Im Berufungsprozess um seine Äußerungen über eine sogenannte AfD-“Kriegskasse” ist der frühere AfD-Landtagsabgeordnete Christopher Emden nicht vor dem Oberlandesgericht Celle erschienen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur. Emden hatte Niedersachsens AfD-Landeschef Ansgar Schledde aus Schüttorf vorgeworfen, vor Wahlen für aussichtsreiche Listenplätze Geld verlangt zu haben. Schledde beantragte nun über seine Anwälte ein Versäumnisurteil. In solch einem Fall würde das Gericht die Schlüssigkeit von Schleddes Unterlassungsklage prüfen und nur den Vortrag des Klägers zugrunde legen. Die Beweisaufnahme würde dabei nicht berücksichtigt. Vor dem Oberlandesgericht hatten zwei Zeugen gegen Schledde ausgesagt. Dieser wies deren Aussagen zurück. Die Zeugen hätten sich in Widersprüche verstrickt und die Unwahrheit erzählt. Das Landgericht Verden hatte Schleddes Unterlassungsklage im März in erster Instanz abgewiesen und festgestellt, dass Emdens Behauptung wahr sei. Gegen dieses Urteil ging Schledde in Berufung.
