Ausgrabungen in Nordhorn gehen zu Ende – viele neue Erkenntnisse

Die Ausgrabung in Nordhorn bringen immer mehr neue Einsichten in die Vergangenheit. Das schreibt das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege. Seit Anfang April ist dort ein Team mit Grabungen am Döppersweg beschäftigt. Die aktuelle Kampagne konzentriert sich auf Flächen im Nordosten des Wohngebietes. Insgesamt werden ca. 6.500m² untersucht. Dabei sind bislang schon über 2.000 Befunde, heißt Strukturen im Boden, aufgedeckt und untersucht worden. Die aktuell ältesten Befunde sind sog. Vier-Pfosten-Speicher, die in der vorrömischen Eisenzeit entstanden. Dabei handelt es sich um kleine, annähernd quadratische Vorratsgebäude, die durch vier tragende Dachpfosten charakterisiert sind. Aus dem frühen Mittelalter stammt ein Grubenkomplex, außerdem wurden zwei Brunnen aufgedeckt, die vermutlich in die frühe Neuzeit zu datieren sind. Schon seit 2011 gräbt das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege immer wieder am Döppersweg in Nordhorn. Je weiter das Neubaugebiet dort ausgedehnt wird, umso mehr archäologische Strukturen werden zerstört und müssen zuvor ausgegraben werden. Mit der aktuellen Ausgrabung ist die Untersuchung des Fundplatzes aber noch nicht abgeschlossen. Es sind nach wie vor Restflächen vorhanden, die bei zukünftigen Erweiterungen des Neubaugebiets untersucht werden müssen.

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