Unsere CD der Woche...
In der Sendung "Durch den Tag" stellen wir von Montag bis Freitag immer einen Titel der CD der Woche vor. Jetzt auch hier zum Nachlesen:
Kalenderwoche 20, 14.5. - 18.5.
Special Eurovision Song Contest
Wenn das Finale des Eurovision Song Contest am 26. Mai nicht noch wegen eines politischen Boykotts ausfällt (wofür oder wogegen es genau so viele Gründe gäbe wie bei der EM), wird in Baku wieder ein Gipfeltreffen der europäischen Sangeskunst stattfinden, das es in sich hat: Außer der erwartbaren Mischung aus seifigen Balladen und Balkan-Disco erwarten einen Nummern, bei denen man sich nur verwundert die Augen reibt. Einige davon stellen wir in dieser Woche vor. Der Preis für den bescheuertsten Namen geht schon mal an Rambo Amadeus aus Montenegro, dessen (vermutlich euro-kritischen) Rap "Euro Neuro" wir nicht spielen, ebenso wie die Österreicher "Trackshittaz" (seufz...) mit ihrem "Woki mit deim Popo" (seufz...).
Wir beginnen die Woche am Montag mit
Buranovskiye Babushki - Party For Everybody
Russland schickt 6 Großmütter aus dem Dorf Buranovo ins Rennen (eigentlich besteht die "Band" sogar aus 8 Großmüttern). Ihr Song beginnt wie ein Stück Ethno-Folklore, um dann nach 40 Sekunden unvermittelt und erbarmungslos in ein Kindergeburtstags-Humtata zu verfallen, wie es DJ Bobo nicht besser hinkriegen könnte. Diese Kombination kann nur drei Dinge bedeuten: Wodka, Wahnsinn oder große Kunst. Wir wissen es nicht.
Der Dienstag bringt uns
Valentina Monetta - The Social Network Song (uh uh oh oh)
Also zuerst einmal: wo liegt eigentlich San Marino? Raten sie mal! Wir haben es getan und alle falsch gelegen. Und dann: Ralph Siegel. Für den Mann muss der Song Contest mittlerweile ein Lebensfluch sein, denn er versucht unverdrossen ein ums andere Mal, einen Song im Wettbewerb unterzubringen. Was hat nun ausgerechnet San Marino geritten, ihm in diesem Jahr die Bühne zu geben? Und drittens: wenn San Marino ein Lied braucht, worum geht es dabei? Ganz klar: etwas, was alle San Mariner interessiert - Facebook natürlich. Dummerweise haben die Bürokraten vom Song Contest Anstoß an der Reklame im Titel "The Facebook Song" genommen und so heißt das Ganze nun "The Social Network Song". Dies alles in Verbindung mit einem Hupfdohlen-Tralala im nicht mehr frischen 80er Gewand reicht aus, dass sich unsere Fußnägel aufrollen. Mußte das wirklich sein?
Am Mittwoch folgt
Ivi Adamou - La La Love
Zypern beliefert den Song Contest mit dem Lied mit dem originellen Titel. Musikalisch wird soundmäßig zusammengeschraubt, was derzeit die Charts rockt: etwas Rihanna, etwas David Guetta und unter allem der im Song Contest in diesem Jahr ziemlich dominante rumänische Disco-Beat. Eigentlich braucht so ein Titel eine Präsentation im überdrehten Lady-GaGa-Stil. Das Vorab-Video mit Schneewittchen-Flair macht allerdings wenig Hoffnung. Wenn man den Download-Charts glauben kann, hören wir hier eine mögliche Gewinnerin.
Der Donnerstag bringt uns
Compact Disco - Sound Of Our Hearts
Dubstep beim Song Contest - man mag es kaum glauben. Das ungarische "Sound Of Our Hearts" ist tatsächlich einer von zwei Titeln im Wettbewerb, die den brandaktuellen Sound (vgl. Alex Clare mit "Too Close") in ihre Musik mit einbauen. Für nicht Eingeweihte: Dubstep hört sich so an, als würde die Musik angehalten, um eine Herde Dinosaurier vorbei zu lassen. Gut, "Sound Of Our Hearts" klingt wie die Backstreet Boys in den 90ern mit rangebastelten Synthies, aber das Ergebnis ist ganz erträglich. Allerdings: selten dämlicher Bandname - wie wäre es beim nächsten Mal mit Video Cassetto?
und schließlich der Freitag mit
Joan Franka - You And Me
Holland schickt einen eher unspektakulären Folkpop-Titel ins Rennen, der gar nicht mal so unangenehm auffallen würde, wenn das Stück nicht in einem Englisch mit so schwerem holländischen Einschlag vorgetragen würde, dass es klingt, als hätte die Interpretin Kieselsteine in den Backen ("It'sch you, ähn me..."). Der Indianerfummel aus dem holländischen Vorentscheid macht den Titel dann endgültig zur Lachnummer. Tut uns leid.
Unser Favorit bleiben damit die russischen Großmütter.
Kalenderwoche 19, 7.5. - 11.5.
Of Monsters And Men - My Head Is An Animal (erschienen am 27.4.2012)
Diese isländische Newcomer-Band ist der Überraschungserfolg des Jahres. Das Album hält, was die Hitsingle "Little Talks" verspricht. Versponnene Melodien, hymnische Chorgesänge, New Wave Beats, die aus den 80ern stammen könnten, und eine Prise Björk ergeben eine unverwechselbare und unwiderstehliche Mischung, die der Band mit Single und Album bereits verdiente Top 10-Platzierungen eingebracht hat. Die den Sound prägende etwas matschige Produktion hat allerdings den Nachteil, dass diese Musik bei höheren Lautstärken unangenehm anfängt zu dröhnen. Bei den Sommerpartys also hier den Pegel etwas zurücknehmen.
Wir spielen:
7.5.: Mountain Sound
8.5.: Dirty Paws
9.5.: King And Lionheart
10.5.: Your Bones
11.5.: Love Love Love
Kalenderwoche 18, 30.4. - 4.5.
Parov Stelar - The Princess (erschienen am 20.4.2012)
Wer ihn noch nicht kennt: der österreichische DJ und Produzent ist einer der Protagonisten der blühenden Elektro-Swing-Szene, war aber immer auch für Überraschungen gut. CD 2 des vorliegenden Doppelalbums versammelt die bisher nur auf Singles und EPs der letzten Jahre verstreuten Titel und bietet in der ersten Hälfte tanzbare Swing-Nummern, später geht es eher in Richtung House. CD Nummer 1 enthält den neuen Stoff, und der pendelt zwischen flotten Soul-Nummern und elektronisch-filmmusikartigen Sounds, die sehr stark an Moby erinnern. Mindestens fünf Titel dieses Albums gehören in jede Playlist für den kommenden Sommer, und die gibts hier.
Wir spielen:
30.4.: Nobody's Fool (feat. Cleo Panther) (CD 1, soulig)
1.5.: Dust In The Summer Rain (CD 1, Moby-mäßig)
2.5.: Sally's Dance (CD 2, Swing für das Tanzbein)
3.5.: This Game (feat. Anduze) (CD 1, soulig)
4.5.: Booty Swing (CD 2, Swing)
Kalenderwoche 17, 23.4. - 27.4.
Tom Hugo - Sundry Tales (erschienen am 20.4.2012)
(Die Plattenfirma war so freundlich, uns die CD vorab zur Verfügung zu stellen.)
Tom Hugo, Wahl-Hamburger mit norwegischen Wurzeln, hat offensichtlich ein sonniges Gemüt: Sein Debütalbum quillt über mit unerschütterlichem Optimismus, wie man ihn jenseits diverser Erweckungsgemeinschaften selten findet. Der fröhliche Folkpop dieses Albums ist die Antithese zu allen Grufti- und Depri-Bands. Gute-Laune-Musik, auch wenn uns das irgendwie an die Waltons (nicht die Band gleichen Namens) erinnert.
Wir spielen:
23.4.: Wildest Man Alive
24.4.: You Make My Day
25.4.: Million Doors
26.4.: Open Up Your Eyes
27.4.: I Apologise
Kalenderwoche 16, 16.4 - 20.4.
Rebecca Ferguson - Heaven (erschienen am 6.4.2012)
Nachdem Adele im letzten Jahr quasi im Alleingang die Musikindustrie gerettet hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis man versuchen würde, diese Welle weiter zu melken. Rebecca Ferguson fällt exakt ins selbe Metier, und sie ist wieder mal eine Entdeckung aus einer Casting-Show. Das alles kann schon mißtrauisch machen, aber erstaunlicherweise funktioniert das Album ziemlich gut, klingt nicht wie eine billige Adele-Kopie und begegnet dem Vorbild auf Augenhöhe. Ändert aber nichts daran, dass es sich bei der Musik schon sehr um retro-fixierten Kuschel-Soul handelt, von dem man alles erwarten kann, nur keine neuen musikalischen Ideen. Nervenbalsam für die gestresste Ü40-Generation.
Wir spielen:
16.4.: Glitter & Gold
17.4.: Run Free
18.4.: Nothing's Real But Love
19.4.: Fairytale (Let Me Live My Life This Way)
20.4.: Too Good To Lose
Kalenderwoche 15, 10.4. - 13.4.
Tove Styrke - Tove Styrke (erschienen am 23.3.2012)
Wenn es in der Welt gerecht zuginge, müßte sich dieses Album besser verkaufen als die neue Madonna-CD - die Musik pendelt ebenfalls zwischen Dancefloor und Elektropop und hier gibt es einfach die besseren Songs. Tove Styrke kommt aus Schweden und wird derzeit im Umfeld diverser Casting- und Model-Shows vermarktet. Ultrakommerziell also, aber so ähnlich hat Madonna auch mal angefangen.
Wir spielen:
10.4.: Call My Name
11.4.: Bad Time For A Good Time
12.4.: Stalker In Your Speaker
13.4.: White Light Moment
Kalenderwoche 14, 2.4. - 5.4.
Macy Gray - Covered (erscheint am 6.4.2012)
Diese Woche ausnahmsweise mal vor dem Erscheinungstag, weil die Plattenfirma so freundlich war, uns das Album vorab zur Verfügung zu stellen.
Soul-Röhre Macy Gray gehört fraglos zu den großen Stimmen im Pop-Geschäft. Man weiß aber nie im voraus, was einen bei einem neuen Album erwartet. Das letzte, "The Sellout" (das wir auch hier vorgestellt hatten), war ihr bisher fröhlichstes und kommerziellstes. Jetzt hat sie eine Platte mit Coverversionen nachgelegt, die sich eher an spartanischer Indie-Elektronik orientiert und Stücke von Colbie Caillat über Radiohead bis Metallica interpretiert. Das Tempo ist meist zurückgenommen, die Arrangements teilweise recht spröde und zwischen den Titeln eingestreute Interview- und Soundschnipsel machen das Durchhören auch nicht leichter. Ist sicherlich mehr Kunst als das letzte Album, macht aber weniger Spaß.
Wir spielen:
2.4.: Wake Up
3.4.: Nothing Else Matters
4.4.: Sail
5.4.: Bubbly
Kalenderwoche 13, 26.3. - 30.3.
The Overtones - Gambling Man (erschienen am 23.3.2012)
Normalerweise wäre für diese Woche das neue, am 23. März erschienene Madonna-Album fest gesetzt gewesen. Wir haben es jetzt einen Tag sacken lassen und es geht nicht. Echt. Es ist wohl mit einigem Abstand das Uninspirierteste, was sie im Laufe ihrer langen Karriere rausgehauen hat. Oder, wie es Madonna selbst in einem der neuen Songtitel formuliert: "I fucked up". Yes, Madame.
Deswegen gibt es in dieser Woche eine völlig irrelevante, aber wenigstens nette Neuerscheinung: The Overtones haben das vorliegende Album eigentlich schon 2010 unter dem Titel "Good Ol' Fashioned Love" veröffentlicht, aber die deutsche Plattenfirma hat die Platte im Zuge des eher unerwarteten Hits "Gambling Man" noch mal umverpackt und wieder frisch in die Läden geliefert. The Overtones machen ziemlich klassische, nur sehr dezent modernisierte Doo-Wop-Musik der 50er Jahre. Entsprechend finden sich viele Cover-Versionen von Klassikern und halbwegs aktuellen Hits im Schubiduwah-Sound. Historisch verdienstvoll ist dies, weil Doo-Wop nun nicht gerade zu den sehr gepflegten Musikstilen gehört - originell ist es nicht wirklich, weil es sich nur unwesentlich von dem unterscheidet, was etwa die Darts in den 80ern produziert haben. Nostalgisch, aber nett.
Wir spielen:
26.3.: Say What I Feel
27.3.: Why Do Fools Fall in Love
28.3.: Rolling In The Deep
29.3.: Only Girl (In The World)
30.3.: Blue Moon
Kalenderwoche 12, 19.3. - 23.3.
Hooverphonic - With Orchestra (erschienen am 9.3.2012 - bisher nur als Download)
Hooverphonic hatten ihre größte Zeit gegen Anfang des Jahrtausends, als ihre zwischen James-Bond-Soundtrack, Bar-Musik und Trip-Hop einzusortierende Musik mit "Jackie Cane" sogar einen Hit abwarf. Danach wurde es etwas ruhiger um die belgische Band, bis sie nach einigen Personalwechseln im Herbst letzten Jahres ein paar gefeierte Konzerte mit Orchesterbegleitung gaben. Den Mitschnitt dieser Konzerte nutzen wir auch gleich als kleinen Rückblick und Werkschau auf die besten Titel der Gruppe, hier im orchestralen Gewand.
Wir spielen:
19.3.: Jackie Cane
20.3.: Mad About You
21.3.: 2 Wicky
22.3.: One Two Three
23.3.: Eden
Kalenderwoche 11, 12.3. - 16.3.
Katie Melua - Secret Symphony (erschienen am 2.3.2012)
Katie Melua steht nach wie vor unter der Fuchtel von Mentor und Produzent Mike Batt und droht mit dem neuen Album etwas in eine Ecke zu rutschen, wo sich etwa Enya schon befindet: Kuschelmusik ohne jede Kante, optimal geeignet für weihnachtliche Besinnlichkeit (haben wir nur gerade erst überstanden...). Es gibt ohne Frage starke Songs: "The Walls Of The World" kann fast mit dem Ohrwurm "9 Million Bicycles" mithalten, und "Moonshine" hat auch Hitqualitäten. Etwas mehr Mut zum Risiko würde dem künstlerischen Profil aber gut tun.
Wir spielen:
12.3.: The Walls Of The World
13.3.: Moonshine
14.3.: Heartstrings
15.3.: Forgetting All My Troubles
16.3.: The Cry Of The Lone Wolf
Kalenderwoche 10, 5.3. - 9.3.
Stefan Gwildis - Frei Händig (erschienen am 24.2.2012)
Stefan Gwildis arbeitet sich seit langer Zeit am Versuch ab, Soulmusik und deutsche Texte miteinander zu versöhnen. Auf dem neuen Album klappt das insgesamt ziemlich gut: er ist gut bei Stimme, das Songmaterial erstaunlich solide gestrickt und die Texte schrammen meist an Schlager-Peinlichkeiten vorbei. Dennoch gibt es ein Problem, und das ist die Backing Band. Die spielt so teutonisch sauber, dass die Musik einfach keinen Groove hat. Präzise, glatt, nett zu hören, aber leider ohne "Soul". Trotzdem ein ehrenwerter Versuch.
Wir spielen:
5.3.: Wer los lässt - hat die Hände frei
6.3.: Wenn die Flut kommt
7.3.: Vergiss es
8.3.: Sowas kanns' nich lernen
9.3.: Du bist wieder da
Kalenderwoche 9, 27.2. - 2.3.
The Asteroids Galaxy Tour - Out Of Frequency (erschienen am 24.2.2012)
Die dänische Band mischte 2008 mit ihrem trippigen Bubblegum-Pop die Szene gut auf, woran auch die Verwendung eines ihrer Songs im Werbespot eines großen Computerherstellers einen gewissen Anteil hatte. Das zweite Album setzt die Linie bruchlos fort und hört sich ungefähr so an wie eine Rummelplatz-Version von Amy Winehouse (das ist durchaus positiv gemeint). Die quäkige Stimme von Sängerin Mette Lindberg steht noch mehr im Vordergrund und macht den Sound unverwechselbar. Das einzige Problem dabei: was als Einzeltitel laut HIT schreit, bekommt auf Albumlänge den Charakter einer Vuvuzela-Orgie im Stadion. Also: in Maßen genießen, aber nicht überdosieren.
Wir spielen:
27.2.: Major
28.2.: Fantasy Friend Forever
29.2.: When It Comes To Us
1.3.: Cloak & Dagger
2.3.: Out Of Frequency
Kalenderwoche 8, 20.2. - 24.2.
Ed Sheeran - + (erschienen am 10.2.2012)
Nachdem "The A-Team" bereits Nr. 1 in England war, wächst der Titel auch bei uns langsam vom Geheimtipp-Status zum echten Charts-Erfolg heran. Der eher zarte Folk der Single wird auf dem Album auch mal durch kräftigere Wavepop-Titel ergänzt. Insgesamt eine der signifikanteren Erscheinungen auf dem Singer-/Songwriter-Feld - dürfte Fans von Marlon Roudette oder Jack Johnson gefallen.
Wir spielen:
20.2.: You Need Me, I Don't Need You
21.2.: Drunk
22.2.: Small Bump
23.2.: Grade 8
24.2.: Lego House
Kalenderwoche 7, 13.2. - 17.2.
Ingrid Michaelson - Human Again (erschienen am 24.1.2012)
Ihre Single "The Way I Am" war 2008 einer der Radio-Favoriten. Die Platte schaffte es zwar nur bis auf Platz 69 der Charts, wurde aber im Radio rauf- und runtergespielt - mit Recht. Die mit viel Charme vorgetragene leicht vergiftete Liebeserklärung (ich kauf' dir ein Haarwuchsmittel, wenn du alle deine Haare verlierst...) war einfach unwiderstehlich. Das neue Album verschärft etwas das Tempo und die Gangart: "This Is War", gehört aber zu den erfreulicheren Arten, sich mit dem Beziehungskrieg zu beschäftigen. Da unsere Musikindustrie mal wieder vor sich hin schläft, wenn es um Qualitätsmusik geht, gibt es das Album derzeit nur als (teuren) Import oder als Download.
Wir spielen:
13.2.: Blood Brothers
14.2.: Black And Blue
15.2.: This Is War
16.2.: Do It Now
17.2.: Fire
Kalenderwoche 6, 7.2. - 10.2.
Leonard Cohen - Old Ideas (erschienen am 27.1.2012)
Erkältungsbedingt kommt die CD der Woche diesmal mit etwas Verspätung: Leonard Cohen hat mit 77 noch mal ein reifes Alterswerk abgeliefert, das man durchaus mit dem Spätwerk von Johnny Cash vergleichen kann. Der Brummelbass ist noch eine Etage tiefer als früher und philosophiert über die Endlichkeit des Daseins. Passt in die derzeitige Winterlandschaft, ohne depressiv zu sein. Die Fans lieben die Platte bereits (derzeit Platz 3 in den Amazon-Verkaufscharts).
Wir spielen:
7.2.: Darkness
8.2.: Banjo
9.2.: Different Sides
10.2.: Going Home
Kalenderwoche 4, 23.1. - 27.1.
El Bosso & die Ping-Pongs - Tag vor dem Abend (erschienen am 20.1.2012)
Münsters Ska-Band Nummer 1 hat nach sage und schreibe 17jähriger Plattenpause wieder ein Album vorgelegt. Textlich und musikalisch ist das einheimische Oberklasse, und sie hätten es verdient, dass sie damit noch einmal späten Ruhm ernten. Stilistisch ist die Bandbreite recht groß und reicht vom funkigen "Word Up"-Cover "Wunschkonzert" bis zu tastenden Schritten in Richtung Seeed mit Titeln wie "Schön".
Wir spielen:
23.1.: Wunschkonzert
24.1.: Mädchenmusik
25.1.: Schön
26.1.: Metallica
27.1.: Mein Freund der Psychopath
Kalenderwoche 3, 16.1. - 20.1.
Various Artists - Hot - Balkan Sounds (erschienen am 30.12.2011)
Liebe Tagesredaktion, ihr müßt jetzt ganz tapfer sein: In dieser Woche geht es um Dinge, die in italienischen oder rumänischen DJ-Laboren entstanden sind. Einige der Hits, die uns in den letzten Jahren die Gehörgänge verstopft haben, entstammen einer sehr lebendigen rumänischen DJ-Szene: Alexandra Stan (Mr. Saxobeat), Edward Maya & Vika Jigulina (Stereo Love) oder Inna (Sun Is Up) kommen z.B. aus diesem Umfeld. Dazu kommen Titel wie "We No Speak Americano", die den Polka-Beat aus dem Balkan-Pop adaptiert haben. Jenseits dieser großen Hits gab es aber noch eine ganze Reihe von Titeln, die es nicht ganz geschafft haben, aber dennoch mehr oder weniger hörenswert sind. Der hier vorliegende Sampler versammelt zum Schnäppchenpreis gleich 40 Titel aus dieser Richtung aus den letzten drei Jahren. Das ist nicht alles toll, aber es ist allemal genug dabei, um die nächste Party zu retten. Erhältlich bei allen großen Download-Plattformen wie Amazon, Itunes oder Musicload. Humppa Humppa!
Wir spielen:
16.1.: Enzo Siffredi & Jfth - Jungle Dancing
17.1.: Riva Starr - I Was Drunk
18.1.: Folk Tapes - 'O Sarracino
19.1.: Vanity - Gipsy Moves (Nah Neh Nah)
20.1.: Jazzbit - Sing Sing Sing (Yolanda Be Cool & DCup Edit)
Kalenderwoche 2, 9.1. - 13.1.
The Black Keys - El Camino (erschienen am 2.12.2011)
Die nachweihnachtliche Flaute bei den neuen Alben läßt uns die Zeit, einmal auf ein Anfang Dezember erschienenes Album zurückzukommen. Die "Black Keys" präsentieren sich auf ihrem neuen Album in Bestform: Hit-taugliche Songs in schrammeliger Lo-Fi-Instrumentierung, die sich ungefähr so anhören wie eine rauhere und dreckigere Version von Aloe Blacc. Kracher des Albums ist unser Montags-Titel "Lonely Boy", den wir sicher noch öfter bei uns hören werden.
Wir spielen:
9.1.: Lonely Boy
10.1.: Dead And Gone
11.1.: Nova Baby
12.1.: Gold On The Ceiling
13.1.: Sister
Kalenderwoche 1, 2.1. - 6.1.
Gotye - Making Mirrors (erschienen am 16.12.2011)
Zuerst mal: wie spricht man das aus? Wenn man Wikipedia glaubt, ist der Name eine verenglischte Version des Namens Gautier, dann wäre das auf deutsch ungefähr: Goh-tjäh.
Gotye ist das Solo-Projekt des in Belgien geborenen und in Australien lebenden Wouter De Backer und jüngst durch den Überraschungs-Hit "Somebody That I Used To Know" ins Blickfeld einer größeren Öffentlichkeit gerückt. Die Mischung aus 80er Pop, Soul-Einflüssen und elektronischen Soundspielereien ist ziemlich einzigartig und geht bei den meisten Stücken des Albums auch gut ins Ohr. Es lohnt sich also durchaus, nicht nur bei der Single hängenzubleiben.
Wir spielen:
2.1.: Somebody That I Used To Know
3.1.: I Feel Better
4.1.: State Of The Art
5.1.: Eyes Wide Open
6.1.: Save Me
Kalenderwoche 51, 19.12. - 23.12.
Various Artists - ZZ Top - A Tribute From Friends (erschienen am 16.12.2011)
In der Vorweihnachtswoche wird es bei uns traditionellerweise etwas lauter: Bands wie Nickelback, Daughtry, Filter und Größen wie Steven Tyler und Mick Fleetwood huldigen ZZ Top mit kräftigen, bluesrockgetränkten Versionen der großen Hits. Lediglich Wyclef Jean mit seiner Fassung von "Rough Boy" fällt etwas aus dem Rahmen. Unseren persönlichen Lieblingstitel dieser Platte, Jamey Johnson mit "La Grange", spielen wir nicht, weil er mit über 8 Minuten einfach zu lang fürs Radio ist - er sei aber als Anspieltipp ausdrücklich empfohlen. Für ein lautstarkes Weihnachtsfest.
Wir spielen:
19.12.: Steven Tyler, Mick Fleetwood u.a. - Sharp Dressed Man
20.12.: Grace Potter & The Nocturnals - Tush
21.12.: Filter - Gimme All Your Lovin'
22.12.: Nickelback - Legs
23.12.: Wyclef Jean - Rough Boy
Kalenderwoche 50, 12.12. - 16.12.
Amy Winehouse - Lioness: Hidden Treasures (erschienen am 2.12.2011)
Mit leichter Verspätung noch ein paar Takte zur CD der Woche: das posthume Album von Amy Winehouse ist dankbarerweise mehr als eine Restesammlung liegengebliebener Outtakes und vermittelt einen Eindruck davon, was hätte werden können. Für alle, die noch nichts von Amy Winehouse im Schrank stehen haben, empfiehlt sich nach wie vor "Back in Black" von 2006, aber für die anderen ist dieses Album eine schöne Ergänzung.
Wir spiel(t)en:
12.12.: Our Day Will Come
13.12.: Like Smoke
14.12.: Valerie ('68 Version)
15.12.: The Girl From Ipanema
16.12.: Wake Up Alone
Kalenderwoche 49, 6.12. - 9.12.
Diverse - Neuerscheinungen auf dem Weihnachtsplatten-Markt
OK, wir geben auf. Weihnachtsgedudel überall, und auch wir können uns dem nicht mehr entziehen. Diese Woche nehmen wir uns einige Neuerscheinungen von verschiedensten Interpreten vor, und gleich die erste (SpongeBob mit "Frohes Fest") wurde von der Tagesredaktion einfach verweigert. Was haben wir sonst noch:
6.12.: Emmy The Great & Tim Wheeler - Marshmallow World
(aus dem Album "This Is Christmas") Tim Wheeler, Frontmann der Band "Ash" und Singer/Songwriterin Emmy The Great bezirzen mit einer Motown-lastigen Version eines alten Bing-Crosby-Schlagers.
7.12.: She & Him - Sleigh Ride (aus dem Album "A Very She & Him Christmas). Aufmerksame Hörer der Welle kennen She & Him (Zooey Deschanel & M. Ward) bereits. Hier gibt es eine sparsam instrumentierte und leicht angeschrägte Version des Weihnachts-Klassikers.
8.12.: Bowling For Soup - Frosty The Snowman (aus dem Album "Merry Flippin' Christmas"). Eine angepunkte Schrammelversion des sonst eigentlich kaum noch erträglichen Stücks.
9.12.: Lady GaGa - White Christmas (aus dem Mini-Album "A Very GaGa Holiday") Da schau einer an: Stefani Germanotta überrascht mit einer klassischen und durchaus stimmkräftigen Variante des Evergreens.
Kalenderwoche 48, 28.11. - 4.12.
Daughtry - Break The Spell (erschienen am 18.11.2011)
Ein Hörer des Albums merkte im Internet säuerlich an, er wäre hier ja wohl in eine Kuschelrock-CD geraten. Wir sagen dazu: Na und? Daughtry machen auf ihrem dritten Album das, was sie am besten können: melodischen, geradlinigen Rock der klassischen Schule, ohne Experimente oder neumodischen Schnickschnack. Und zu einer Jahreszeit, in der man ansonsten nur mit Weihnachtsplatten oder Greatest-Hits-CDs überschwemmt wird, ist man dafür schon dankbar.
Wir spielen:
28.11.: Crawling Back To You
29.11.: Losing My Mind
30.11.: Start Of Something Good
1.12.: Outta My Head
2.12.: We're Not Gonna Fall
Kalenderwoche 47, 21.11. - 25.11.
Various Artists - (Ahk-toong Bay-bi) Covered (erschienen am 15.11.2011 - nur Download!)
Das Meisterstück von U2 "Achtung Baby" wird in diesem Jahr 20 Jahre alt und ist auch schon mit einer entsprechenden Neuauflage gewürdigt worden. Jetzt gibt es zusätzlich noch eine schöne Form der Hommage: diverse Interpreten und Bands haben jeweils ihre Version der Titel des Albums eingespielt - das Ergebnis ist das vorliegende Album. Zu den Beteiligten gehören u.a. Patti Smith, Depeche Mode, The Killers, Garbage, Snow Patrol und Jack White. Das Album gibt es als richtige CD als Beilage zur Jubiläumsausgabe der englischen Musikzeitschrift Q, ansonsten nur als Download bei Itunes. Fast alle Beteiligten haben bei der Download-Ausgabe auf ihre Einnahmen zu Gunsten der Hilfsorganisation "Concern Worldwide" verzichtet. Das finden wir gut - aber die Musik selbst ist die eigentliche Empfehlung wert. Durch die Bank kompetente Versionen der U2-Klassiker lassen die Platte auch als eigenständiges Werk funktionieren. Wir haben uns bei der Auswahl für diese Woche auf die radiotauglicheren Songs beschränkt. Beim Rest geht es dann auch schon mal etwas kräftiger zur Sache.
Wir spielen:
21.11.: Damien Rice - One
22.11.: U2 - Even Better Than The Real Thing (Jacques Lu Cont Mix)
23.11.: Garbage - Who's Gonna Ride Your Wild Horses
24.11.: The Killers - Ultra Violet (Light My Way)
25.11.: Patti Smith - Until The End Of The World
Kalenderwoche 46, 14.11. - 18.11.
Aura Dione - Before The Dinosaurs (erschienen am 4.11.2011)
Tja, wir hätten in dieser Woche auch noch nachlegen können: David Lynch hat ein neues Album draußen, das, sagen wir es mal vorsichtig, recht speziell ist. Aber bevor sich die Musikredaktion nach Captain Kirk in der letzten Woche erneut Ärger mit der Tagesredaktion einhandelt, bleiben wir lieber beim Mainstream: Das zweite Album von Aura Dione hinterläßt gemischte Gefühle. Der rustikale Charme des Debüts wird mit produktionstechnischen Gimmicks so gnadenlos weggebügelt, dass es jetzt eher wie Lady GaGa klingt als nach Lily Allen. Das hat was von Retortenbaby: kühl auf Charts-Erfolg kalkuliert, und hat ja mit "Geronimo" auch den ersten Monster-Hit abgeworfen. Geschmackssache.
Wir spielen:
14.11.: In Love With The World
15.11.: Friends (feat. Rock Mafia)
16.11.: What It's Like
17.11.: Recipe
18.11.: America
Kalenderwoche 45, 7.11. - 12.11
William Shatner - Seeking Major Tom (erschienen am 21.10.2011)
Captain James T. Kirk (auch bekannt als BSE-geschädigter Bostoner Anwalt Danny Crane) hat ein eigenes Album mit Allzeit-Weltraum-Hits aufgenommen, das wie seine Rollen zwischen Genie und Wahnsinn changiert. Anders als Sangeskollege David Hasselhoff versackt Shatner nicht in Schlager-Peinlichkeiten, sondern hat sich Rock-Größen zur Unterstützung geholt, die es in sich haben: Steve Miller, Bootsy Collins, Peter Frampton, Sheryl Crow, Ritchie Blackmore, Michael Schenker, Dave Davies, Steve Hillage und und und...
Man muss vor diesem Epos einfach in der gebotenen Fassungslosigkeit erstarren. Wer gern einen Vorgeschmack auf das haben möchte, was wir hören werden, suche bei Youtube mal nach "William Shatner is Iron Man".
Wir spielen:
7.11.: Space Oddity (feat. Ritchie Blackmore & Candice Night)
8.11.: Spirit In The Sky (feat. Peter Frampton)
9.11.: Learning To Fly (der Pink-Floyd-Song, nicht der Tom Petty-Song)
10.11.: Bohemian Rhapsody (feat. John Wetton)
11.11.: Rocket Man (feat. Steve Hillage)
Kalenderwoche 44, 31.10. - 4.11.
Coldplay - Mylo Xyloto (erschienen am 21.10.2011)
Man muß eigentlich kaum noch ein Wort darüber verlieren. Platz 1 der Albumcharts ist schon fest abonniert, und Coldplay liefern exakt das ab, was von ihnen erwartet wird: 3-4 radiotaugliche Hits und eine Wall-Of-Sound Bombast-Produktion, die teilweise schon mit den späten U2 mithalten kann.
Wir spielen:
31.10.: Princess Of China (feat. Rihanna)
1.11.: Charlie Brown
2.11.: Don't Let It Break Your Heart
3.11.: Hurts Like Heaven
4.11.: Up In Flames
Kalenderwoche 43, 24.10. - 28.10.
Patrick Stump - Soul Punk (erschienen am 18.10.2011)
Patrick Stump, eigentlich Frontmann der doch eher rockigen Band "Fall Out Boy", hat jetzt sein erstes Solo-Album vorgelegt, das sich erstaunlicherweise eher an Michael Jackson und Prince orientiert als an seiner Band. Ziemlich elektronisch und funky. Unser Freitagstitel ist nur auf der Deluxe-Version des Albums enthalten.
Wir spielen:
24.10.: Spotlight (New Regrets)
25.10.: Greed
26.10.: The "I" In Lie
27.10.: Coast (It's Gonna Get Better)
28.10.: People Never Done A Good Thing
Kalenderwoche 42, 17.10. - 21.10.
Ivy - All Hours (erschienen am 7.10.2011)
Einige werden die Musik der New Yorker Band Ivy kennen, ohne es zu wissen. Ihr Titel "Worry About You" tauchte an prominenter Stelle in der Pilotfolge der Serie "The 4400" auf und war auch die Titelmusik der Stephen King-Serie "Kingdom Hospital". Andere Titel tauchten unter anderem in "Alias", "Grey's Anatomy", "Roswell" und "Veronica Mars" auf. Wie die Auflistung schon zeigt, ist das alles bereits ein paar Tage her und Ivy präsentieren erst jetzt nach 6jähriger Schaffenspause wieder ein neues Album. Die Musik ist elektronischer geworden und bewegt sich stilistisch zwischen Morcheeba und Goldfrapp: chilliger Elektropop mit den etwas verhuschten Vocals der Frontfrau Dominique Durand. Es ist schön, mal wieder was von der Band zu hören, auch wenn kein Song auf dem neuen Album an die Klasse von "Worry About You" heranreicht. Auf jeden Fall hätte "I Still Want You" einen würdigen Abschiedssong für GLaDOS abgegeben.
Wir spielen:
17.10.: World Without You
18.10.: Suspicious
19.10.: Everybody Knows
20.10.: She Really Got To You
21.10.: I Still Want You
Kalenderwoche 41, 10.10. - 14.10.
Beth Hart & Joe Bonamassa - Don't Explain (erschienen am 23.9.2011)
Auf besondere Empfehlung unseres Blues-Spezialisten Bernd Schulte stellen wir diesmal eine Zusammenarbeit zweier Ausnahmetalente vor, die es in den einschlägigen Fachkreisen auch solo bereits zum Superstar-Status mit Stimme respektive Gitarre gebracht haben. Blues, Rock, Soul und eine Prise Gospel gibt es zu hören, meist nicht allzu bekannte Songs von Großmeistern des Genres wie Ray Charles oder Etta James. Eigentlich erstaunlich, dass es diese Kollektion eher konservativer Qualitätsmusik sogar in die Albumcharts geschafft hat.
Wir spielen:
10.10.: Sinner's Prayer
11.10.: For My Friends
12.10.: Something's Got A Hold On Me
13.10.: Your Heart Is As Black As Night
14.10.: I'll Take Care Of You
Kalenderwoche 40, 3.10. - 7.10.
Katzenjammer - A Kiss Before You Go (erschienen am 9.9.2011)
Spätestens seit ihrem furiosen Auftritt auf dem Lingener Altstadtfest vor 2 Jahren verfolgen wir das Treiben der 4 Norwegerinnen mit großem Interesse. Durch emsiges Touren und eine großartige Bühnenpräsenz haben sie sich eine wachsende Fangemeinde erspielt, die ihnen mit dem neuen Album endlich auch mal einen verdienten kleinen Chartserfolg beschert hat. Auch das neue Album bietet beruhigenderweise den schon bekannten wilden Stilmix aus Country, Chanson, Shanty, Polka, Skiffle und einer winzigen Prise Punk, der schon das Debütalbum zu einer spannenden musikalischen Tour de Force machte. Live sind sie aber noch viel besser, und so gilt weiterhin die aufrichtige Empfehlung: Wenn Katzenjammer irgendwo in erreichbarer Umgebung spielen, unbedingt hingehen!
Wir spielen:
3.10.: Shepherd's Song
4.10.: Cherry Pie
5.10.: Loathsome M
6.10.: Land Of Confusion
7.10.: Rock-Paper-Scissors
Kalenderwoche 39, 26.9. - 30.9.
SuperHeavy - SuperHeavy (erschienen am 16.9.2011)
Der Name passt schon, denn hier sind echte musikalische Schwergewichte am Werk: Mick Jagger (Frontmann der Rolling Stones), Dave Stewart (früher bei den Eurythmics), Joss Stone (Soul-Diva - siehe ein paar Einträge weiter unten), Damian Marley (jüngster Sohn von Bob Marley und auch selbst in Fachkreisen geschätzter Reggae-Musiker) und A.R. Rahman (Bollywood-Filmmusik-Komponist und Oscar-Gewinner für den Soundtrack zu "Slumdog Millionaire"). Die Musik dieser Supergroup verrührt viel Rock, eine gehörige Prise Soul und Dancehall-Reggae und etwas Hip-Hop und Bollywood-Klänge zu einer kompakten und sehr bekömmlichen Mischung.
Wir spielen:
26.9.: Hey Captain
27.9.: Energy
28.9.: Beautiful People
29.9.: I Don't Mind
30.9.: World Keeps Turning
Kalenderwoche 38, 19.9. - 23.9.
BOY - Mutual Friends (erschienen am 2.9.2011)
Der Überraschungserfolg in diesem Herbst kommt von einem Frauen-Duo aus Hamburg bzw. Zürich. BOY ist ein Debütalbum gelungen, das so unteutonisch klingt, dass es in der ersten Riege des internationalen Singer/Songwriter-Pops mithalten kann. Hier stimmt einfach alles: Gesang, Songs und Produktion. Die Mädels ernten in den Charts schon den verdienten Erfolg, und wir können uns nur anschließen.
Wir spielen:
19.9.: Skin
20.9.: Drive Darling
21.9.: Waitress
22.9.: Silver Streets
23.9.: This Is The Beginning
Kalenderwoche 37, 12.9. - 16.9.
Lingen Bandsampler Nummer Eins (erscheint am 16.9.2011)

Pünktlich zum Altstadtfest in Lingen erscheint ein Querschnitt der einheimischen Musikszene. Alteingesessene Lokalhelden teilen sich den Platz mit frischen Hoffnungen. Das musikalische Spektrum reicht vom zarten Chanson-Pop bis zum Metal-Gewitter, mit einem leichten Übergewicht zu letzterem. Die Bandbreite ist erfreulich, die allgemeine Qualität des Dargebotenen ebenfalls. Ein Sonderlob geht an die Produktion: keiner der Titel hört sich an, als wäre er im Übungskeller aufgenommen - die Bands können sich in Bestform präsentieren.
Das Ganze dient einem guten Zweck, deswegen ausnahmsweise die ausdrückliche Empfehlung: Kaufen! Die CD ist erstmalig beim Altstadtfest an diversen Bühnen erhältlich.
Zwei leicht nörgelnde Bemerkungen müssen aber doch sein:
- Wo ist eigentlich die Lingener Hip Hop- und/oder Dance-Szene geblieben?
- und wo die Frauen? Lediglich 3 von 16 Acts auf der CD haben Frauen in der Besetzung. Das ist schon etwas traurig.
Wir spielen:
12.9.: [pa'jelliks] - Expectations
13.9.: Syd Berliner - Goodbye Trouble
14.9.: Abzolut - Enemy
15.9.: Augustin - Why The Fuck
16.9.: Frau Ete & Madame Petete - Es geht mir gut
Einige weitere Titel werden wir noch quer durchs normale Programm vorstellen.
Kalenderwoche 36, 5.9. - 9.9.
Gypsy & The Cat - Gilgamesh (erschienen am 26.8.2011)
Der melodische Elektro-Pop von Gypsy & The Cat hat mehr als nur etwas mit "Hurts", den Newcomern des letzten Jahres, gemeinsam. Beide pflegen den gleichen melodienseligen Stil, wurden erst durch einen Sampler des französischen Kitsune-Labels (den wir hier auch vorgestellt haben) einer etwas größeren Öffentlichkeit bekannt und hatten dann mit einem Monster-Hit ihren endgültigen Durchbruch (Hurts: Wonderful Life; Gypsy & The Cat: Jona Vark). Auf dem Album gibt es aber noch mehr Hörenswertes als die Single, und das spielen wir hier
Wir spielen:
5.9.: Parallel Universe
6.9.: Sight Of A Tear
7.9.: The Piper's Song
8.9.: Time To Wander
9.9.: A Perfect 2
Kalenderwoche 35, 29.8. - 2.9.
Red Hot Chili Peppers - I'm With You (erschienen am 26.8.2011)
Ein neues Album von den Red Hot Chili Peppers. Hört sich an wie ein neues Album von den Red Hot Chili Peppers. Genug der Worte.
Wir spielen:
29.8.: Monarchy Of Roses
30.8.: Look Around
31.8.: Goodbye Hooray
1.9.: Annie Wants A Baby
2.9.: Police Station
Kalenderwoche 34, 22. - 26.8.
Jonathan Jeremiah - A Solitary Man (erschienen am 12.8.2011)
Auf dem Plattencover sieht er aus wie ein Späthippie, aber Jonathan Jeremiah hat sich dem Crooner-Pop der frühen 70er verschrieben, sprich Musik, die man z.B. mit den Namen Tom Jones oder Paul Anka verbindet. Ganz reizvoll wird die Platte dadurch, dass es sich nicht um eine der amerikanischen Hochglanz-Produktionen mit Las-Vegas-Flair handelt, sondern um die soundfrickelige Rekonstruktion dieses Sounds durch einen besessenen Indie-Musiker, die immer fast genau den Tonfall trifft, aber eben nur fast. Er gehört damit in die selbe Ecke wie etwa Rumer, und für diese Art Musik scheint es zur Zeit erstaunlicherweise einen größeren Markt zu geben (gerade Platz 22 in den Amazon-Verkaufscharts).
Wir spielen:
22.8.: Heart Of Stone
23.8.: Happiness
24.8.: Lost
25.8.: All The Man I'll Ever Be
26.8.: Never Gonna
Kalenderwoche 33, 15. - 19.8.
Firefox AK - Color The Trees (erschienen am 29.7.2011)
Die Plattenfirma verbreitet, dass die Schwedin Andrea Kellerman sich den Namen Firefox gegeben hat, nachdem sie 2002 das Wort an einem Hydranten aufgesprüht sah, und später dann das AK hinzufügte, um nicht mit dem Browser verwechselt zu werden. Obwohl das Cover mehr nach Indie-Rock aussieht, ist auf der CD lupenreine Popmusik, die im Ohr hängenbleibt, aber mangels Eigenständigkeit nicht wirklich zündet. Als Zwischendurchhäppchen aber in Ordnung, und in der Sommerflaute eine der erfreulicheren Erscheinungen.
Wir spielen:
15.8.: The Way That I Do
16.8.: Color The Trees
17.8.: Boom Boom Boom
18.8.: Running On My Own
19.8.: Meet Me There
Kalenderwoche 32, 8.8. - 12.8.
Karmacoda - Eternal (erschienen am 2.8.2011)
Eternal ist bereits das vierte reguläre Studioalbum der amerikanischen Trip-Hop-Band Karmacoda. Trip-Hop ist der Sammelbegriff für sanft groovende, nicht allzu schnelle Popmusik, wie man sie zum Beispiel auf den "Cafe Del Mar"-Samplern findet. Freunde von Bands wie Morcheeba oder Zero 7 werden sich bei Karmacoda gleich heimisch fühlen. Musik für entspannte Sommerabende.
Wir spielen:
8.8.: If You Give It To Me (Our Summer Of Love)
9.8.: Float Me
10.8.: Feel The Weight
11.8.: Get Me Through Another Lonely Night
12.8.: Epic
Kalenderwoche 31, 1.8. - 5.8.
Joss Stone - LP1 (erschienen am 22.7.2011)
In der Tierwelt heißt es Mimikry, wenn eine Tierart so tut, als wäre sie eine andere. Beim neuen Album von Joss Stone liegt der Fall ähnlich: Das ist eine waschechte Joe Cocker-Platte, nur eben mit Joss Stone. Bei manchen Titeln wartet man förmlich darauf, dass der alte Mann anfängt zu singen. Das tut dem Vergnügen aber keinen Abbruch - der rockige Soul mit Gospel-Einschlägen wird von Joss Stone kompetent vorgetragen und ist vom Songmaterial her deutlich besser als ihre Veröffentlichungen der letzten Jahre. Macht Laune und ist insbesondere für Joe Cocker-Fans einen unbedingten Hörtipp wert.
Wir spielen:
1.8.: Karma
2.8.: Don't Start Lying To Me Now
3.8.: Somehow
4.8.: Drive All Night
5.8.: Newborn
Kalenderwoche 30, 25.7. - 29.7.
Colbie Caillat - All Of You (erschienen am 8.7.2011)
Man ist sich ja nicht wirklich sicher, was musikalisch mit einem Album anzufangen ist, was der Promotion-Text so anpreist: "Sie hat ihre große Liebe gefunden und es geschafft ihre Ängste zu überwinden". In diesem Fall verbirgt sich dahinter nervenschonender Kuschel-Pop mit immerhin beträchtlichen Ohrwurm-Qualitäten. Beim Radio ist man für sowas dankbar, weil man die Titel rauf und runter spielen kann, ohne dass sie irgendjemand so richtig auf die Nerven gehen. Ob das für ein ganzes Album trägt? Hören Sie selbst!
Wir spielen:
25.7.: Shadow
26.7.: Stereo
27.7.: Think Good Thoughts
28.7.: Before I Let You Go
29.7.: Dream Life, Life
Kalenderwoche 29, 18.7. - 22.7.
Basement Jaxx vs. Metropole Orkest (erschienen am 15.7.2011)
Die "Basement Jaxx" sind bisher eher mit groovigen Dancenummern bekannt geworden. Im Frühjahr haben sie sich für eine Serie von Konzerten mit dem holländischen "Metropole Orkest" zusammengetan, und diese CD präsentiert die Highlights der Zusammenarbeit. Zu hören gibt es eine alle musikalischen Grenzen überschreitende Mischung aus Klassik, Filmmusik, Swing, Soul der 70er Jahre und Balkan-Pop. Alle hatten hörbar Spaß dabei, und der überträgt sich auch auf den Zuhörer.
Wir spielen:
18.7.: Hush Boy
19.7.: Do Your Thing
20.7.: Hey U (Instrumental)
21.7.: Good Luck
22.7.: Bingo Bango
Kalenderwoche 28, 11.7. - 15.7.
HeadCat - Walk The Walk...Talk The Talk (erschienen am 1.7.2011)
Hm, das hört sich an wie Lemmy, wenn er Rock'n'Roll spielen würde. Moment - das ist Lemmy, und er spielt Rock'n'Roll. Der Motörhead-Oberguru gönnt sich mal eine Metal-Auszeit und hat mit zwei Rockabilly-Veteranen ein kurzes (27 Minuten) und knackiges Album mit Rock'n'Roll und Blues-Nummern aufgenommen, die so eingespielt wurden, wie es sich gehört: laut, dreckig und heiser. Erinnert manchmal sogar etwas an die Ramones. Musik für eine Kaschemme mit biertrinkenden Vandalen - echter Rock'n'Roll halt.
Wir spielen:
11.7.: Let It Rock
12.7.: Say Mama
13.7.: Something Else
14.7.: American Beat
15.7.: You Can't Do That
Kalenderwoche 27, 4.7. - 8.7.
Weird Al Yankovic - Alpocalypse (erschienen am 21.6.2011)
-ein kleines Polka-Special
Der verrückte Al treibt schon seit Mitte der 80er der Jahre in einem eher spärlich besetzten Genre sein Unwesen: der musikalischen Comedy. In Amerika eine feste Institution, konnte er in Deutschland nie so richtig Fuß fassen, weil man schon ziemlich gut Englisch können muß, um seine Späße richtig zu verstehen. Aus diesem Grund gibt es auch hier keine vollständige Vorstellung der neuen Platte, sondern ein kleines Special: Auf jeder von Weird Al's Platten findet sich immer ein Titel, in dem er in einer wahnwitzigen Polka die jeweils aktuellen Hits bis zur Wiedererkennbarkeit durch die Mühle dreht. Wir arbeiten uns in dieser Woche in der Zeit zurück und spielen:
4.7.: Polka Face (Lady GaGa und Kollegen)
5.7.: Polkarama! (ca. 2005, Black Eyed Peas, Franz Ferdinand etc.)
6.7.: Polka Power! (Ende der 90er: Spice Girls, Daft Punk, Madonna usw.)
7.7.: Polka Your Eyes Out (die frühen 90er, mir R.E.M., den B-52's u.a.)
8.7.: Polka Party (die 80er mit Peter Gabriel, Phil Collins, Lionel Richie usw.)
...und wenn die Kollegen in der Redaktion noch Zeit haben, gibts vielleicht noch einen Zuschlag mit
Polkas on 45 (Rock-Klassiker, u.a. mit Deep Purple, den Beatles, Doors, Iron Butterfly, Jimi Hendrix, Talking Heads, Foreigner, The Police, The Clash, den Stones und The Who)
Kalenderwoche 26, 27.6. - 1.7.
Owl City - All Things Bright And Beautiful (erschienen am 10.6.2011)
Owl City versuchen etwas rockiger zu sein als auf ihrem letzten Album, aber ihr Elektropop kommt immer noch so fluffig daher, dass unser Urteil über die letzte Platte "klingt wie Pet Shop Boys auf Antidepressiva" weiterhin uneingeschränkte Gültigkeit besitzt. Nervenschonende Musik, die aber einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Unser Freitagstitel ist nur auf einigen Download-Versionen des Albums enthalten.
Wir spielen:
27.6.: Kamikaze
28.6.: Angels
29.6.: Deer In The Headlights
30.6.: The Real World
1.7.: How I Became The Sea
Kalenderwoche 25, 20.6. - 24.6.
Zascha Moktan - State Of Mind (erschienen am 10.6.2011)
Auf ihrem zweiten Album fühlt sich Zascha Moktan hörbar am wohlsten in den Soul-Gefilden der 70er Jahre. Da kann man auch mal den Vergleich mit Amy Winehouse bemühen. Andere Titel wie die überflüssige Lena-Kopie im Titelstück "State Of Mind" ignorieren wir wohlwollend. Als Gesamtalbum noch etwas unrund beherbergt die Platte dennoch eine ordentliche Anzahl von fein gesungenen und rund instrumentierten Songs, von denen wir hier einige vorstellen.
Wir spielen:
20.6.: Gone Crazy
21.6.: Summer's Here To Stay
22.6.: Shame, Shame, Shame (featuring Cee Lo Green)
23.6.: Trick Me
24.6.: Higher Luv
Kalenderwoche 24, 14.6. - 17.6.
The Baseballs - Strings'n'Stripes (erschienen am 15.4.2011)
Dank einer ziemlichen Flaute bei den Neuerscheinungen kommen wir in dieser Woche auf ein bereits zwei Monate altes Album zurück: The Baseballs hatten wir vor fast genau zwei Jahren schon einmal als Album der Woche, und ihr Grundrezept hat sich seitdem nicht verändert: aktuelle Pop-Hits im rappeligen Rockabilly-Stil. Origineller ist die Idee mit den Jahren nicht geworden, wirft aber immer noch nette Titel ab, die man in Einzelfällen ("Tik Tok") lieber hört als das Original. 2 Titel aus unserer Zusammenstellung sind nur auf der Deluxe-Version des Albums zu finden.
Wir spielen:
14.6.: Tik Tok
15.6.: When Love Takes Over (Live)
16.6.: Paparazzi
17.6.: If A Song Could Get Me You
Kalenderwoche 23, 6.6. - 10.6.
Toploader - Only Human (als Download bereits erhältlich, als CD ab 6. Juni 2011)
Ihr Hit "Dancing In The Moonlight" aus dem Jahre 2000 ist immer noch gut im Ohr. Danach kam aber nicht mehr viel, und 2003 lösten sich Toploader auf, kamen aber vor nicht allzulanger Zeit wieder zusammen, um ein neues Album einzuspielen. Die Musik bewegt sich jetzt an der Schnittstelle zwischen Indie-Rock und Pop, so in der Region der Killers oder auch Coldplay. Manchmal eine Spur zu gefällig bietet das Album aber trotzdem eine ganze Reihe von hörbaren Songs.
Wir spielen:
6.6.: A Balance To All Things (Ash Howes Radio Edit)
7.6.: Marrakech
8.6.: Sound Of Your Soul
9.6.: Only Human
10.6.: Closure
Kalenderwoche 22, 30.5. - 3.6.
Lady GaGa - Born This Way (erschienen am 23. Mai 2011)
Man kommt nicht daran vorbei. Auch wir nicht. Tut uns leid. Die Musik von Lady GaGa hat mittlerweile ihren Stempel weg: Kirmestechno. Die krawallige Aufmachung verdeckt, dass die Songs im Kern relativ solide gestrickter Pop sind, der in seiner Theatralik eher an Cher erinnert als an Madonna. Man muss das nicht unbedingt mögen, aber man sollte es zumindest mal gehört haben, um mitreden zu können, denn, wie oben schon geschrieben: man kommt nicht daran vorbei.
Wir spielen:
30.5.: Scheiße (der heißt wirklich so...)
31.5.: Americano
1.6.: Electric Chapel
3.6.: Yoü And I
Kalenderwoche 21, 23.5. - 27.5.
Natasha Bedingfield - Strip Me Away (erschienen am 13. Mai 2011)
Bei "Strip Me Away" handelt es sich um die etwas aufgebrezelte Version des bereits im Dezember 2010 in den USA erschienen Albums "Strip Me", das unter anderem um die "aktuelle" Single "Pocketful Of Sunshine" ergänzt wurde, die eigentlich bereits aus dem Jahre 2008 stammt. Jenseits der merkwürdigen Veröffentlichungspolitik unserer Plattenfirmen bietet das Album trotzdem feine Musik, die etwa auf der Wellenlänge von Nelly Furtado liegt und relativ nahtlos an Bedingfields frühere Hits "Unwritten", "These Words" oder "Soulmate" anschließt. Radiotaugliche Popmusik mit hohem Wiedererkennungswert.
Wir spielen:
23.5.: Neon Lights
24.5.: Strip Me
25.5.: All I Need (feat. Kevin Rudolf)
26.5.: Piece Of Your Heart
27.5.: Weightless (Less Is More Mix)
Kalenderwoche 20, 16.5 - 20.5.
The Cars - Move Like This (erschienen am 6. Mai 2011)
Fast 25 Jahre nach ihrem letzten Album werfen The Cars die Zeitmaschine an und versetzen uns zurück in die 80er. Gesang und Beats sind noch so, wie man sie von ihren immer noch gern im Radio gespielten Hits "You Might Think" oder "Drive" kennt. Da Bands wie "Maroon 5" diese Spielart der Popmusik auch in jüngerer Zeit am Leben gehalten haben, klingt das Album frischer, als man es von den gestandenen Mittfünfzigern vielleicht erwarten durfte. Für Spätgeborene genießbar, für die alten Fans ein schöner Flashback.
Wir spielen:
16.5.: Sad Song
17.5.: It's Only
18.5.: Free
19.5.: Blue Tip
20.5.: Take Another Look
Kalenderwoche 19, 9.5. - 13.5.
The Jolly Boys - Great Expectation (erschienen 2010)
Das Album dieser Woche ist schon ein paar Tage älter, aber weil es so schön ist, wir es im letzten Jahr schlicht übersehen haben und die Jolly Boys als Vorband von Sade im Mai auf Deutschlandtournee sind, holen wir die Vorstellung jetzt nach: Die Jolly Boys sind im Schnitt so um die 70 und spielen seit den 50er Jahren (!) Mento, einen jamaikanischen Musikstil irgendwo zwischen Calypso und Reggae. Ein britischer Produzent ließ die alten Herren dann im letzten Jahr ihre persönlichen Versionen von allseits bekannten Pop- und Rock-Klassikern einspielen, darunter Titel von The Clash, Lou Reed, Blondie und New Order. Das ganze hört sich an wie eine Mischung aus dem Buena Vista Social Club, Tom Waits und Bob Marley. Auf unserer Facebook-Seite steht ein Link zu einem Video, das die Hintergrundgeschichte erzählt und einige Kostproben gibt.
Wir spielen:
9.5.: Should I Stay Or Should I Go (The Clash)
10.5.: Ring Of Fire (Johnny Cash)
11.5.: Riders On The Storm (The Doors)
12.5.: The Passenger (Iggy Pop)
13.5.: Perfect Day (Lou Reed)
Kalenderwoche 18, 2.5. - 6.5.
Yael Naim - She Was A Boy (erschienen am 22.4.2011)
Vor drei Jahren wurde sie mit dem Werbespot-Hit "New Soul" bekannt, jetzt legt sie mit starker Stimme ein Album nach, das den Fans von Adele oder ZAZ gut gefallen dürfte. Die Single "Come Home" spielen wir im Tagesprogramm, den Rest gibt es hier.
Wir spielen:
2.5.: She Was A Boy
3.5.: Mystical Love
4.5.: Stupid Goal
5.5.: Puppet
6.5.: Go To The River
Kalenderwoche 17, 26.4. - 29.4.
Steve Miller Band - Let Your Hair Down (erschienen am 15.4.2011)
Die Steve Miller Band beehrt uns mit einem schnörkellosen Blues-Album, dem die unverkennbare Stimme und Gitarre von Steve Miller eine persönliche Note geben. Auch wenn man gern mal wieder einen klassischen Riff-Rocker wie "Fly Like An Eagle" oder "Jet Airliner" aus der Feder des Meisters gehört hätte, ist diese Blues-Scheibe auch für die Rockfans verdaulich. Bei dieser Gelegenheit seien auch mal unsere vorzüglichen Blues-Sendungen (immer mittwochs ab 20 Uhr) empfohlen.
Wir spielen:
26.4.: No More Doggin'
27.4.: Love The Life I Live
28.4.: Can't Be Satisfied
29.4.: I Got Love If You Want It
Kalenderwoche 16, 18. - 21.4.
The Submarines - Love Notes / Letter Bombs (erschienen am 5.4.2011)
Noch ziemlich unentdeckt machen The Submarines Musik, die man als "Pärchen-Pop" mit Indie-Einschlägen einsortieren könnte. Ähnlich wie bei "She & Him" im letzten Jahr gibt es beschwingte gemischtgeschlechtliche Songs, die sich mit den Höhen und Tiefen des Beziehungslebens beschäftigen. Macht Laune auf mehr.
Wir spielen:
18.4.: Ivaloo
19.4.: A Satellite, Stars And An Ocean Behind You
20.4.: Where You Are
21.4.: Fire
Kalenderwoche 15, 11.4. - 15.4.
Noah & The Whale - Last Night On Earth (erschienen am 25.3.2011)
Noah & The Whale haben ihrem lieblichen und melancholischen Folkpop seit dem letzten Album neue Klangfarben hinzugefügt: dezenter Einsatz von Elektronik, elektrischen Gitarren und auch mal einem Gospelchor (in "Old Joy") machen die Platte zwar runder, aber man vermißt manchmal doch den fröhlich-naiven Charme ihres 2007er-Minihits "5 Years Time". Wer "Mumford & Sons" mag, sollte hier ein Ohr riskieren - gewisse Ähnlichkeiten sind da.
Wir spielen:
11.4.: Waiting For My Chance To Come
12.4.: Wild Thing
13.4.: Just Me Before We Met
14.4.: Tonight's The Kind Of Night
15.4.: Old Joy
Kalenderwoche 14, 4.4. - 8.4.
Rumer - Season Of My Soul (erschienen am 25.2.2011)
Vor einigen Jahren hätte man die Musik auf dieser CD noch als Fahrstuhlmusik geschmäht, aber so langsam darf man "Easy Listening"-Klänge wieder ohne Angst vor Rufschädigung genießen. Mit den sanft schwingenden Arrangements und der glasklaren Stimme löst Rumer sofort Erinnerungen an die Carpenters aus, und diesem Vergleich ist sie souverän gewachsen. Der Begriff flauschig beschreibt die Musik wohl ganz gut. Ein angenehmes Album, auch wenn es einem bereits mit unerträglicher TV-Werbung um die Ohren gehauen wurde.
Wir spielen:
4.4.: Slow
5.4.: Come To Me High
6.4.: Take Me As I Am
7.4.: Am I Forgiven?
8.4.: Saving Grace
Kalenderwoche 13, 28.3. - 1.4.
Matt Wertz - Weights & Wings (erschienen am 15.3.2011)
Geheimtipp-Alarm: Klingt wie Jack Johnson und James Blunt, hat aber den Sprung zum wirklichen Erfolg noch nicht geschafft (Verkaufsrang bei Amazon heute: 116.633). An der Musik kanns nicht liegen - die ist genau so melodienstarker Kuschel-Pop/Rock wie die Erzeugnisse der oben Genannten. Wenn ihn sein Management nicht hängen läßt, kann der Erfolg nur eine Frage der Zeit sein.
Wir spielen:
28.3.: Everything Will Be Alright
29.3.: Nobody's You
30.3.: Someone Like You
31.3.: Feels So Right
1.4.: Somebody's Gonna Love You
Kalenderwoche 12, 21.3. - 25.3.
Beady Eye - Different Gear, Still Speeding (erschienen am 25.2.2011)
Beady Eye sind Oasis ohne Noel Gallagher, und es wurde durchaus mit Spannung erwartet, ob die Rest-Truppe den Standard halten kann. Aber hallo, muss man sagen, denn das Album brummt nur so von Retro-seligen Rocknummern mit starken Anklängen an Beatles, Stones, Who und natürlich Oasis. Vielleicht sogar noch etwas zugänglicher als die "echten" Oasis-Alben.
Wir spielen:
21.3.: Beatles And Stones
22.3.: The Roller
23.3.: The Beat Goes On
24.3.: For Anyone
25.3.: Wind Up Dream
Kalenderwoche 11, 14.3 - 18.3
R.E.M. - Collapse Into Now (erschienen am 4.3.2011)
R.E.M. sind wieder da. Drei Jahre nach dem letzten Album steht nun „Collapse Into Now“ in den Läden. Das Album zeichnet sich durch die typischen R.E.M.-Sounds der vergangenen Jahre aus. Einerseits gibt es melancholische Titel mit viel elektronischer Musik, wie beispielsweise die erste Single „Oh My Heart“. Andererseits besticht „Collapse Into Now“ auch durch rockigere Nummern. Mitgewirkt haben übrigens auch Eddie Vedder von Pearl Jam, Patti Smith und Peaches. Die Single läuft im Tagesprogramm, hier gibts weitere Häppchen aus dem Album.
Wir spielen:
14.3.: ÜBerlin
15.3.: It Happened Today
16.3.: Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter
17.3.: Mine Smell Like Honey
18.3.: That Someone Is You
Kalenderwoche 10, 7.3. - 11.3.
Dropkick Murphys - Going Out In Style (erschienen am 25.2.2011)
Irgendwie passend zum Karneval kommt hier das neue Album der Bostoner Irish-Folk-Punk-Combo. Hochgeschwindigkeits-Folk sozusagen, und eigentlich genau das, was sie auch auf den letzten Alben dargeboten haben - aber das ist auch gut so. "Peg O' My Heart" hat übrigens als besonderes Bonbon zusätzlich noch Bruce Springsteen als Gast-Sänger. Bierzelt-tauglich.
Wir spielen:
7.3.: The Irish Rover
8.3.: Take 'em Down
9.3.: Peg O' My Heart
10.3.: The Hardest Mile
11.3.: Memorial Day
Kalenderwoche 9, 28.2. - 4.3.
Lena - Good News (erschienen am 7.2.2011)
Na ja, es wäre schon kurios, wenn das mit dem Grand Prix noch ein zweites Mal klappt. Das Album überzeugt auf jeden Fall in Gänze deutlich mehr als der Erstling, der noch darunter litt, dass in Windeseile irgendwas auf den Markt geworfen werden musste. Jetzt klingt der Sound deutlich runder, Lena ist auch ordentlich bei Stimme, und es gibt doch einige Stücke mit dem Potenzial sich in den Gehörgängen festzusetzen. Beschweren könnte man sich höchstens über das offensichtliche Bemühen, den kleinsten gemeinsamen Nenner für den allgemeinen Musikgeschmack zu finden und damit möglichst überhaupt niemandem weh zu tun.
Wir spielen:
28.2.: Taken By A Stranger
1.3.: Maybe
2.3.: That Again
3.3.: Push Forward






