Mehr als 3.000 Menschen sind im vergangenen Jahr in Bremen, Osnabrück und Meppen in die Suchtberatungsstellen der Caritas gekommen. Das hat der Caritasverband für die Diözese Osnabrück mitgeteilt. Weil der Verband mit der Legalisierung von Cannabis rechne, stehe die Suchthilfe vor schwerwiegenden Veränderungen, so Günter Sandfort, der Geschäftsführer der Fachkliniken für Suchthilfe im Diözesan-Caritasverband Osnabrück. Zudem kämen gerade völlig neue Substanzen mit hohem Suchtpotential auf den illegalen Markt. Darum werde Prävention wichtiger denn je, so Sandfort. Angesichts einer neuen Dynamik durch eine mögliche Cannabislegalisierung fordert der Caritas-Fachmann einen Ausbau und eine Stärkung der Präventionsangebote. Prävention müsse so verfügbar werden wie Cannabis, so Sandfort. Das flächendeckende Angebot an Beratung und Behandlung müsse erhalten bleiben und vor allem die Prävention gestärkt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.
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