Der Grünen-Landtagsabgeordnete Volker Bajus hat die Notfallvorsorge im Umfeld des Atomkraftwerkes Emsland kritisiert. Sie sei schon über fünf Jahre im Verzug, so Bajus. Das Innenministerium sitze auf 25 Millionen Jodtabletten, die im Falle eines Atomunfalls innerhalb von sechs Stunden an jeden Bürger und jede Bürgerin im Bereich der radioaktiven Wolke verteilt werden sollten. Das Land habe die Jodtabletten zwar erhalten, sie sollen jedoch frühestens Ende 2021 an die Landkreise ausgeliefert werden, heißt es in der Mitteilung des Landtagsabgeordneten. 2015 hatte das Bundesumweltministerium Vorgaben für eine verbesserte Vorsorge für Atomunfälle gemacht. Laut dem Niedersächsischen Innenministerium seien aber weder das Logistikkonzept für die Verteilung der Jodtabletten, noch die Evakuierungspläne für den Fall eines Atomunfalls oder die Ausstattung der Einsatzleitstelle des Landes abgeschlossen, kritisiert Bajus.

