadt Lingen nach Österreich sowie die Fahrt des Stadtjugendrings nach Brüssel nicht statt. Insbesondere für die Veranstaltungen im Theater werden möglichst Ersatztermine gesucht. Die Tickets behalten deshalb vorläufig ihre Gültigkeit. Der Landkreis Emsland hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05931 4457-01/02 zu erreichen.

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